Der vergessene Grat im Alpstein-Rossmad
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Einleitung:
Neuerdings geht mein Älterer in die Spielgruppe und ich und meine Frau dürfen abwechslungsweise einen freien Tag bis um 16:00 Uhr geniessen. Der andere darf am Morgen die volle Aufmerksamkeit der Tochter schenken. Beides sind erhabene Momente. Nur kam bisher immer etwas dazwischen wenn ich Frei hatte. Entweder das Wetter, die Arbeit oder Krankheit der Kinder. Heute sollte endlich alles passen. Etwas Grösseres sollte her, schliesslich ist Mann nach Bergabwesenheit trotzdem fit. Der Rossmad oder heute Rossmahd hat ein tristes Schattendasein inmitten eines einzigartigen T6 Gebiets. Jährlich tragen sich maximal 1-2 "Jungfrauen" im Gipfelbuch ein und zwei fleissige gehen den Grat fast Monatlich.
Tourenbeschrieb:
Von Wasserauen geht es direkt den Wanderweg hoch. Gerade als es scheint als würden alle fünf Wandergruppen/Einzelpersonen aufeinandertreffen, kommt der Wegweiser Hundstein, Seealpsee, Meglisalp. Somit bin ich nach kurzer Zeit allein unterwegs und dies bleibt bis zur Ageteplatte so, wo ich eine freundliche Wanderin treffe. Der Weg schlängelt sich nach kurzer Zeit schön in der Wand entlang. Es geht runter und hoch und runter und hoch bis ich innert kürzester Zeit bei der Meglisalp eintreffe. Dort möchte ich eigentlich mein Getränkevorrat aufladen, aber alle Gasthäuser haben bereits Winterdienst. Jedoch treffe ich noch die Betreiberin?, welche mit anderen das Gasthaus Wintertauglich macht. So bekomme ich doch noch eine 1,5l Flasche. Herzlichen Dank an dieser Stelle. Nun geht es den Wanderweg hoch Richtung Ageteplatte. Als der Weg dann rüber queren möchte steige ich gerade hoch. Es gibt dort eine Art ein Weg. Bis zum P. 1795 bleibt alles im T3 Bereich. Kurze Zeit bleibt es so, danach ändert sich das Terrain jäh. Sofort wird es T6, II. Den Riss komme ich nicht rüber, so muss ich etwas runterklettern. Hier merke ich dass ich etwas eingerostet bin. Kurz danach folgt die erste Abseilstelle. Nun weiter dem Grat entlang, bevor es die zweite Abseilstelle gibt und ich auf die Agetenplatte treffe. Dort mache ich kurz Pause und überlege, ob ich noch weiter kann oder nicht. Die Stunde die mir fehlt, weil mein Sohn zu früh wach war, hilft mir nicht. Ich entscheide trotzdem noch mindestens die Mitte abzusteigen, da ich weiss, dass vom Grat abgestiegen werden kann zwischen durch. Nun komme ich in einen vollkommenen Flow Zustand. Jeder Griff, jeder Tritt, jede Idee funktioniert. So komme ich in kürzester Zeit zum Gipfelbuch. Das hält sich wacker, obwohl es früh nass wurde. Von der Mitte steige ich den letzten Gratabschnitt zurück, gut 50m bevor ich einfach T4 auf den unteren Weg absteigen kann. Von dort sofort zurück zur Platte, wo es den kurzen Schwatz gab. Danach in raschem Tempo zum Mesmer runter, dann an den Seealpsee und zurück nach Wasserauen. Meine Knie dankten es mir einmal mehr nicht. Es wird Zeit wieder Stabi zu betreiben.
Fazit:
Solche Krämpfe hatte ich noch selten am Oberschenkelmuskelansatz beim Knie wie heute. Der Kopf spielt aber noch mit, wobei die Sicherheit wesentlich mehr Beachtung bekommt als früher. Die Tour selbst, hat ein Schattendasein, wobei ich das nicht verstehen kann. Der Grat ist wunderschön zu gehen und bombenfester Kalk wie aus dem Lehrbuch. Ich werde den auf jeden Fall noch zu Ende gehen inkl. dem Säntis Ostgrat.
Ausser den Zustieg von Wasserauen, den würde ich so nicht mehr machen. Was für ein langweiliger Latscher über einen Grossteil der Strecke. Zudem zu viele Touristen. Oft werde ich nicht mehr nach Wasserauen fahren. In Zukunft muss ich möglichst viel in kurzer Zeit ablaufen. Mit dem Bike auf der Wildhauser Seite ist dies wesentlich schöner zu bewältigen, aber bei dem Andrang in Wasserauen kann ich es verstehn, dass es Beschränkungen braucht. Selbst heute war der Parkplatz am Ende voll, wobei ich ausser beim Seealpsee nichts davon mitbekam.
Schöner und einsamer wird der Alpstein dieses Jahr nicht mehr. Solange der Seealpsee gemieden wird.
