Widderstein im Kleinwalsertal - im Reich der Murmeltiere und Steinböcke


Published by Erdinger , 10 July 2016, 16h14.

Region: World » Austria » Nördliche Ostalpen » Allgäuer Alpen
Date of the hike: 9 July 2016
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Mountain-bike grading: F - Easy
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Time: 7:15
Height gain: 1350 m 4428 ft.
Height loss: 1350 m 4428 ft.
Route:Mit dem Fahrrad ca. 5,5 km gesamt, zu Fuß gut 10 km, also ca. 15-16km insgesamt
Access to start point:A 96 München - Lindau, über die B12 Richtung Oberstdorf - nach dem MC Donalds kurz vor Oberstdorf im Kreisel rechts Richtung Kleinwalsertal und dort bis zum letzten Ort (Baad). Hier entweder am sehr großen Wanderparkplatz parken oder im Ort übernachten.
Accommodation:Zum Beispiel Hotel Walli in Baad
Maps:Kompass Nummer 03

Der Widderstein in den Allgäuern Alpen faszinierte uns bereits auf Bildern, zudem wird die Aussicht ja in allen Berichten gerühmt. Da Evi und ich noch nie zusammen in den Allgäuer Alpen beim Wandern waren (sie sind halt leider sehr weit weg von uns), beschlossen wir, diesem großartigen und markanten Berg aufs Haupt zu steigen. Die Wetterprognosen waren ja auch für Samstag richtig gut. Da die Tour fast ins Wasser gefallen wäre, zeigt der folgende Bericht. 

Wir hatten uns kurzfristig im Hotel Walli im Örtchen Baad am Ende des Kleinwalsertales einquartiert. Von hier kann man direkt losstarten. Wir hatten uns entschieden, die Bergräder mitzunehmen, kann man doch  zur Bärgunthütte ganz schön und in angenehmer Steigung hinaufradeln. 
Um 6.30 gings dann mit den Rädern los, das Wetter war aber gar nicht so schön wie angekündigt. Nach knapp 30 Minuten radeln (wir wählten bei der Abzweigung den rechten Weg, der etwas direkter und angenehmer zu radeln zur Bärgunthütte führt) kamen wir bei der Hütte an und wir legten dort erst einmal eine Zwangspause ein, da es ganz schön zu schütten begann. Nach über 30 Minuten Pause stapften wir dann der Beschilderung folgend endlich los. Zunächst noch auf breitem Wirtschaftsweg, der ab Betreten des Waldes immer schmaler wird. Nun geht es zunächst ein kurzes Stück flach dahin, bevor der Steig immer steiler nach oben und durch eine wunderschöne, urwaldähnliche Landschaft zieht. Bei ca. 1580 m.ü.N. mussten wir bei einer netten Sitzbank unter Fichten erneut eine Zwangspause einlegen. Da wir ganz ordentlich ausgerüstet waren, brachen wir dann im Regen auf und gingen einfach weiter. Wir erreichten eine landschaftlich großartige Hochfläche, furteten zwei Bächlein und stiegen weiter auf bis zum Hochalppass. Der Regen wurde immer schlimmer und auch ein stürmischer Wind setzte nun noch ein. Irgendwie setzte Frustration ein und wenn die Widdersteinhütte nicht in greifbarer Nähe gewesen wäre, hätten wir vermutlich den Rückzug (nicht zum ersten Mal in diesem Jahr!) angetreten. Wir nahmen dann den direkten Weg zur Widdersteinhütte und machten dort erstmal ausgiebig Pause. Irgendwann musste es doch mal aufreißen! 
Und siehe da, nach über einer Stunde des geduldigen Wartens besserte sich das Wetter zumindest ein wenig und der Regen kam nicht wieder. Wir starten von der Hütte und erreichten schnell den Einstieg des finalen Aufstiegs zum Widderstein: Ein Warnschild weist auf Gefahren hin und nach gut einer Stunde ab Einstieg und purer Genusskraxelei standen wir endlich am Gipfel dieses gigantischen Berges. Die vielgepriesene Aussicht wurde uns zwar verwehrt, dennoch war es ein schönes Gefühl, hier oben zu stehen. Nach über 30 Minuten Pause stiegen wir vorsichtig wieder bis zum Warnschild ab. Man braucht in etwa genauso lang wie für den Aufstieg, muss man doch extrem auf Steinschlag achten. 
Vom Einstieg gingen wir nach rechts Richtung Hochalpsee (kurzes Stück T3) und von dort auf bekanntem Wege wieder bis zur Bärgunthütte. Von da fuhren wir den anderen Weg (Panoramaweg) nach kurzem Gegenanstieg via Widdersteinalpe auf schottrigem Weg zurück nach Baad. 

Wissenswertes: 
  • Fahrradunterstützung (L) ist toll, aber dann kann man keine Rundtour über die Gemstelalpe machen
  • Der Steig bis zur Widdersteinhütte ist für so ziemlich jedermann machbar und außerordentlich schön. (T2)
  • Es sind sehr viele Menschen am Widderstein unterwegs, am Wochenende muss man entweder sehr früh oder sehr spät dorthin, um den Menschenmassen einigermaßen aus dem Weg zu gehen
  • Ich denke, dass man beim Schlussanstieg unbedingt einen Helm aufsetzen sollte, da die Rinne und der gesamte Aufstieg steinschlaggefährdet ist, bedingt durch die vielen Wanderer. 
  • Der letzte Aufschwung ist durchaus anspruchsvoll (T4), man muss schon des Öfteren Hand anlegen, das macht aber Spaß! 
  • Man sollte dem Seekopf (man quert ca. 15 Höhenmeter unter ihm auf dem Weg zum Widderstein/Widdersteinhüte), unbedingt noch einen Besuch abstatten. Einfach auf der Wiese hoch, tolle Aussicht von oben, vor allem zum Widderstein. 
  • Am Widderstein gibt es viele Steinböcke. Wir haben leider keine gesehen. 

Hike partners: Erdinger


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