Grenzwanderung Schweiz * Etappe 29 * La Plaine - St. Julien en Genevois


Published by laurentbor , 28 March 2016, 20h56.

Region: World » Switzerland » Genf
Date of the hike:18 March 2015
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: F   CH-GE 
Time: 5:45
Height gain: 445 m 1460 ft.
Height loss: 339 m 1112 ft.
Route:22.9 km

Diese Wanderung zum westlichsten Zipfel der Schweiz ist wirklich eine tolle Entdeckungstour durch unbekannte Dörfer und stille Wälder - und natürlcih entlang der breiten Rhone. Gleich zu Beginn überquert man bei La Plaine den mächtigen Fluss der immer noch 500 Kilometer bis zum Meer zurücklegen muss und steigt hoch auf das Plateau bei Avully.

Nun geht die beschauliche Wanderung durch die kleinen landwirtschaftlich geprägten Dörfer der Champagne genèvois. Vorbei an Pferden, blühenden Wiesen und einer Katzenpension geht es immer weiter westwärts, mit grandiosem Blick auf die schneebedeckten Jurahänge. Die Champagne hat nichts mit dem Champagner zu tun - dieser stammt aus der gleichnamigen Region in Nordostfrankreich. Die Genfer Landschaft bezeichnet ein Gebiet, welches den Grafen von Genf gehörte und ab 1815 Teil des neugegründeten Kantons wurde.

Bei Chancy hat man das westlichste Dorf des Landes erreicht, welches gemütlich über der Rhone thront und nach Frankreich hinüber schaut. Bereits vor vielen hundert Jahren war Chancy ein Grenzort, den die Rhone bildete die Grenze zwischen zwei römischen Provinzen - eine Villa mit Mosaiken steht immer noch etwas südlich des Dorfes.

Nun folgt ein wunderschöner Pfad vorbei an Sand- und Kieselstränden, vorbei am Flusskraftwerk Chancy-Pougny von 1924 und weiter durch einen Auenwald. Nach etwa 45 Minuten steht man an einer Lichtung mit einem rostigen Stahlkonstrukt in der Rhone. Der Blick auf die Karte verrät - dies ist der westlichste Punkt der Schweiz. Eine kleine Messstation steht ebenfalls hier. Abgesehen davon gibt es keine Infotafel wie am südlichsten oder nördlichsten Punkt des Landes.

Ein kleiner Pfad schlängelt sich, nun gegen Osten, durch den grossen Bois-de-Bouchets bis man auf den Flusslauf der Laire trifft. Auch dieser Fluss ist sehr natürlich geblieben und entzückt durch schöne Sandbänke und viele Vogelarten die herumschwirren. Ein guter Ort für eine Pause.

Nun geht es leicht hinauf in das schöne Weinbaudorf Sézegnin - überall stehen grosse und überdachte Brunnen wo früher die Waschweiber ihren Klatsch und Tratsch austauschten. Die Häuser sind hübsch verziert und mit ausladenden Toren stehen sie mächtig an der Dorfstrasse. 

Über staubige Strässchen geht es nach Soral, der südlichsten Gemeinde des Kantons - auch hier ein paar hübsche Rebbauhäuser. Ich schreite nun flott nach Norcier in Frankreich und dem Städtchen St. Julien en Genevois. Hier fährt ein Nahverkehrsbus zurück nach Genf. Ich komme wieder!

Hier gehts zur Etappe 30

Hike partners: laurentbor


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