Grenzwandern Schweiz * Etappe 60 * Cabane de Mille - Fionnay


Published by laurentbor , 25 August 2019, 10h29.

Region: World » Switzerland » Valais » Unterwallis
Date of the hike: 6 August 2017
Waypoints:
Geo-Tags: CH-VS 
Time: 6:00
Height gain: 722 m 2368 ft.
Height loss: 1708 m 5602 ft.
Route:17,1 km
Access to end point:Fionnay - Le Châble - Martigny - Visp - Zürich
Accommodation:Cabane de Mile

Die Umschreitung des Combins-Massiv geht in die nächste Runde. Nach einer guten Nacht in der Cabane de Mille, stellen wir enttäuscht fest, dass das Wetter auf heute umgeschlagen hat. Statt Sonnenschein begrüssen uns dicke Wolken. Wir frühstücken und machen uns schnell auf den Weg. Der Weg Richtung Cabane Brunet führt über einen gut angelegten Wanderweg etwas abwärts ins Val de Bagnes. Leider sehen wir überhaupt nicht weit ins Tal wegen dem Nebel der hinaufkriecht.

Bei Servay, einer langen Traverse durch Heidelbeerbüsche treffen wir plötzlich auf eine Herde hübscher Ziegen. Meckernd begleiten sie uns auf unserem Weg durch den Nebel. Wir wundern uns bereits warum uns die Tiere so hartnäckig folgen, da hören wir eine Stimme. Hinter uns kommt uns eine wild fuchtelnde Frau entgegen und schimpft mit uns. Warum wir die Ziegen angelockt hätten und sie motiviert hätten mit uns zu laufen. Sie würden logischerweise uns folgen und dann nicht mehr zurück finden. Wir sind baff und versuchen zu erklären, dass wir keine Ahnung haben von Ziegen und sie unserer Meinung nach auch nicht angelockt hätten. Die Frau rief dann empört die Ziegen zu sich und verschwand mit der Herde wieder im Nebel.

Kopfschüttelnd wandern wir weiter - es beginnt zu regnen....bei Les Golassons liegen ein paar mystische Weiher und überall sind reife und pralle Heidelbeeren. Wir gönnen uns eine Pause und schlemmen an den Büschen die auf angenehmer Selbstbedienungshöhe am Wegesrand liegen.

Immer heftiger wird der Niederschlag und als wir die Cabane Marcel Brunet sichten sind wir froh ins Trockene zu kommen. Wir machen eine längere Pause um uns bei einer Hüttensuppe aufzuwärmen und die Kleider zu trocknen. Die Hütte hat einen wohligen Charme und viel Atmosphäre. 

Nun mussten wir uns entscheiden ob wir trotz des schlechten Wetters den Weg über den Col des Avouillons wählen oder besser weiter unten über La Maye weiterwandern wollten. Ein Blick aus dem Fenster der Hütte verhiess nichts gutes - wir stellten uns auf den unteren Weg ein. Wir überquerten den Wildbach Dyure de Sery und kamen nach etwa einer Stunde zu einer Wegkreuzung. Wir hatten alle die Lust am weiterwandern etwas verloren durch den Regen und entschlossen uns nun direkt abzusteigen Richtung Fionnay. Beim Punkt 2139 führt ein nicht mehr gekennzeichneter Wanderweg durch die Schlucht Corbassière, den wir nun in Angriff nahmen. Der Pfad war zwar durch den Regen etwas rutschig, aber wunderschön. Wir querten viele Wildbäche und steile Felsflanken. Unten in der Schlucht führte eine Eisenbrücke über den Fluss und oben erspähten wir die Passerelle de Corbassière die wir nun leider verpassten. Nach der Schlucht ging es noch einmal steil nach oben auf die Gletschermoräne des Corbassière Gletschers. Hier steht ein alter Stall und da es bereits wieder zu regnen anfing suchten wir Schutz in der Hütte und assen unseren letzten Proviant auf. Als der gröbste Schauer vorüber war machten wir uns auf den Weg hinab ins Tal.

Bis Vers le Grenier de Corbassière führte der Weg leicht abfallend entlang einer wunderschönen "bisse". Diese mittelalterlichen Wasserleitungen der Walser habe ich bereits im Gebiet Trient erleben dürfen. Nach einer weiteren Stunde steil hinab erreichten wir das kleine Fionnay. Hier war gerade ein Berglauf-Event im Gang und wir konnten uns an Festständen mit Bier und Raclette verköstigen.

Hike partners: laurentbor


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