Ageteplatte


Publiziert von Krokus Pro , 23. Juli 2015 um 08:38. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Appenzell
Tour Datum:21 Juli 2015
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Alpstein   CH-AI 
Zeitbedarf: 6:30
Strecke:14.5 Km
Kartennummer:1115 Säntis

Ein weiterer herrlich warmer Sommertag kündigt sich an. Wir fahren mit dem Auto ( wegen Geleisebau ) nach Wasserauen und mit der ersten Gondel um 7.30 Uhr auf die Ebenalp. Auf dem Weg zum Schäfler kreuzen wir ein Muli, das vier Kannen Milch und einen Getränkeharass von der Alp Chlus zur Ebenalp transportiert. Der Weg ist gerade so breit, dass das Tier und die Begleiterin Platz haben. Wir weichen in den Hang aus.
 
Schon der Weg auf den Schäfler bringt uns ins Schwitzen, so legen wir dort eine Pause ein und lauschen den Anweisungen eines Fernsehteams. Sie machen Bilder und lassen die Wirtsleute einige Worte sagen zu ihrem 20 jährigen Jubiläum. Könnte mir gut vorstellen, dass es etwas interessanter verlaufen wäre, wenn das Wirtepaar frei ab der Leber hätte reden dürfen.
 
Nach einem Abstecher zum höchsten Punkt gehts auf gut gesichertem Felsweg hinunter  und über die Löcher in den Filderbettersattel und an der Südwand des Altenalp-Ostturmes entlang zu P 1799, wo sich die Wege trennen.  Wir wandern inmitten herrlicher Blumen hinunter ans westliche Ende der Altenalp und hinüber auf den Steckenbergsattel. Der Abstieg übers Lötzliälpli ist steil, aber trocken. Könnte mir aber vorstellen, dass die diversen Lehmpartien nach Regenfällen sehr rutschig sein könnten.  Das Älpli ist begrenzt durch einen Felsabsturz, so führt der Weg erst nochmals steil, dann in angenehmer Steigung  Richtung Ober Mesmer und dann hinunter zum Berggasthaus.
 
Nach kurzer Pause wandern  wir den steilen Wiesenweg hinauf zu den Felsen der Ageteplatte. Die Sonne hat diesen Teil des Alpsteins noch nicht erreicht und wir steigen im angenehmen Schatten. Steil, aber gut gesichert führt der Weg durch die Felsen und nur zu schnell steht man auf dem Kamm und auf der Sonnenseite.  Beim Anblick der Sonnenschirme auf der Meglisalp verspüren wir Durst und steigen auf dem manchmal felsig-gerölligen Weg hinunter zum Berggasthaus. Die Getränke werden in Selbstbedienung aus dem kühlen Wasser angeboten.
 
Wir studieren anhand einer Gedenktafel noch das verrückte Projekt einer früher geplanten Zahnradbahn, die von Wasserauen über die Meglisalp auf den Säntis geführt hätte.
 
Am Kreuzbühl vorbei kommen wir durch üppige Vegetation an Felsen und Abgründen vorbei auf sehr interessantem Weglein zum Tüfelskirchli, einer Höhlung in der Felswand. In steilem Zickzack, wieder gesichert, kommt man zum Unterstrich und auf gutem Waldweg an den Seealpsee.
 
Hier gibts nur eins: Schuhe und Socken ausziehen und hinein ins klare Wasser, eine Wohltat bei diesen Temperaturen. So erfrischt gehts auf der Alpstrasse in kurzem Aufstieg zur Alp Klein-Hütten und durchs schattige Hüttentobel erreichen wir Wasserauen.
 
Im Restaurant Alpenrose setzen wir uns mit einem Bier aus dem kühlen Wassertrog an einen Tisch im Schatten und stossen durstig auf die tolle Tour an. Entweder sind die grossen Flaschen aus Spargründen kleiner geworden oder der Durst ist zu gross oder die Verdunstung ist in diesen heissen Tagen ausserordentlich stark. Auf jeden Fall sitzen wir bald wieder auf dem Trockenen ...

Tourengänger: CampoTencia, Krokus


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