Tomlishorn (2129 m) via SW-Grat; Abstieg via Stollenloch


Published by alpinos , 16 August 2010, 08h43.

Region: World » Switzerland » Luzern
Date of the hike: 7 August 2010
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: Pilatusgebiet   CH-NW   CH-OW 
Time: 4:00
Height gain: 1000 m 3280 ft.
Height loss: 1000 m 3280 ft.
Route:Lütoldsmatt - Birchboden - Fräkmünt - Tumli - SW-Grat - Tomlishorn - P. 2054 - Stollenloch - Birchboden - Fräkmünt - Lütoldsmatt

Abwechslungsreiche Kurztour im Pilatus-Massiv

Nachdem das unsichere Wetter und der viele Neuschnee unsere ursprünglichen Pläne für dieses Wochenende zunichte gemacht hatte, entschieden wir uns für diese kleinere Tour im Pilatus-Massiv. Der SW-Grat auf's Tomlishorn wurde schon einige Mal beschrieben, deshalb hier unsere "Kurzfassung".

Vom schon recht gut belegten Parkplatz Lütoldsmatt (1142 m) begannen wir zu schon fortgeschrittener Stunde gegen dreiviertel elf unseren Aufstieg.REcht flott legten wir den Weg zur Alpe Tumlis (1681 m) zurück. Der Einstieg in den SW-Grat liegt hinter der zweiten Hütte; wegen Mäharbeiten waren die Wegspuren nicht wirklich zu erkennen, aber nachdem wir die ersten Felsen erklettert hatten, sahen wir schon die ersten Reepschnüre und die Bank auf der ersten Stufen. Nun folgten wir dem Grat aufwärts und überwanden die herrlichen Kletterstellen: ein kleines Couloir und zwei/drei Platten mit Reibungsklettern, alles etwa im II. bis unterem III. Grat. Wer sich nicht ganz sich ist, der kann ein Seil und Expressen mitnehmen, an den schwierigeren Stellen sind Bohrhaken angebracht. Nach der Hälfte des Aufstiegs gehen die Felsen in Wiese über und schnell hatten wir den Gipfel des Tomlishorns (2129 m) erreicht, auf dem sich zum Glück nicht allzu viele Touristen tummelten.

Die sich auftürmenden Quellwolken boten ein großartiges Schauspiel und die Dohlen sorgten für Unterhaltung. Schließlich beschlossen wir, statt dem geplanten direkten Abstieg nach Tumlis, einen kleinen Umweg über das Stollenloch zu machen. Wir wanderten den Grat hinüber zu P. 2054 und stiegen auf dem mehr oder weniger breiten Band am Fuße der Widderfeld-O-Wand ab zum Stollenloch. Ein recht eindrücklicher Weg, zumal bei dichtem Nebel und wenig Sicht. Ohne Probleme erreichten wir das Stollenloch und stiegen durch dieses in die Sonne auf die S-Flanke des Widderfeld. Entlang der blau-roten Markierungen stiegen wir zum Birchboden (1616 m) und über Fräkmünt ab nach Lütoldsmatt.

Wirklich eine abwechslungsreiche und interessante Tour. Die Orientierung sollte auch bei Nebel kein allzu großes Problem sein (immer auf dem Grat bleiben). Nur der Abstieg zum Stollenloch könnte bei Nässe recht schmierig sein. Heute war es feucht und noch gut begehbar, aber wenn's richtig regnet, wird's wohl eher ne Schlammschlacht (incl. der Hinterlassenschaften von Gemsen und Steinböcken, die diesen Weg wohl auch sehr schätzen).

Hike partners: alpinos


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