Wenn's mal wieder arg spät geworden ist, das Wetter am darauf folgenden Tag aber in die Berge lockt, dann bietet sich der Mitterkaiser als Tour an, frei nach dem Motto "kurz und knackig". Die erste Herausforderung besteht heute darin, bei Late Arrival an der beliebten Griesner Alm im Kaiserbachtal einen Parkplatz zu finden. Hat man dies bewerkstelligt ist der Rest (fast) ganz einfach.
Wir starten an der Alm Richtung Stripsenjoch, spazieren über den Bach und folgen dem breiten Weg bergauf. Kurz nachdem er in den Bergwald eintaucht, zweigt links ein Steig zur Fritz-Pflaum-Hütte ab, dem wir folgen. Wir steigen höher, an einer Holzsammelstelle vorbei, Richtung Süden zum Griesner Kar. Das Gelände wird felsiger, am Rande eines Block- und Geröllfeldes wandern wir mässig steil auf einen markanten Spitz zu, den Kleinkaiser. Links geht's an ihm vorbei zur Fritz-Pflaum-Hütte (Selbstversorger). Der Gegensatz kann kaum grösser sein. Vor anderthalb Stunden befanden wir uns im Trubel der Griesner Alm, nun stehen wir im felsigen Amphitheater des Griesner Kar und wir hören - nichts.
Aber jetzt wird's etwas sportlich. Von der Hütte direkt nach Norden über Schotter führt ein sichtbarer, aber unmarkierter Weg zu einer Rinne, die wir nun hochklettern müssen (I). Es liegt viel loses Material herum, deshalb sollte man vorsichtig steigen. Am oberen Ende der Rinne weichen wir etwas nach links aus, hier muss man etwas schwindelfrei sein. Nach der Rinne steigen wir über steile Schrofen zum Gipfel (Steinmann). Zum Nordgipfel geht's noch weiter über den kurzen Grat, für heute lassen wir's aber gut sein.
Der Abstieg erfolgt auf dem Anstiegsweg.
Ach ja, fast hätt ich's vergessen, ich will es genauso wie
ADI halten: Herzlichen Gruss noch an den/die Bergfreund/in, der/die es schaffte, im Bergwald mittig auf den viel begangenen Steig zu sch... Auf die Idee muss man erst mal kommen, alle Achtung!
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