Südlicher Bullkopf 2848m und Nördlicher Bullkopf 2817m - Die Bullen sind geritten


Publiziert von georgb Pro , 20. September 2015 um 10:12.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:19 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T6- - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Zeitbedarf: 10:00
Aufstieg: 1900 m
Abstieg: 1900 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Pustertal-Toblach-Höhlensteintal-Parkplatz Lückelescharte
Kartennummer:Tabacco Sextener Dolomiten

"Wollen wir die Bullköpfe "rocken"?" fragt mich der Schnegga Michl aus Toblach. Schon lange schweben ihm die zwei Bullen im Kopf herum und zweimal braucht er mich nicht zu fragen.
Also machen wir uns auf über den Mitteralplsee zu den zwei unbekannten Gipfeln. Als erster ist der südliche, etwas höhere Bullkopf an der Reihe. Über steilen Schotter wühlen wir uns hinauf zur Scharte rechts des Gipfelaufbaus. Ab hier ist der Weg mit Steinmännern markiert und führt durch das Felsengewirr um den Gipfel ostwärts herum. Teils im unteren 2. Grad, teils über Schotter und brüchige Felsen stehen wir nach vier Stunden am höchsten Punkt. Gewaltige Ausblicke erwarten uns, das Reich der Sextener Dolomiten strahlt im 360 Grad Panorama.
Auch der Nordgipfel schickt einen Gruß herüber und keine Frage, wenn wir schon mal hier sind... Also steigen wir zurück und rutschen über den Schotter unter die mächtige Westwand auf der Suche nach dem Zustieg. Eine verlockende Rinne führt zur Scharte zwischen den beiden Bullköpfen. Mühsam quälen wir uns hinauf und erkennen zu spät die Sackgasse. Spärliche Steinmänner hätten weiter unten schon auf die Westseite geführt. Noch sind wir motiviert, auch 100 Extrahöhenmeter und eine halbe Stunde Zeitverlust können uns nicht mehr aufhalten. Über rustikales 2er Gelände mit viel Schutt ist auch der nördliche Bruder schnell erreicht, noch lohnender, mit freien Blicken in alle Richtungen. Nach dem obligatorischen Jodel-Jauchzer und Gipfelbrotzeit halten wir die Pracht auf der Speicherkarte fest und steigen vorsichtig ab.
Das Gelände erfordert Aufmerksamkeit und nach 1900 Höhenmetern verlieren die Oberschenkel langsam ihre Spannkraft. Trotzdem nehmen wir uns Zeit für ein paar zusätzliche Steinmänner, den überflüssigen Ausflug in die Horrorrinne wollen wir Nachgängern ersparen.
Es folgt eine lustige Geröllfahrt und der lange Abstieg durch die verträumte Schafalm am einsamen Mitteralplsee vorbei zurück ins Höhlensteintal. Spät ist es geworden, der Kaiserschmarrn fällt aus, doch der Weg hat sich trotzdem mehr als gelohnt für die beiden glücklichen "Bullenreiter" ;-)

Tourengänger: georgb


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Kommentare (2)


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ADI hat gesagt:
Gesendet am 21. September 2015 um 13:07
Berge, von deren Existenz ich noch NIE was gehört hab.......

;-)

VLG!

georgb Pro hat gesagt:
Gesendet am 21. September 2015 um 14:42
Da liegt sogar ein Gipfelbuch rum. Jedes Jahr mindestens ein Eintrag ;-) Würde dir auch gefallen!
Grüße Georg


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