Imster Gratrunde: Pleiskopf, Rotkopf, Muttekopf


Published by helmoudo , 6 September 2019, 22h51.

Region: World » Austria » Nördliche Ostalpen » Lechtaler Alpen
Date of the hike: 4 September 2019
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Time: 7 days
Height gain: 1200 m 3936 ft.
Height loss: 1200 m 3936 ft.
Access to start point:Mit dem Auto nach Hochimst
Maps:AV-Karte 3/4

Die hier beschriebene Gratrunde ist in hikr noch nicht beschrieben, insbesondere mein Weg auf den Rotkopf, der auch im AVF fehlt. Drum hier mein Bericht.

Auffahrt von Hochimst mit der Seilbahn bis ca. 2020m  Höhe (16,50€ rauf und runter). Trotz Seilbahn nix los, bin ich der einzige, der den Grat am Morgen macht. Bis zum Hinteren Alpjoch (2425m) auf einem markierten Steig in Gras. Dann hübscher Gratweg in buntem Gestein. Abwechselnd Nagelfluh, roter Gneis(?) und dazwischen feinblättrige helle Schichten. Sehr schön. Über den Pleiskopf (2560m) bis vor den Rotkopf, wo der markierte Weg  nach rechts unten führt. Da wollte ich eigentlich runter und dann den Rotkopf auf dem Normalweg im ostseitigen Schuttkar machen. Aber der direkte Ostaufschwung des Rotkopfs sieht machbar aus und ich entschließe mich spontan, den Grat einfach weiterzugehen. Der Aufschwung entpuppt sich als noch leichter als es von unten aussah. Eine kurze Stelle im unteren  2.Grad und dann steht man schon auf der Ostschulter des Rotkopfs (P2639). Es gibt Begehungsspuren und Steinmänner. Am Ostgrat bzw. 10m unterhalb geht es zügig bis zum Gipfel. Dabei nochmal eine kurze Kletterstelle, insgesamt aber ist der Weg harmlos (T4). Die Aussicht ist toll. Ich wusste gar nicht, dass man von hier den Ortler so deutlich und nah sieht. Bin begeistert und trinke mein Gipfelbier gleich hier. 45min Gipfelrast.
Abstieg  über den Nordgrat in einen Sattel. Ich erwäge kurz, auch hier einfach den Grat weiterzugehen bis zum Muttekopf. Der erste Kopf sieht zumindest harmlos aus. Aber dahinter dürften noch einige weitere kommen, der Weiterweg ist nicht einsehbar und es gibt keinerlei Begehungsspuren. Ich entscheide mich lieber zum Weg auf 2400m abzusteigen und über den markierten Normalweg auf den Muttekopf zu gehen. Übergang zum Muttekopf  1 ¾ h. Dort mache ich nochmal Brotzeit und bleibe 45min sitzen. Als ich kurz nach 3 Uhr aufbreche, dämmert mir, dass es von der Zeit vielleicht doch knapp wird. Die letzte Bahn oben dürfte um 16:45 gehen und von der Muttekopfhütte zur Bahn stand auf einem Schild 45min. Ich bolze also ein wenig und bin in 50 min an der Hütte. Beim Übergang zur Seilbahn muss man nochmal ansteigen, ca. 30min bis zur Bahn. Bequemes Herunterschweben mit dem Sessellift. An der Mittelstation ist ganz schön Betrieb. Am Alpine-Coaster stehen die Leute Schlange.
Bei der Heimfahrt Stau vor und durch GAP (um 18:45), aber ich hab heute so viel gute Laune getankt, dass ich das gelassen nehme.

Insgesamt ein tolle Tour wegen dem Traumwetter, der grandiosen Aussicht (erstmals in diesem Sommer wirklich wolkenlos und klar), dem bunten Gestein und wegen dem überraschend vorgefundenen Anstieg auf den Rotkopf, der schöner ist als das Schuttkar und das Ganze auch zeitlich entspannt.
Die Auffahrt mit dem Lift dauert knapp 25min und wenn die letzte Bahn oben tatsächlich um 16:45 geht, hat man effektiv ein Zeitfenster von 7 ¼ h.

Hike partners: helmoudo


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