Pointe de Vouasson 3'490m


Published by Fenek , 27 October 2008, 18h26.

Region: World » Switzerland » Valais » Mittelwallis
Date of the hike:25 October 2008
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Mountaineering grading: F
Waypoints:
Geo-Tags: CH-VS 
Time: 10:00
Height gain: 1700 m 5576 ft.
Height loss: 1700 m 5576 ft.
Route:La Gouille-Lac Bleu-Remointse du Sex Blanc-Les Crosayes-Pt.3073m-Ost-Grat Pointe de Darbonneire 3'422m-Col N de Darbonneire-SE-Grat Pointe de Vouasson 3'490m-Abstieg über den Glacier de Vouasson zur Lücke nordwestlich der Pointe de Darbonneire-von da gleicher Weg zurück mit Abstecher zur Cab. des Aig. Rouges.
Access to start point:cff logo La Gouille cff logo Arolla
Accommodation:La Gouille hat kleines Hotel / Cab. des Aig. Rouges

Die Pointe de Vouasson ist mir nicht einfach so in den Sinn gekommen bei der Suche nach einem schönen Tagesziel.
Beim Kartenstudium blieb mein Blick an der Pointe de Darbonneire hängen. Sie lockte mich mit einem Alleingang ohne Gletscherberührung und das Studium des SAC Führer's entlarvte dann noch zusätzlich die Pointe de Vouasson. 
Mit diesen beiden Gipfeln musste ich Omega3 nicht lange überzeugen und wir machten uns ans Werk. - La Gouille liegt im Val d'Arolla und der Wanderweg ist nicht zu übersehen. Der Lac Bleu ist nämlich ein beliebtes Ausflugsziel, für viele wahrscheinlich schon das Tagesziel. Wir sind nach gut 20 min. angelangt und genossen für ein paar Minuten die Stille am Morgen. Leider war die Sonne noch nicht soweit aufgestanden und der See darum nicht so blau. Weiter geht es auf einem schönen Weg immer Richtung Cab. des Aig. Rouges. Bald biegt man nach Nordwesten ins Tal ein und hoch oben erscheint die schöne SAC Hütte. Nun sind auch die imposanten Spitzen der Aiguilles Rouges d'Arolla zu sehen. Der Weg führt weiter über schöne Weiden und wird allmählich steiniger. Ab einer Höhe von 2'600m wechselt die Landschaft mehr und mehr zu einer mondähnlichen Szene mit viel Geröll und Moränenschutt. Etwa auf der Höhe der Hütte hält man sich nach Norden und ersteigt den Moränenrücken nördlich des Glacier Supérieur des Aiguilles Rouges. Auf der Moräne führt ein kleines Weglein elegant in die Höhe und endet schliesslich kurz vor der Mulde am Fuss des Ostgrates der Pointe de Darbonneire. Dieser Ostgrat ist durch den Gletscherrückgang etwas erschwert zu erklimmen, viel schiefriger Schutt macht ein Klettern fast unmöglich. Schliesslich mogeln wir uns über die abschüssigen, seifigen Felsen einige Meter hoch und erreichen ein kleines Band welches in einem Halbbogen hinauf führt. Glücklicherweise ist es mit Schnee gefüllt und wir kommen besser voran, nur die Finger und Hände reklamieren über die kalte Aufstiegshilfe. Nach dieser "Sauerei" sehen wir aus wie Kaminfeger mit schwarzen Händen und Hosen ;-) Nach ca. 15HM bessert sich der Grat mit haltgebendem Geröll und nun steigen wir genüsslich den Ostgrat hinauf. Auf der Nordseite liegt Schnee und so benützen wir den guten Trittschnee, so lässt es sich noch besser aufsteigen. Der Gipfel ist breit und unspaktakulär, aber die nahen Nadeln der Aiguilles Rouges imposant. 
Nun steigen wir den kurzen und leichten Westgrat ab in den Col N de Darbonneire und steigen gleich wieder hinauf über Schutt und Geröll zur Pointe de Vouasson. Ein paar harmlose Felsköpfe müssen überquert werden, aber sonst ist der Grat relativ flach und genussvoll. Auf dem Gipfel finden wir ein schönes Gipfelkreuz vor und eine Aussicht die keine Wünsche offen lässt. Die Westalpen präsentieren sich im besten Kleid und auch die Walliser Alpen recken ihre Gipfel in den blauen Himmel.

Weil wir aber unsere Gstältli und ein Seil mitgenommen haben, nehmen wir für den Abstieg den Normalweg über den Glacier de Vouasson. Das ist bequemer und schneller und eine schöne Spur lässt uns nicht mehr so stark einsinken. Auf dem Schnee lassen sich viele Höhenmeter schnell und knieschonend vernichten. Nun machen wir noch einen kurzen Abstecher zur Cab. des Aig. Rouges und machen eine Pause an der Sonne. Danach geniessen wir den Abstieg in der Abendsonne und steuern wieder den Lac Bleu an. Er ist schon wieder im Schatten und so müssen wir uns das Blau nur vorstellen. Dafür leuchten die Lärchen mit einem intensiven Gelb und die nahen Gipfel mit dem weissen Schnee. Es ist Spätherbst, eine der schönsten Jahreszeit im Wallis!

Die beiden Gipfel sind sowohl für Alleingänger wie auch Gletscherunkundige Berggänger zu empfehlen. Einzig der Zustieg zum Ostgrat des Darbonneire ist etwas mühsam und erfordert gute Trittsicherheit.

Hike partners: Omega3, Fenek

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Comments (2)


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Razerback says: Super-Tour
Sent 28 October 2008, 09h05
Hallo Fenek

Gratuliere euch zu dieser super Tour, wieder mit eindrücklichen Fotos. Diese Tour werde ich mir merken müssen.

Grüsse
Dani

Fenek says: RE:Super-Tour
Sent 28 October 2008, 17h56
sali Dani
Danke!
Ja gell - genau nach deinem Geschmack. Wirst deine Freude daran haben....

Grüsse
Fenek


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