Wandern und Radln auf Lanzarote: ein Überblick (mit La Graciosa)


Published by Luidger , 4 February 2019, 21h33.

Region: World » Spanien » Kanarische Inseln » Lanzarote
Date of the hike:24 December 2018
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Mountain-bike grading: F - Easy
Waypoints:
Geo-Tags: E 
Time: 9 days
Height gain: 2500 m 8200 ft.
Height loss: 2500 m 8200 ft.
Route:ca. 250 km mit dem Fahrrad
Access to start point:Flug nach Arrecife, Bus auf Lanzarote, Fährverbindung nach La Graciosa
Access to end point:Fährverbindung von Playa Blanca nach Fuerteventura
Accommodation:Zahlreiche in Puerto del Carmen, Costa Teguise und Playa Blanca, in den anderen Orten sind die Unterkunftsmöglichkeiten etwas dünner.
Maps:Kompass Nr. 241 - Lanzarote

Nach Teneriffa, La Gomera, La Palma und Gran Canaria meine fünfte und sechste kanarische Insel. Ziemlich anders als die westlichen Inseln, aber ebenso vielfältig und faszinierend.

Überblick

Die drei großen Touristenzentren auf Lanzarote sind Puerto del Carmen, Costa Teguise an der Südostküste südlich und nördlich von der Hauptstadt Arrecife und Playa Blanca im Süden. Dort gibt es große Hotels und Apartmentanlagen, zahllose Restaurants für jeden Geschmack und was der Tourist sonst so braucht. Der gesamte gut 20 km lange Küstenabschnitt von Puerto del Camren über Arrecife bis Costa Teguise und die Südküste um Playa Blanca sind fast durchgehend bebaut. Der Rest der Insel ist dagegen relativ dünn besiedlet. In den anderen Orten gibt es meist auch nur kleine familiäre Unterkünfte, die aber um so schöner sein können.

Insgesamt war ich 11 Tage auf der Insel (danach noch ein paar Tage Fuerteventura), man könnte auch gut zwei Wochen dort verbringen und würde sich nicht langweilen.

Die Kanaren sind ja bekanntermaßen ein Ganzjahresurlaubsziel. Um den Jahreswechsel waren die Temperaturen mit rund 20 Grad sehr angenehm. Sonnenaufgang ist gegen 8:00, -untergang gegen 18:00 Uhr, so dass rund 10 Stunden Tageslicht zur Verfügung stehen. Die Sonne steht auch deutlich höher als in Deutschland in dieser Jahreszeit, es fühlt sich eher wie Frühling an. Mit dem Nordostpassat muss man allerdings immer rechnen. Beim Radeln war er aber nie wirklich störend (vielleicht Glücksache), bei der Tour auf dem Risco de Famara musste man allerdings aufpassen, nicht in den Abgrund geblasen zu werden. Regen ist auf Lanzarote sehr selten, da die Berge recht niedrig sind.

Wandern

Obwohl die Berge kaum 700m Höhe erreichen, gibt es durchaus schöne Wanderungen auf Lanzarote, Links zu den einzelnen Tourenbeschreibungen auf hikr siehe unten.

Hilfreich ist der Wanderführer von Rolf Goetz aus dem Rother-Verlag.

Radfahren

Lanzarote eignet sich auch sehr gut zum Radfahren. Das Gelände ist nicht ganz flach, aber auch nicht wirklich steil. Es gibt einen schönen (und beliebten) Radweg zwischen Puerto del Carmen und Costa Teguise über Arrecife am Strand entlang, aber auch auf den normalen Autostraßen ist der Verkehr nicht so dicht. Für Radler, die den deutschen Großstadtverkehr gewohnt sind, alles eher entspannend. Außerdem sind einzelne Straßen zu Via Ciclable erklärt (z.B. die Straße durch das Weinbaugebiet La Geria). Dort wird die Geschwindigkeit auf 60 km/h begrenzt. Schließlich wurde teilweise eine neue gut ausgebaute Autostraße gebaut, die alte Straße verläuft dort weitgehend parallel und hat praktisch keinen Verkehr mehr und eignet sich daher gut zum radeln (z.B. die alte LZ-701 zwischen Yaiza und Playa Blanca die parallel zur neuen LZ-2 verläuft).

In den drei Touristenzentren gibt es zahlreiche Radlverleihe mit einem breiten Angebot verschiedener Räder, außerhalb dieser ist es allerdings schwierig, ein Fahrrad zu mieten.

Die Radltouren werden hier nur kurz beschrieben. Die Tracks zeigen den genauen Verlauf.

Hier gibt es auch noch eine gute Beschreibung von Radtouren auf Lanzarote
Mehr Info über Radfahren auf Lanzarote (Spanisch)

1. Playa Blanca - Salinen von Janubio - Los Hervideros - El Golfo - Yaiza - La Geria - Yaiza

63 km, ca. 700 Hm

Sehr schöne und abwechselungsreiche Runde im Süden. Von Standort Yaiza nach Playa Blanca, um dort ein Radl auszuleihen. Zunächst Richtung Femés, dann an die Westküste mit den Salinen von Janubio und El Golfo mit dem Charco de los Clicos und schönen Fischrestaurants. Weiter nach Yaiza und in das Weinbaugebiet La Geria, wo jeder Weinstock in einer eigenen Mulde steht. Sehr eindrucksvoll. Es gibt zahlreiche Bodegas, wo man den Wein probieren kann (z.B. La Geria, El Grifo mit Weinmusesum in Masdache, Endpunkt im Track).

