Iseler-Runde (1876m) von Hinterstein


Publiziert von felixbavaria , 11. Mai 2015 um 23:17.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum:10 Mai 2015
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D   A 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1150 m
Abstieg: 1150 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PKW nach Hinterstein, kostenpflichtiger P beim Feuerwehrhaus (2,50 EUR/Tag)
Kartennummer:Kompass 3

Der Iseler ist ein markanter Höhenzug über dem Oberjochpass, der das Tannheimer Tal im Osten vom Allgäu im Westen trennt. Von Norden ist er mit Liften und einem Skigebiet erschlossen. Durch die markante, schrofige Nordwand verläuft auch ein - weitgehend sinnfreier - Klettersteig. Wie man aus anderen Berichten entnehmen kann, ist der Berg in der Hauptsaison alles andere als einsam. Es gilt also mal wieder: Dem Individualisten bleibt die Übergangszeit und die Route mit dem längsten Zuweg - in diesem Fall von Süden, aus dem ursprünglichen Hintersteiner Tal aus. Diese Route hat den zusätzlichen Vorteil, dass sie bereits früh im Jahr schneefrei ist (Südwestexposition).

Da die Tour überwiegend auf markierten Wanderwegen verläuft, kann die Routenbeschreibung kurz ausfallen:

Vom P auf gutem Steig zum Zipfelsbach-Fall und über eine Steilstufe in ein liebliches Hochtal. An der Zipfels-Alpe vorbei und scharf links in die Südflanke des Iselers queren. Ohne Schwierigkeiten bis zum Grat. Nach links von markierten Weg ab und in ca. 15 min. (Wegspuren, teils steile Schrofen) über P. 1811 zum wenig besuchten Iseler-SW-Gipfel (eigentlich nur eine Gratschulter) mit GK und GB. Auf gleichem Weg zurück zum markierten Weg und durch Latschen zum Hauptgipfel des Iseler.

Weiter über teils steile Schrofen mit Drahtseilsicherung zum Kühgundkopf, dem höchsten Punkt der Tour. Altschnee wäre auf dieser Überschreitung eher ungünstig, an einigen Stellen sollte man nicht ausrutschen. Weiter über zahmes Gelände zur Kühgundspitz (GK) und scharf rechts wieder in die Südflanke (Wegspuren, keine Beschilderung). Problemlos über schrofige Wiesen zu einem Sattel und über Weidegelände zurück zur Zipfels-Alpe (Einkehrmöglichkeit in der Saison). Von dort Abstieg auf dem Aufstiegsweg.

Fazit: Sehr schöne unschwierige Gratüberschreitung mit tollen Ausblicken, die Blicke in verschiedene Gebirgsgruppen vom Wetterstein bis zum Allgäu machen den Reiz der Tour aus. Am schönsten vielleicht im Frühjahr, dann ist auch der Wasserfall ein echter Höhepunkt! Am Tourtag war es trotz Schönwetters sehr einsam, abseits des Iseler-Hauptgipfels waren fast nur Murmeltiere unterwegs. Die Zipfels-Alpe hatte auch noch geschlossen (ab Pfingsten bewirtschaftet), aber ein Skiwasser gab's schon.

Tourengänger: felixbavaria


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