Fäldmenegg und Ämmenegg


Published by Mo6451 Pro , 1 July 2018, 20h21.

Region: World » Switzerland » Solothurn
Date of the hike: 1 July 2018
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-BL   CH-SO 
Time: 5:00
Height gain: 733 m 2404 ft.
Height loss: 814 m 2670 ft.
Route:14,06 km
Access to start point:S 3 Basel - Laufen: Bus 111 Laufen - Zullwill Dorf
Access to end point:Bus 70 Reigoldswil Dorf - Liestal; cff logo Liestal - Basel
Maps:map.wanderland.ch, komoot

Der Sommer meint es gut mit uns. So warme Temperaturen sind eine Freude, vor allem, wenn die Wanderwege durch den schattenspendenden Wald führen. Und das war bei mir heute meistens der Fall. Aber auch der Wald stöhnt etwas unter den warmen Temperaturen. Sein Boden ist knochentrocken und die Blätter hängen lustlos am Baum.

Meine Wanderung beginnt heute in Zullwil und führt mich zuerst hinauf zur Ruine Gilgerberg. Da ist heute Mittelaltermarkt, ncht eintrittsfrei. Aber ich muss keinen Wegezoll bezahlen. Ich schaue mir die Stände rechts und links des Weges an. Mir tun die Akteure leid in den mittelaterlichen Kostümen, denn auch hier oben ist es recht warm. Und dann noch dieses ganze Schwein am Grill.

Nachdem ich den Markt verlassen habe, biege ich bald links ab zu den Ibachfällen. Ein schmaler Pfad, der dort hinauf führt. An den kritischen Stellen mit Ketten gesichert. Und dann der Ibachfall, ein tröpfelndes Nichts, den Wasserfall muss ich mir heute denken.

Weiter geht es über eine Brücke uns später erreiche ich eine breite Forststraße, der ich bis zum Abzweig Portiflue folge. Auch hier führt ein schmaler Pfad hinauf. Auf diesem Weg begegne ich zum ersten Mal einem Wanderer, eine Seltenheit heute.

Die Aussicht auf der Portiflue ist bescheiden, deshalb halte ich mich nicht lange auf. Abstieg auf dem selben Weg bis zur Forststraße und diese hinunter bis zur ersten Haarnadelkurve.

Dort geht es jetzt unmarkiert links ab auf recht guter Spur. Der Pfad führt aufwärts, ist teilweise schon recht zugewachsen und endet am Ende wieder auf dem Wanderweg und kurze Zeit später auf der Straße.

Dieser folge ich, bis ich am Straßenrand linkerhand den Hinweis auf St. Fridli finde. Jetzt wird es spannend. Direkt hinter der Kurve windet sich der Pfad in vielen Serpentinen abwärts. Immer mal nehme ich mein GPS zu Hand, um zu sehen, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Es gibt nur diesen einen.

Unten angekommen verschlägt es mir fast die Sprache. Ein gigantischer Felskessel tut sich auf, links des Weges überall kleine Höhlen. Leider fließt auch hier kaum Wasser, sonst könnte man eine Dusche nehmen.

In dem Kessel gibt es jetzt zwei Möglichkeiten, oben der Felswand entlang folgen oder direkt in den Gießen absteigen und an der Wassermulde queren. Ich entscheide mich für Variante eins, denn hier hat man einen wunderbaren Blick in die kleinen Höhlen.

Auf der anderen Seite geht es nun auf ebenfalls schmalen Pfad die Felswand wieder hinauf. Hier überquere ich den Grat der Feldmenegg und steige auf schmalem Pfad hinunter zu den Sigbachfällen.

Diese sind heute noch trauriger, da fließt gar kein Wasser. Lediglich in den Mulden steht eine schon angegrünte Brühe.

Der Wanderweg führt nun entlang des Sigbachs bzw. dem leeren Schotterbett. Alles trocken. Trotzdem muss ich immer wieder über Brücken die Seite wechseln.

Um den Abzweig zur Ämmenegg nicht zu verfehlen, muss man in dem hohen Gemüse immer wieder auf die Spuren achten. Durch das dichte Grün geht es nun aufwärts Richtung P 907. Zuerst folge ich hier der guten Spur, aber die führt abwärts, dass kann also nicht richtig sein.

Wieder zurück sehe ich jetzt auf der rechten Seite eine Spur, die über einige kleine Felsen aufwärts führt. Das muss der Weg auf den Grat der Ämmenegg sein. In der Tat, oben angekommen sehe ich vor mir den Weg.

Nun beginnt eine wunderbare und klassische Juragratwanderung. Ungefähr auf der Mitte wechsle ich gleich mal den Kanton, von Solothurn nach Basel Landschaft und weiter aufwärts geht es zum höchsten Punkt P 1053. Immer mal wieder lassen die Bäume eine Aussicht in die weite Landschaft zu.

Erst geht es noch in ständigem Auf und Ab zu P 1040, dann aber beginnt der kurze und knackige Abstieg, der mich hinunter zum Wanderweg führt.

Jetzt wieder auf dem Wanderweg hinunter nach Ulmethöchi bin ich voll der Sonne ausgesetzt. Da freue ich mich über jeden Windhauch. Bei Ulmethöchi ist zum ersten Mal mein Ziel Lauwil ausgeschildert. Jetzt heißt es erst mal Asphalt treten, bis der Wegweiser ungefähr bei P 881 auf die benachbarte Weide zeigt.

Den Weg muss ich mir mit den Kühen teilen, aber diese haben sich bei der Hitze weiter oben unter den Bäumen aufgehalten. Welch ein Glück.

Der Wanderweg führt über Lauwilerberg vorbei an Kirschbäumen. die hängen noch voll, aber ich probiere von jedem Baum nur eine Kirsche. Will mich ja nicht beim Mundraub erwischen lassen. Obwohl heute bei der Hitze so gut wie keiner unterwegs ist.

In Lauwil  befrage ich die SBB App, wie ich den jetzt nach Hause komme. Es ist gerade 14 Uhr und der nächste Bus fährt erst um 16.55 Uhr. Nach erneuter Befragung der App sehe ich, dass von Reigoldswil halbstündlich ein Bus zum Bahnhof Liestal fährt. Also weiter nach Reigoldswil.

Auf dem Weg dorthin folge ich konsequent den Wanderwegmarkierungen und diese führen mich noch durch eine wunderbare Schlucht, obwohl dieser Weg einen Umweg macht.

Alternativ könnte man von Lauwil hinuter zur Hauptstraße gehen und auf dieser dann nach Reigoldswil. Keine schöne Alternative, denn der Weg ist gnadenlos der Sonne ausgesetzt.

Angekommen in Reigoldswil ist der Bus gerade ein paar Minuten weg. Macht nichts, das Café am Dorfplatz hat geöffnet und schattige Plätze. Jetzt erst mal ein kühles Getränk und weil ich immer noch keinen Hunger habe gibt es nur eine kleine Marzipanrolle. Die versüsst die Zeit bis zur nächsten Busankunft.

Von Reigoldswil dann über Liestal zurück nach Basel. Hier und bei meinem Zuhause ist die Hitze fast unerträglich. Dafür belohne ich mich noch mit einem leckeren italienischen Eis auf dem Weg nach Hause.

Tour solo

Hike partners: Mo6451


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Comments (1)


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Henrik says: Narrativer Beginn....
Sent 2 July 2018, 12h51

> Aber auch der Wald stöhnt etwas unter den warmen Temperaturen. Sein Boden ist knochentrocken und die Blätter hängen lustlos am Baum.



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