Monte Antelao - knapp verfehlt ist auch vorbei


Published by Gipfelstürmer94 Pro , 20 October 2019, 19h37.

Region: World » Italy » Veneto
Date of the hike: 7 August 2019
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: I 
Time: 7:30
Height gain: 2300 m 7544 ft.
Height loss: 2300 m 7544 ft.
Route:19 km

Am frühen Morgen fahre ich von dem Parkplatz am Dürrersee in das Tal von Cortina ´d Ampezzo und parke schließlich im Ort San Vito di Cadore. Gegen 7.30 gehe ich los vom Ortszentrum folge ich einer Straße zu einem Skilift hinauf. Oberhalb des Ortes sehe ich dann den eigentlichen Wanderparkplatz, seis drum das Auto ist gut geparkt also gehe ich weiter. Nach einer letzten Unterkunft ist der Ort nun wirklich zu Ende und ich wechsele von der Asphaltstrasse auf einen Fahrweg mit der Beschilderung Rifugio San Marco. Nicht lange und ich quere auf einer Furt einen Bach und der Fahrweg steilt auf. Bis zur oberen Liftstation bleibe ich auf den Fahrweg und steige durch einen dichten Wald auf, danach folge ich der Beschilderung zur Furcella Piccola auf einen Wanderweg. Auf dem Weg steige ich auf, mitten rein in die Schutthalden unterhalb der hochaufragenden Wände. Die Kombination aus Brösel und feinen Schutt ist im kraftraubend trotz allem ist der Weg gut markiert. An einer Weggabel wende ich mich nach rechts und der Scharte zu. Der Weg steigt in Serpentinen zu dieser an und so bin ich 9.30 oben. Ganz allein bin ich nicht, ein Vater-Sohn Duett wagt vor mir den Aufstieg von der Scharte zum Antelao. Der im Web häufig vermerkte Hinweis das der Weg sei existiert nicht mehr, nur auf das zerstörte Biwak wird hingewiesen. Und so steige ich den beiden nach. Der Weg geht anfangs durch Schrofengelände in das Kar unter dem Antelao hinein. Den Wegmarkierungen folgend gehe ich am linken Rand der Schuttfelder auf die Felswände zu. Vor diesen überhole ich das Duo und steige nun den markierungslosen Spuren nach. Die Spuren gehen in einen Bogen durch den Schutt auf die Wand der La Bala zu. Am Fuß der Wand mache ich eine Pause und versuche den weiteren Wegverlauf zu erkennen. Dann lege ich los, auf Reibung steige ich über ein paar blanke Felsen bis zu einem Erosionsriss auf. Mit Hilfe des Risses komme ich mit leichter Kletterei (I)auf das erste Band. Ab hier gibt es wieder Markierungen. Diesen folge ich das Band entlang und gelange wieder mit einer kurzen Kletterpassage auf das nächste Band. Von diesem komme ich nahe an dem Grat der LA Bala heran. Bis zum Grat hoch nutze ich eine Felsrippe die ich hinaufklettere. 11.00 bin ich auf dem Vorgipfel und lege eine kurze Pause ein. Danach gehe ich weiter, auf dem Grat kletternd überwinde ich den ersten schroffen Teil. Hierauf kommt eine geneigte Felsplatte, von weitem sieht sie recht glatt aus, dieser Eindruck täuscht indes. Von nahem erkenne ich so mehrere Erosionsrinnen und loses Geröll liegt zudem herum. Ich folge weiter der Markierung und durchquere diese Platte entlang der Rinnen. Dies geht einfacher als gedacht zudem kommt im oberen Teil großes Blockwerk hinzu welches genügend Aufstiegshilfe bietet. Am höchsten Punkt der Platte sehe ich bei einer Pause nun die neue von dem Steinschlag geschaffene Scharte die cubemaster in seiner Beschreibung erwähnte. Von der Platte abkletternd komme ich auf einen verkeilten Block. Auf der anderen Seite klettere ich in einer Rinne auf und komme so auf eine kleinere Platte die zum Gipfel führt. Der Gipfel selbst muss dann noch erklettert werden was eine luftige Angelegenheit ist. In Anbetracht der aufziehenden dunklen Wolken spare ich mir das letzte Stück und steige zügig und hoch konzentriert wieder ab. An der La Bala kann ich meinen Aufstieg nicht ganz rekonstruieren. Und so improvisiere ich und klettere in einer Rinne bis zum untersten Band ab. Im Schutt des Kars angekommen treffe ich wieder auf das Duo. Nach etwas Small Talk steige ich vor ihnen ab. Die Furcella Piccola ist schnell erreicht und ich beginne im Eiltempo den Abstieg ins Tal, so bin ich 15.00 wieder am Auto.

Hike partners: Gipfelstürmer94


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