Hintere Schöntaufspitze (3325m) - Mein erster MTB-Dreitausender


Publiziert von AIi , 14. Oktober 2015 um 18:45.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:10 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Mountainbike Schwierigkeit: S - Fahrtechnisch schwere Tour
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1400 m

Mal einen Berg mit einer Höhe über 3000m mit dem MTB bezwingen und hinterher abfahren - eine etwas verrückte Idee, in der Umsetzung dann jedoch gar nicht mehr so verrückt. 
Im Hochgebirge kann man nämlich oft über Skigebiete mit dem MTB ziemlich weit hinaufradeln, ein gutes Beispiel dafür ist das Skigebiet von Sulden, bis auf 2900m führt hier ein Fahrweg. Das restliche Stück besteht allerdings aus Schieben und Tragen - durch unwirtliche Felslandschaft bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Beim Downhill von 3325m kam zu guter Letzt noch ein kleiner Schneesturm auf, etwas verrückt wars also doch...


Los gehts am oberen Ortsende von Sulden, am Parkplatz der großen Kabinenseilbahn. Die ersten 700hm könnte man auch mit selbiger abkürzen, wir wollen uns den Gipfel aber ohne Hilfsmittel er"treten". Also radeln wir meist direkt unter der Seilbahn über einen bisweilen wirklich sehr steilen Fahrweg hinauf zur Bergstation der Kabinenbahn auf 2600m, Schieben ist ab und an sinnvoller. Hier hat man die größten Anstrengungen im Sattel bereits hinter sich, der anschließende Fahrweg zur Madritschhütte ist im Vergleich doch etwas flacher und durchweg fahrbar. 
Dort angelangt folgt man den Schildern zum Madritschjoch (mit 3123m übrigens der höchste Transalp Pass), den breiten Wanderweg dorthin schiebt man jedoch am besten großteils. Der steile Schlussanstieg ist bei nicht optimalen Witterungsbedingungen gerne (Schnee)matschig und unagnehm. Zumindest eine Gruppe rüstiger E-MTB Fahrer, welche mich vorher surrend wie grinsend überholt hatten, blieben hier etwas stecken.

Für den "Ersten MTB - Dreitausender" reicht ein Joch allerdings nicht aus, ein Gipfel muss her. Also wird das Radl geschultert und in nördlicher Richtung über einen Wanderweg noch 200hm hinaufgetragen. Der Aufstieg besteht hier aus steilen und etwas felsigen Stufen mit zwischenliegendem eher flachen Gelände. Die Stufen erwiesen sich als meist schlecht Fahrbar, die Flachstücke inklusive Gipfel gehen allerdings ganz gut. (Ich bin ca. 50% gefahren)

Der Gipfel der Hinteren Schöntaufspitze ist dann genauso unspektakulär wie der Name, eine flache Kuppe mit kleiner Wetterstation.  Wie auch Tags zuvor war es am Gipfel unangenehm kalt, zu allem Überfluss zog auch noch ein kleiner Schneeschauer durch - solche Bedingungen ist der MTBler gewöhnt... Also schnell in den Sattel und alles wieder retour, nur wesentlich schneller natürlich. Im untersten Abschnitt dann wohl etwas zu schnell, eine Speiche segnet nämlich das Zeitliche.

Schwierigkieten:
Sulden - Madrtitschjoch: T1, L-WS
Gipfelanstieg Hintere Schöntaufspitze: T2 , S (fahrtechnisch schwer)

Tourengänger: AIi


Galerie


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Kommentare (2)


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Grimpeur hat gesagt: AliAigner
Gesendet am 18. Oktober 2015 um 00:02
wird immer extremer! Da wäre mir nichts so weit oben mit dem rad.....1000m tiefer reicht^^

AIi hat gesagt: RE:AliAigner
Gesendet am 18. Oktober 2015 um 09:55
Merci dir!
Wenn man's klettern mal satt hat, ist des eine coole Abwechslung da auch actionreich - kannst ja mal ausprobieren :D


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