Rheintaler Inselberge – Ardetzenberg in Feldkirch und Liebfrauenberg in Rankweil


Published by Seeger Pro , 18 March 2018, 22h45.

Region: World » Austria » Außerhalb der Alpen » Vorarlberg » Rheintal
Date of the hike:16 March 2018
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Route:Ardetzenberg 631m und Liebfrauenberg 501m
Access to start point:Die angefügten Karten helfen Dir beim Auffinden der Örtlichkeiten (Parkplatz, etc.)
Accommodation:Jausestation beim Wildpark Ardetzenberg
Maps:Swissmap 1:25'000

On the road again. Wieder auf der Jagd nach Rheintaler Inselbergen und ihrer Geschichte. Dieses Mal geht’s ins Vorarlberger Rheintal, nach Feldkirch und Rankweil ins Herz der Mittelalterlichen Geschichte um die Herren von Montfort.

Ardetzenberg 631m, Feldkirch
Woher kommt der Name? Langes Suchen ergibt die halbwegs glaubwürdige Erklärung: Dieser wurde 1327 mit der keltischen Bezeichnung Ardetjo zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Verwandt mit der Bezeichnung  Ardennen?

Auf dem Parkplatz des Wildparks starte ich und folge dem rechts abzweigenden Weg bis zur Jausestation. Dort kehre ich ein und genehmige einen feinen Salat mit Pouletstreifen. Der Wildpark erstreckt sich über eine sehr grosse Fläche, teils im Wald. Kinderspielplatz. Viele Infotafeln und ein Waldlehrpfad. Schön sind die verschiedenen Tiergehege.

Nun suche ich den höchsten Punkt, welcher im Wald nicht leicht zu finden ist, da neue Strassen auf meiner Karte fehlen. Der Wald wird sehr stark gelichtet und nach einem Nachwuchs-Konzept durchforstet. Teils auch radikal.
Nach der ohne grosse Höhendifferenz zurückgelegten Wanderung kehre ich zum Parkplatz zurück. Da der Ardetzenberg stark bewaldet ist, hält sich die Aussicht in Grenzen.

Ein Besuch mit der Familie ist sehr zu empfehlen. Eintritt frei. Kollekte.

Liebfrauenberg 501m, Rankweil
Auch dieser Inselberg ragte über den einstigen Bodensee. So ist es logisch, dass er schon in der Jungsteinzeit besiedelt war. Die Römer nutzten den Sporn als Festung. Im 8. Jahrhundert bauten die Bischöfe von Chur eine Kapelle. Im 12. Jahrhundert erbauten die Udalrichinger eine Burg, welche später von den Grafen von Montfort übernommen wurde. Die alte Burgkapelle entwickelte sich im 14. Jahrhundert zu einem beliebten Wallfahrtsort. Unruhige Zeiten – die Schweden und auch die Appenzeller taten das Ihrige dazu – folgten und so entschied man sich nach Plünderung und Brandschatzung die neue Kirche in Form einer Burg wieder aufzubauen.

Die Symbiose von Kirche und Burgfestung ist eindrücklich und erinnert an „Ein feste Burg ist unser Gott“. Krass sind die Türen vom Wehrgang (mit super Aussicht auf Rankweil und Umgebung) direkt in die Kirche/Kapelle.

Doch der Besuch der Kapelle lässt alles Irdische in den Hintergrund verdrängen. Die Intimität des barocken Raumes mit dem vergoldeten Altar hat mich ergriffen…lange sitze ich da.
Noch zuhause beim Schreiben dieses Berichtes überkommt mich das Gefühl, das mir in dieser Umgebung von sichtbarer Gewalt beim Betrachten der wunderschön dargestellten Botschaft des Glaubens und Friedens widerfahren ist.

Wallfahrtsort und Basilika erstrahlt auch 2018.

Hike partners: Seeger


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