ohne Sonne, doch faszinierend schön durch die Wolfschlucht am Sonnenberg
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Auch mein dritter Besuch am Sonneberg ist gekennzeichnet von trübem Wetter mit einer zähen Nebeldecke über uns; immerhin sind während der ganzen Runde die Temperaturen dank des ausbleibenden Windes erträglich. Nur grad bei der Haltestelle Obergütsch verläuft der WW im kleinen Wäldchen etwas steiler hoch; danach setzt er sich über nur sanft ansteigende, leicht schneebedeckte, Wiesen über P. 628 zu P. 657 fort. Ein letzter Aufschwung bringt uns zu P. 682 (beim Hotel Sonnenberg), wo wir jedoch sofort weiterziehen zur Bergstation Sonnenberg (Kriens) der sich (bis am 25.März) in der Winterpause befindenden Standseilbahn.
Ab hier wird’s nun eine Spur winterlicher und beginnt der erste Abschnitt der faszinierenden Wanderung: einerseits begeistern uns verschiedene mit Eisgebilden drapierte Blätter, anderseits die im Raureif erstarrte Lärchengruppe, ebenso die lange Allee von derselben Art Bäume, und sogar der vermaledeite Stacheldraht gewinnt hier - auf der Chrüzhöchi - an Schönheit.
Nach wenigen Dutzenden Metern biegt der WW (Langfohrenwaldweg) im Sonnebergwald markant zur Linken ab und führt steil auf einer Treppenanlage hinunter - erst mit einem kurzen Abstecher zu TeamMoomins Brätlistelle und Höhle unter einem riesigen Felsblock, Wolfschlucht, 735 m, - zum Eintritt in die urige Wolfschlucht, 730 m, (einst hatte ich geschrieben, sie erinnere mich an Szenen aus dem „Freischütz“). Wildromantisch auch heute wieder der Gang durch sie hindurch - wohl mit diesem Hintergrund - mit den teils hoch aufragenden Felswänden, der beinahe urwaldähnlichen Vegetation und den umgestürzten Bäumen.
Bewundernd und beinahe ehrfurchtsvoll durchmessen wir die so nahe der Zivilisation gelegene urtümlich anmutende Schlucht. An deren Ausgang schreiten wir im Waldgürtel südöstlich der Chrüzhöchi zurück, an der Bergstation der Sonnenbergbahn vorbei zum Hotel Sonnenberg.
Ausgezeichnet - eine Freude fürs Auge und den Gaumen - tafeln wir hier und trinken dazu einen lokalen Rotwein.
Für unseren Rückweg verfolgen wir eine andere (und längere) Route: erst wählen wir das bekannte Wegstück bis P. 657, hier schlagen wir den WW ein, welcher unterhalb des Restaurants Schwyzerhüsli‘ zu P. 586 hinunter leitet. Nicht ausgeschildert biegen wir hier nach N ab und folgen einem Fussweg (an einem grösseren Gebäude der Luzerner Elektrizitätswerke vorbei) in den Wald hinein. Ein kurzer steilerer Abstieg bringt uns rasch zum idyllischen Waldweiher, welcher friedlich und ruhig, ohne jegliche Besucher, uns erfreut.
Am den Gütschwald querenden WW angelangt, kommen wir mit einer netten Hundehalterin ins Gespräch - und freuen uns sehr an der Begegnung mit dem grossen, zutraulichen Herdenschutzhund. Ab P. 555 verläuft der WW nun sachte zu Tale; beim Parkplatz Gütschwald erreichen wir die ersten Vorboten der städtischen Zivilisation.
Im Quartier Bruch-Gibraltar angekommen, marschieren wir auf der Klosterstrasse an einigen schönen Jugendstilblöcken vorbei zur Hauptverkehrsache Hirschengraben. Wie wir diese überquert haben, tauchen wir ins malerische Altstadtquartier südlich der Reuss ein.
Durch dieses gewinnen wir in Kürze bei der Franziskanerkirche und dem Stadttheater das Flussufer - und seine weltberühmte „Kulisse“; auf der Bahnhofstrasse legen wir die letzten Meter zumEndpunkt unserer Wanderung zum Bahnhof Luzern zurück - eine eindrückliche war’s, und eine weitere darf folgen ;-)
▼ 1 h bis Huttwil
▲ 1 h 25 min bis Hotel Restaurant Sonnenberg
▼ ⅞ h bis Bahnhof Luzern
▲ 10 min Abzw. Roggengrat - KH
unterwegs mit Esthi

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