Laliderer Falk über das Blausteigkar


Published by rained_in , 24 September 2011, 08h46.

Region: World » Austria » Nördliche Ostalpen » Karwendel
Date of the hike:10 September 2011
Hiking grading: T6 - Difficult High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Time: 9:30
Height gain: 1400 m 4592 ft.
Height loss: 1400 m 4592 ft.
Route:Blausteigkar
Access to start point:Auto ins Risser Tal bis Parkplatz P6
Accommodation:Hinterriss, bzw Eng oder Falkenhütte

Die Falkengruppe liegt abweisend zwischen Risser Tal und der Eng. Die meisten Karwendelwanderer sausen dran vorbei bis zur Eng, oder wenden sich den leichten Wanderbergen im Vorkarwendel wie dem Kompar oder Schafreuter zu.

Wer aber absolute Einsamkeit sucht, ist dort richtig unterwegs. Auf dem Laliderer Falk waren 2011 bis September erst 10 Einträge im Gipfelbuch. (Ich war der zehnte.)

Mich haben diese Berge schon angezogen, seit ich an einem überfüllten Herbstag auch in die Eng gestürmt bin und mich von der Lamsenspitze aus gefragt habe, wie man dort wohl hoch kommt. Am 11.9.2011 habe ich mir dann den Laliderer Falk vorgenommen. Zwei Wochen vorher wollte ich schon auf den Risser Falk, aber während es nur zwei Tage vorher in München über 30 Grad heiß war, reichte ein Tag Wettersturz, dass das Falkenkar zugeschneit war, so dass ich umkehren musste. Wie es besser geht hat ADI  hier in seinem Bericht zum Risser Falk beschrieben.

Ich habe die Route über das Blausteigkar aus dem Laliderer Tal gewählt. Abmarsch am Parkplatz Laliderer Tal (P6) um sechs Uhr. Das ist nicht zu früh. Man sollte auch ohne zu bummln 9-10 Stunden für die Tour einrechnen.


Wenn man den Laliderer Bach bei der Gumpenalm überquert, folgt man an der ersten Kehre danach dem Bachbett, das dort aus der Wand von Westen durch einen kleinen Einschnitt herunter kommt.
Rechts des kleinen Wasserfalls kann man hochklettern. II+ (III-) Sobald man wieder Gehgelände erreicht, geht es nach links zurück zum Bachbett, das oberhalb des Wasserfalls etwas flacher ist und überquert werden kann.
Dann geht es schräg rechts hoch unter einer Latschengruppe durch und an deren rechtem Rand hoch. Diese Stück ist auch noch heikel, weil es keine klare und solide Linie hinauf gibt. Sobald es flacher wird, kann man am Rand des Bachbetts, der von Westen aus dem Blausteigkar herunterkommt aufsteigen. Weiter oben wendet sich das Kar bis man Richtung Nordosten steigt.
In diesem Eck beginnt auch die so genannte Sprungrinne. Die ist zwar optisch spektakulär, aber nicht so schwer. (I-II) Oben muss man sich dann rechts halten , sonst purzelt man gleich auf der anderen Seite wieder ins Falkenkar hinunter.
Nach einem letzten Stück Karwendelschotter ist man auf dem länglichen geräumigen Gipfel.

  • Den Panoramablick von dort findet Ihr unter ->alpen-panoramen
  • Die dreh und zoombare Version in voller Auflösung ist bei ->Photosynth zu sehen.
Aus dem Gipfelbuch entnehme ich, dass recht viele den schwereren Aufstieg aus dem Falkenkar gewählt haben. Das ergäbe eine reizvolle Überschreitung, aber da ich das Gelände dort nicht kenne, gehe ich lieber denselben Weg zurück.

Man hat dann ganz unten wieder neben dem Wasserfall abzuklettern, was nach 9 Stunden mit matschigen Beinen der schwierigste Teil der Tour ist.

Bei der Betrachtung des Geländes und der Luftaufnahmen erscheint auch ein direkter Aufstieg von der Ostseite aus machbar. Der AV-Führer gibt es als IV Tour an, aber ich glaube, dass ich mir das irgend wann einmal ansehen muss, ob das so stimmt.

Hike partners: rained_in


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Comments (6)


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ADI says:
Sent 26 September 2011, 14h07
Hey!
Klasse Tour, Gratulation.
Hier bin ich noch NICHT hoch, obwohl ich im Karwendel doch schon manches kenne.
Bin heuer(im August) von Norden über's schöne Falkenkar hoch; den Bericht muß ich jetzt doch noch einstellen.
Schön, daß es jetzt einen Geo-Punkt vom Laliderer Falken gibt, Zeit wurde es ja.
Du mußt nur noch die Höhe ändern, von 2418m in 2428m.
VLG aus M., ADI

ADI says:
Sent 26 September 2011, 14h17
noch was:
der Aufstieg aus dem Falkenkar ist übriges der LEICHTESTE!
Werd' den Bericht die Woche mal einstellen, dann kann Du es nachlesen.
Kraxelei bis II und Schrofen....

LG, ADI

rained_in says: Durchs Falkenkar
Sent 27 September 2011, 22h41
Andere Berichte im Internet sprechen von III bei der Rampe. Ich habe sie bei meinem Besuch im Falkenkar nur aus der Ferne angeschaut. Reizt mich aber auch. Bin gespannt auf Deinen Bericht.

HarryB says: RE:Durchs Falkenkar
Sent 29 September 2011, 21h31
Die Rampe kannst Du umgehen wenn Du durch die Westflanke in den Sattel zwischen Turm- und Totenfalk aufsteigst und unterhalb des Turmfalks querst.

Die Rampe ist raufzus toll zu klettern, nur runter nicht so schön. Dafür gibt's aber mittlereweile einen Abseilstand...

algi says:
Sent 27 September 2011, 09h00
Hallo rained_in,

super Tour, die werd ich mir auch mal reinziehen.
Vor etlichen Jahren wollte ich im Frühjahr mal mit den Skiern hoch, bin damals aber schon ganz unten, am gar nicht so kleinen Wasserfall und der relativ großen Randkluft zum Schneefeld, gescheitert.

Gruss Albert

kardirk says:
Sent 8 October 2011, 14h54
Hallo zusammen,

schöne Tour, spukt mir auch schon lange im Kopf herum.
Die Tour vom Falkenkar aus hat ADI gut beschrieben und ist leichter. Statt der Rampe gehts viel weiter links unterhalb der Scharte Toter Falk/Turmfalk über steile Grasschrofen aufwärts - nirgends schwerer als I, lediglich am Gipfelaufbau hinter der Scharte kann man die Schwierigkeiten je nach Routenwahl erhöhen..
Noch ne kleine Anmerkung. Du hast die Tour bei Karwendel-DEUTSCHLAND eingeordnet, die Falken gehören aber komplett nach Österreich. (:-

VG Dirk


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