Neuerdings geht mein Älterer in die Spielgruppe und ich und meine Frau dürfen abwechslungsweise einen freien Tag bis um 16:00 Uhr geniessen. Der andere darf am Morgen die volle Aufmerksamkeit der Tochter schenken. Beides sind erhabene Momente. Nur kam bisher immer etwas dazwischen wenn ich Frei hatte. Entweder das Wetter, die Arbeit oder Krankheit der Kinder. Heute sollte endlich alles passen. Etwas Grösseres sollte her, schliesslich ist Mann nach Bergabwesenheit trotzdem fit. Der Rossmad oder heute Rossmahd hat ein tristes Schattendasein inmitten eines einzigartigen T6 Gebiets. Jährlich tragen sich maximal 1-2 "Jungfrauen" im Gipfelbuch ein und zwei fleissige gehen den Grat fast Monatlich.
Tourenbeschrieb:
Von Wasserauen geht es direkt den Wanderweg hoch. Gerade als es scheint als würden alle fünf Wandergruppen/Einzelpersonen aufeinandertreffen, kommt der Wegweiser Hundstein, Seealpsee, Meglisalp. Somit bin ich nach kurzer Zeit allein unterwegs und dies bleibt bis zur Ageteplatte so, wo ich eine freundliche Wanderin treffe. Der Weg schlängelt sich nach kurzer Zeit schön in der Wand entlang. Es geht runter und hoch und runter und hoch bis ich innert kürzester Zeit bei der Meglisalp eintreffe. Dort möchte ich eigentlich mein Getränkevorrat aufladen, aber alle Gasthäuser haben bereits Winterdienst. Jedoch treffe ich noch die Betreiberin?, welche mit anderen das Gasthaus Wintertauglich macht. So bekomme ich doch noch eine 1,5l Flasche. Herzlichen Dank an dieser Stelle. Nun geht es den Wanderweg hoch Richtung Ageteplatte. Als der Weg dann rüber queren möchte steige ich gerade hoch. Es gibt dort eine Art ein Weg. Bis zum P. 1795 bleibt alles im T3 Bereich. Kurze Zeit bleibt es so, danach ändert sich das Terrain jäh. Sofort wird es T6, II. Den Riss komme ich nicht rüber, so muss ich etwas runterklettern. Hier merke ich dass ich etwas eingerostet bin. Kurz danach folgt die erste Abseilstelle. Nun weiter dem Grat entlang, bevor es die zweite Abseilstelle gibt und ich auf die Agetenplatte treffe. Dort mache ich kurz Pause und überlege, ob ich noch weiter kann oder nicht. Die Stunde die mir fehlt, weil mein Sohn zu früh wach war, hilft mir nicht. Ich entscheide trotzdem noch mindestens die Mitte abzusteigen, da ich weiss, dass vom Grat abgestiegen werden kann zwischen durch. Nun komme ich in einen vollkommenen Flow Zustand. Jeder Griff, jeder Tritt, jede Idee funktioniert. So komme ich in kürzester Zeit zum Gipfelbuch. Das hält sich wacker, obwohl es früh nass wurde. Von der Mitte steige ich den letzten Gratabschnitt zurück, gut 50m bevor ich einfach T4 auf den unteren Weg absteigen kann. Von dort sofort zurück zur Platte, wo es den kurzen Schwatz gab. Danach in raschem Tempo zum Mesmer runter, dann an den Seealpsee und zurück nach Wasserauen. Meine Knie dankten es mir einmal mehr nicht. Es wird Zeit wieder Stabi zu betreiben.
Fazit:
Solche Krämpfe hatte ich noch selten am Oberschenkelmuskelansatz beim Knie wie heute. Der Kopf spielt aber noch mit, wobei die Sicherheit wesentlich mehr Beachtung bekommt als früher. Die Tour selbst, hat ein Schattendasein, wobei ich das nicht verstehen kann. Der Grat ist wunderschön zu gehen und bombenfester Kalk wie aus dem Lehrbuch. Ich werde den auf jeden Fall noch zu Ende gehen inkl. dem Säntis Ostgrat.
Ausser den Zustieg von Wasserauen, den würde ich so nicht mehr machen. Was für ein langweiliger Latscher über einen Grossteil der Strecke. Zudem zu viele Touristen. Oft werde ich nicht mehr nach Wasserauen fahren. In Zukunft muss ich möglichst viel in kurzer Zeit ablaufen. Mit dem Bike auf der Wildhauser Seite ist dies wesentlich schöner zu bewältigen, aber bei dem Andrang in Wasserauen kann ich es verstehn, dass es Beschränkungen braucht. Selbst heute war der Parkplatz am Ende voll, wobei ich ausser beim Seealpsee nichts davon mitbekam.
Schöner und einsamer wird der Alpstein dieses Jahr nicht mehr. Solange der Seealpsee gemieden wird.
Tourengänger:
maenzgi

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