Hochfinsler (2421m) - Hoch Gamatsch (2368m)


Publiziert von Bergamotte Pro , 15. März 2015 um 17:47.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:13 März 2015
Ski Schwierigkeit: ZS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG   Spitzmeilengruppe 
Zeitbedarf: 3:45
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1950 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PP bei Talstation od. cff logo Flumserberg Saxli, Saxlirank, dann LSB
Unterkunftmöglichkeiten:Berghotel Schönhalden
Kartennummer:237S (716a, teils 716b)

Mit seiner Handvoll Gipfelziele ist das Tourengebiet Schönhalden zwar klein, aber fein. Der hohe Ausgangspunkt von knapp 1500m sorgt für Schneesicherheit bis in den Frühling hinein. Und für einen anschliessenden Umtrunk steht das Berghotel bereit. Einziges Problem um diese Jahreszeit: Die Bahn fährt erst ab 8:00, was sich schlecht mit den ostexponierten Touren verträgt.

Pfufisegg und Steingässler werden den ganzen Winter hindurch ausgiebig besucht, unabhängig von den Verhältnissen. Als besonders lohnend habe ich die Guscha-Steingässler-Combinata in Erinnerung (*klick), viel Berg für wenig Höhenmeter. Einsam hingegen geht's auf den etwas anspruchsvolleren Hochfinsler und Hoch Gamatsch zu und her, obschon sich der Aufwand auch hier in Grenzen hält. Beide Gipfel, insbesondere der Hochfinsler, erfordern etwas sichere Verhältnisse.


Angesichts des späten Starts auf der Schönhalden (1484m) um 8:15 (erste Bahnfahrt) bleibt keine Zeit zum Trödeln und ich durchquere zügig den langgezogenen Kessel von Mädems. Nach einer Stunde stehe ich auf der Pfufisegg (1950m), ein harmloses Erheblich-Ziel, das auch bei Schneeschühlern grosse Beliebtheit geniesst. Der Grund für die Eile liegt im steilen Osthang, den ich nun bis zum Felsband aufsteige. Er bekommt sehr früh und intensiv Sonne. Unterhalb des Felsbands quere ich südwärts, der Spur eines einheimischen Vorgängers folgend. Nach ca. 100m gelangt man zu einem Durchschlupf, den man je nach Verhältnissen mit Ski (wie heute) oder zu Fuss überwindet.

Hier, auf der Terrasse von Hinterchamm, öffnet sich eine wundervolle, einsame Welt aus Fels und Schnee. Die Spur zieht steil und direkt über den Osthang Richtung Gipfel hoch, zuletzt bis 35° steil. Unterwegs kreuze ich den Vorspurer, ein Turbo mit geschätzten 1000Hm/h im Aufstieg. Die Aussicht vom Hochfinsler (2421m) lässt dank seiner Höhe wenig Wünsche übrig. Als besonders lohnend im Schönhalden-Gebiet erachte ich den permanenten Blick auf Churfirsten- und Alviergruppe.

Der Gipfelhang ist gedeckelt, aber anschliessend finde ich tatsächlich noch Pulver. Nach dem Anfellen steige ich direkt durch die steile NE-Mulde Richtung Hoch Gamatsch (2368m) auf. Diese Variante erfordert sichere Verhältnisse. Die letzten, sehr steilen Meter zum Gipfel lege ich zu Fuss zurück. Das ist mühsam und wohl der Grund, weshalb meist der nördliche Nebengipfel besucht wird. Der Führer erwähnt für die Abfahrt Richtung Chammhüttli (2041m) den Kamm östlich von P. 2281. Lohnender (und direkter) ist heute hingegen die kurze Nordschneise.

Wer anschliessend ohne grosse Stöckelei die Schönhalden erreichen will, tut gut daran, nicht zu weit in den Mädemser Kessel abzufahren. Nach ausreichend Pause und Verpflegung im Berghotel nehme ich die lange Talabfahrt in Angriff, wobei ich mit zehn Minuten Skitragen durchkomme. Ansonsten steht natürlich wieder die LSB zur Verfügung.



Zeiten
2:15  Hochfinsler
0:35  Hoch Gamatsch
1:00  Saxli

Tourengänger: Bergamotte

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Kommentare (2)


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Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 16. März 2015 um 08:23
tolle Tour - informativer Bericht!

lg Felix

Bergamotte Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 17. März 2015 um 22:39
Danke Felix. Es freut mich, dass Du ein so treuer Leser meiner Berichte bist.


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