2. Bike&Hike Timanfaya Nationalpark und Caldera Blanca

3. Puerto del Carmen - Arrecife - Tahíche - Costa Teguise - Puerto del Carmen

55 km, 200 Hm

Von Puerto del Carmen an der Küste entlang auf dem Radweg nach Arrecife (vorbei am Flughafen), von dort ins Land hinein und leicht bergauf nach Tahíche (dort Besuch der Fundación César Manrique) und nach Costa Teguise, von dort an der Küste entlang (größtenteils Radweg) zurück.

4. Puerto del Carmen - Puerto Calero - Playa Quemada - Femés - Playa de Papagayo - Yaiza - Puerto del Carmen

68 km, 700 Hm

Von Puerto del Carmen auf der Straße nach Puerto Calero. Von dort führt ein Wanderweg nach Playa Quemada, mit einem Mountainbike dürfte er größenteils fahrbar sein, Straßenrad muss man eher schieben (3 km). Weiter auf der Straße hoch nach Femés und auf der anderen Seite hinab Richtung Playa Blanca und zu den berühmten Papagayo-Stränden im äußerten Südosten (die letzten Kilomenter Schotterpiste). Zurück über Yaiza (spart den stärkeren Anstieg nach Femés).


Öffentlicher Verkehr

Es gibt ein ganz gut ausgebautes Netz von Busverbindungen. Bis auf El Golfo an der Westküste kann man alle touristisch interessanten Orte mit dem Bus gut erreichen. Teilweise gibt es allerdings nur wenige Verbindungen am Tag, insbesondere in den Norden (Haría, Órzola). Sehr oft verkehren dagegen die Busse zwischen Arrecife und den Touristenzentren. Auch Yaiza, das an der Strecke von Arrecife nach Playa Blanca liegt, ist daher sehr gut angebunden.

In Arrecife gibt es neben der großen Estación de Guaguas (ca. 10 Minuten vom Zentrum entfernt) auch noch einen Intercambiador an der Playa del Reducto, wo insbesondere die Busse nach Süden (Flughafen, Puerto del Carmen, Yaiza, Playa Blanca) halten.

Man kann eine Karte zum kontaktlosen Zahlen erwerben, die auch einen kleinen Rabatt bietet und das ständige Kramen nach dem Kleingeld erübrigt. Wenn die Karte leer ist, kann sie auch im Bus selbst wieder aufgeladen werden. Sehr praktisch.

Alle Fahrpläne unter: https://arrecifebus.com und mit der Moovit App (sehr praktisch mit Karten, die den Weg zu Haltestelle weisen).

Die Orte

In den folgenden Orten habe ich jeweils 2-3 Nächte übernachtet und die Umgebung erkundet:
  • Die Hauptstadt Arrecife lohnt durchaus einen kurzen Aufenthalt. Schön sitzt man in den Restaurants um den Charco de Ginés. Ansonsten gibt es die alte Kirche und Castillo de San Gabriel mit dem kleinen Museum zu besichtigen. Es gibt auch Strände. Die neue Marina, wo die Kreuzfahrtschiffe anlegen, wirkt recht ausgestorben. Außerdem kommt man von Arrecife am einfachsten mit dem Bus in alle Richtungen und kann Wanderungen in praktisch allen Teilen der Insel unternehmen.
  • Yaiza ist eine kleine hübsche Stadt, die im Süden zwischen Arrecife und Playa Blanca und in der Nähe des Timanfaya Nationalparks und von El Golfo liegt. Gute Anbindung mit dem Bus an Arrecife und Playa Blanca. Guter Ausgangspunkt für Radtouren, es gibt allerdings keinen Radlverleih (sondern nur in Playa Blanca). Auch guter Ausgangspunkt für Wanderungen.
  • Órzola ganz im Norden ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen im Norden der Insel und für einen Besuch der kleinen Nachbarinsel La Graciosa (nun offiziell die achte kanarische Insel), zu der von Órzola eine gute Fährverbindung besteht.
  • Puerto del Carmen: Das größte Touristenzentrum der Insel mit langen Stränden und einer Strandpromenda von 8km, an der sich Restaurant an Shop reiht. Aber auch kein schlechter Ausgangspunkt für Radtouren im Süden und Südosten der Insel.
Einen Besuch lohnen auch Teguise (alte Hauptstadt), Haría (im Tal der 1000 Palmen mit Casa Museo Manrique), Tahíche (mit Fundación César Manrique), El Golfo

César Manrique

Der berühmte Künstler und Architekt hat die Insel geprägt. Man kommt praktisch zwangsläufig an seinen Werken vorbei (Fundación César Manrique in Tahíche, Casa Mueso in Haría, El Diablo-Restaurant im Nationalpark Timanfaya, Mirador del Río im Norden, Jameos del Agua im Norden ...).

Die Wandertouren

Hike partners: Luidger


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Geodata
 43558.gpx Peñas del Chache
 43559.gpx Atalaya de Femés
 43560.gpx Parque Nacional de Timanfaya
 43561.gpx Caldera Blanca
 43562.gpx Mancha Blanca - Playa Blanca
 43563.gpx La Graciosa
 43564.gpx Monte Corona
 43565.gpx Playa Blanca - El Golfo - La Geria
 43566.gpx Puerto del Carmen - Tahíche - Costa Teguise
 43567.gpx Puerto del Carmen - Playa Quemada - Femés - Playa de Papagayo

Gallery


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