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Puflatsch (2174 m) - unter Riesen


Published by 83_Stefan , 30 October 2017, 09h28.

Region: World » Italy » Trentino-South Tirol
Date of the hike:29 April 2017
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: I 
Time: 4:30
Height gain: 700 m 2296 ft.
Height loss: 700 m 2296 ft.
Access to start point:Von Kastelruth auf der Straße in Richtung Kompatsch. An der Kontrolle zweigt scharf links eine kleine Straße ab, dort einige kostenfreie Parkmöglichkeiten.
Maps:Kompass online.

Dort wo die Spastelruther Katzen jaulen lässt sich 83_Stefan schnell vergraulen und er flieht vor den Touristenmassen, denn er kann es nur mit Mühe fassen, dass im Tal die Menschenmassen kaum noch in die Gassen passen. So bindet er die Schuhe zu und steigt hinauf in aller Ruh, ein naher Berg dort ist das Ziel. Nein, nicht der Hohe - der wär zu viel! Nur was Kurzes soll es sein und da fällt ihm der Puflatsch ein...
Mitten in der südtiroler Felsarena zwischen Schlern, Langkofel und der Geislergruppe erhebt sich der Puflatsch. Manch einer wird jetzt wohl sagen "Puflatsch? Noch nie gehört!" und in der Tat hat der Berg natürlich keinen so großen Namen wie die Riesen, die im Rund um ihn Spalier stehen. Aber lohnend ist er allemal, denn er bietet beste Blicke auf die großen Namen nebenan. Zudem ist der Puflatsch selbst interessant, denn bei ihm handelt es sich um eine Randerhebung der Seiser Alm, der größten Hochalm Europas und als Plateaustock bricht er steil ins Tal ab. Man könnte es sich leicht machen und weit mit der Gondelbahn oder dem Auto hinauf fahren, aber viel schöner ist es, wenn man sich den Puflatsch "by fair means" wandernd erarbeitet.


Südlich von Kastelruth beginnt die Tour an der Kontrollstelle der Straße, auf der man hinauf nach Kompatsch fahren kann. An der Touristeninformation zweigt scharf nach links ein Sträßchen ab, an dessen Beginn sich eine kleine Parkbucht (kostenfrei) befindet. Hier beginnt die Tour.

Man folgt dem Teersträßchen ein paar Meter weiter zu einer Sitzbank, wo ein Steig abzweigt. Auf ihm geht es durch den Wald nach oben, bis er eine Forststraße erreicht. Auf ihr links weiter. Bald vereinigt sich diese mit einer weiten, von rechts kommenden Schotterstraße und erreicht nach einem künstlich angelegten Teich die Marinzenhütte.

Vor der Marinzenhütte wandert man nach rechts - zuletzt etwas absteigend - hinüber zur Schafstallhütte, die am unteren Ende einer kleinen Lichtung steht. Hier beginnt der eigentliche Gipfelanstieg auf einem hübschen Steig.

Am Rande der Lichtung geht es aufwärts, bis der Steig in den Wald hinein leitet. Schließlich erreicht er nach einem weiten Linksbogen eine urige, kleine Jagdhütte, die sich für eine Brotzeit anbietet. Hier biegt der Weg nach Südosten, später nach Süden um und führt durch den Wald an eine Steilstufe heran. Am Rande einer Geröllzunge geht es mithilfe von Treppen aufwärts, weiter oben wird das Geröll gequert. Dann führt der gut trassierte Steig durch die bewaldete, steile Flanke auf die weite Hochfläche hinauf, dabei wird ein originelles Gatter mit geschnitzter Holzgrimasse überstiegen. Erstaunlich, wie die Horizontale die Vertikale abgelöst hat! Der Aufstiegsweg trifft am Rande des Hochplateaus auf einen Steig, dem man in wenigen Minuten nach links zu einem netten Aussichtspunkt mit Kreuz und Sitzbank folgt. Hier hat man wirklich lohnende Ausblicke über das Eisacktal in die Sarntaler Alpen.

Man folgt dem flachen Weg durch freies Gelände weiter zur Arnikahütte, die durch einen Fahrweg erschlossen ist, der quer über das weite Plateau führt. An der Hütte beginnt der Steig, der nach links durch mäßig geneingtes Gelände zum Gollerkreuz über den Hexenbänken führt. Hier knickt der Steig nach rechts ab und führt am Rande dr Plateaufläche entspannt hinauf zum Puflatsch, dem höchsten Punkt des Plateaus. Dort finden sich zahlreiche Steinmänner und die Blicke über die riesige Hochfläche auf die gewaltigen Kalkburgen lassen keine Wünsche offen. Über das Eisacktal schaut man in die weitläufigen Sarntaler Alpen und man erhascht sogar ein paar Blicke zum Alpenhauptkamm. Der Gipfel ist recht weitläufig und bietet sich daher für eine ausgedehnte Rast im Gras an.

Auf dem Anstiegsweg geht es wieder hinunter. Wem das zu fad ist, der kann optional noch eine Umrundung des Plateaus anhängen und dann erst absteigen.

Schwierigkeiten:
Über Marinzen- zur Schafstallhütte: T1 (kurze Etappe im Wald auf breitem Steig, sonst Fahrweg).
Anstieg zum Gipfel: T2 (steile Hänge werden auf guter Trasse gequert, am Plateau T1; Vorsicht bei Schnee!).

Fazit:
Eine reizvolle 3*-Wanderung, die ganz von den beeindruckenden Blicken zu den gewaltigen Nachbarbergen lebt. Der Anstieg zum Gipfelplateau ist recht kurzweilig und bietet hübsche Blicke über das Eisacktal in die Sarntaler Alpen.

Mit auf Tour: Jen.

Kategorien: Dolomiten, 3*-Tour, 2100er, T2.

Hike partners: 83_Stefan


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Geodata
 37857.gpx Tourenskizze (kein GPS)

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