Zwei Stöcke und ein Stöckli über dem Durnachtal - Bike & Hike ab Linthal


Publiziert von PStraub , 9. September 2015 um 18:35.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum: 9 September 2015
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Mountainbike Schwierigkeit: L - Leicht fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Chärpfgruppe 
Aufstieg: 2050 m
Abstieg: 1500 m

Bei den Stöcken und Stöckli handelt es sich um den Bützistock (2340 m), den Hanenstock (2561 m) und das Chalchstöckli (2499.8 m). Die lassen sich auf verschiedenen Rundwanderungen gemeinsam besteigen. Eine davon habe ich heute gemacht.
 
Mit dem Auto bis P. 743, das ist vor der Durnagelbrücke, wo man gut parkieren kann. Ab hier per Bike bis dort, wo auf der Karte die Abzweigung der Wegspur nach Heustafel eingezeichnet ist (ca. 1355 m). Kurz davor hat es einen schönen Wegweiser "Heustafel", der spurlos quer über die Weide zeigt.
 
Der Weg nach Heustafel ist nicht zu verfehlen und gut begehbar. Allerdings wird hier keiner fragen: "Wann fängts an zu steigen?" - es geht wahrlich zackig bergauf.
 
Auf gut 1800 m wird das Gelände weiter und sanfter. Nachdem ich in letzter Zeit immer wieder den besch** Zustand unserer Alpen kritisiert habe, hier ein grosses Lob: Die Alp Heustafel ist alpines Traumland. Nicht überweidet, nirgends vergandet oder zugewachsen, kaum Lägerkraut: Besser gehts nicht!
 
Unterwegs habe ich zwei Männer gekreuzt, die man als Jäger bezeichnet hätte, wenn sie 1) eine Flinte dabei gehabt hätten und 2) nicht in einem eidg. Jagdbann unterwegs gewesen wären. Dann sind mir die neuen rot-blauen Markierungen in den Sinn gekommen: Unter strengen Einschränkungen darf neuerdings auch hier auf Hirsche gejagt werden. Die haben da oben vermutlich gepasst.
 
Ich bin bei der Seilbahnstation mehr oder weniger gerade auf dem wenig markanten Grat hinauf. Das geht bis zum Weidezaun fast von selbst, und darüber ist es immer noch sehr gutgängig. Das Gelände wird zunehmend steiler, bietet aber perfekte Tritte, oben ein gutes T4. 
 
Den Grat habe ich im Sattel südöstlich des Bützistocks erreicht und bin dann soweit abgestiegen, dass ich in die Verschneidung im Osten des Gipfels einsteigen konnte. Erst bin ich zum Gipfelbuch, dann zum eigentlichen Gipfel aufgestiegen (T4+). Noch war die Sicht recht gut - bei weitem nicht wie die Prognose versprochen hatte, aber ganz passabel. 
 
Dann weiter auf dem Heuergrat zum Hanenstock. Dabei habe ich auch die Heuerstöck (P. 2334) überschritten, so wären es im Titel sogar vier Stöck(-e/-li).
Der Hanenstock lässt sich von Westen problemlos besteigen, mittlerweile hat es hier eine recht gute Wegspur (T3). Abgestiegen bin ich ebenfalls hier und dann die Höhe haltend um den Gipfelfelsen herum bis dort, wo auch die Wegspur den Grat erreicht. 
 
Das Chalchstöckli habe ich der Länge nach über den Grat bestiegen. Das bringt nicht viel, von der Nordwestseite gibts beliebig viele Aufstiege zum höchsten Punkt.
 
Dann auf dem blau-weissen Weg zur Richetli-Passhöhe und auf dem Passweg hinunter zum Bike. Das gehört zum Langweiligsten, was ich in den hiesigen Alpen kenne. Dass jemand den Richetlipass freiwillig begeht, macht mich staunen. Interessant sind allenfalls die Moränenformationen, auf denen der Weg unten verläuft.
 
Bei Vorder Durnachtal hätte ich gerne etwas getrunken. Aber die Auswahl war zwischen Shorley und Shorley - da konnte ich mich einfach nicht entscheiden .. 

Bützistock und Hanenstock sind vom Glarner-Haupttal aus von überall sichtbar und gehören deshalb zu den besten Aussichtsgipfeln. Davon war heute allerdings wenig zu sehen.

Tourengänger: PStraub


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