Massaweg in der Massaschlucht


Publiziert von HBT , 3. September 2008 um 21:17.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:28 Juli 2008
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Aufstieg: 130 m
Abstieg: 300 m
Strecke:Blatten - Gibidumstaumauer - Massaschlucht - Ried-Mörel
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Blatten
Zufahrt zum Ankunftspunkt:mit der Seilbahn von Ried-Mörel nach cff logo Mörel
Kartennummer:1269 Aletschgletscher

Die heutige kleine Wanderung startet bei Blatten, genauer bei der Talstation der Luftseilbahn (1327 m) zur Belalp. Hier steht auch schon ein Wegweiser. Wir folgen dem Schild „Gibidum-Stausee“. Man kommt schnell aus dem Dorf und wandert auf einem gemütlichen Weg durch den Wald, bevor man auf eine Fahrstrasse trifft. Dieser folgt man nach rechts (Osten) bis man die 120 Meter hohe Staumauer des Stausee Gibidum sieht. Über eine Konstruktion aus Eisentreppen gelangt man auf die Staumauer (1439 m). Der Baubeginn für die Staumauer war 1964, fertig gestellt wurde sie 1967. Die Wasserzufuhr zur Massa gesteuert. Anfangs wagen sich nur wenige Personen, vor allem Kristallsucher und Jäger, in einzelne Teile der Schlucht. Später wird die Schlucht von Bergführern durchgehend erschlossen. Es werden Abseilstellen eingerichtet. Heute ist die Schlucht auch ein beliebtes Ziel für Canyoning.

Von der Staumauer aus kann man häufig Klettersteiggeher auf dem Steig, der um den Stausee Gibidum führt, beobachten. Bei der Wegverzweigung nach der Staumauer bei P. 1466 nehmen wir den unteren Weg. Auf einem einfachen Wanderweg steigen wir hinab zu P. 1336. Die Ruhe wir durch einen enorm lauten ferngesteuerten Helikopter gestört. Im breiten Talgrund vor der eigentlichen Schlucht ist man zu Beginn noch auf einem breiten Schotterweg. Bei P. 1303 kommt man dann endlich auf einen rot-weiss markierten Wanderweg. Hier beginnt auch die eigentliche Massaschlucht.

Durch einige schöne Waldstreifen und über ein kleines Geröllfeld gelangt man zum teilweise in den Fels gehauenen Weg weit oberhalb der Massa, die zurzeit nur wenig Wasser führt. Der Weg ist immer breit, jedoch geht es daneben doch ziemlich senkrecht zum Schluchtgrund hinunter. Oft sind auch solide Eisenketten vorhanden, die aber eigentlich nicht nötig wären. Eine besonders steile Felswand wird in einem Tunnel umgangen, aussen sind noch einige alte Holzkännel zu sehen. Auch sonst begegnet man immer wieder Spuren der alten Baumeister der Suone. Einige überwucherte Stützpfeiler der Suone, Überreste von Holzkännel oder Konstruktionen die noch aus dem Fels ragen. Nach dem man etwa einen halben Kilometer an der steilen Schluchtwand entlang gegangen ist, kommt man wieder in den Wald. Eine Stelle ist sehr nass, aber auch hier sind (nicht einmal nötige) Ketten angebracht, es ist nie heikel.

Oberhalb des Weges ist an einer Stelle ein Teil der alten Suone mit Stützpfeilern rekonstruiert worden. Die Suone war für die Menschen in Ried-Mörel lebenswichtig. Sie lieferte das lebenswichtige Wasser. Die Suone Riederi, dieser führt der neue Massaweg seit 1996 entlang, wird 1385 erstmals in Urkunden erwähnt. Immer wieder stürzen Menschen bei Reparaturarbeiten an der Suone ab. Ein Kreuz bei der restaurierten Suone erinnert daran.

Der nächste Teil des Weges ist friedlich, bevor nochmals eine wenig ausgesetztere Stelle (T2 - T3) nach P. 1274 kommt. Ab P. 1265 ist der Weg dann endgültig einfach, friedlich fliesst bergseitig noch immer Wasser in einer Suone. Der Weg führt bei den Häusern bei Summerseili (1254 m) bis zur Bergstation der Seilbahn in Ried-Mörel (1188 m). Mit der Seilbahn geht es dann hinunter nach Mörel, wo die Seilbahnstation mit der Haltestelle der Matterhorn-Gotthard-Bahn kombiniert ist. Es gibt auch einen grossen Parkplatz.


Tourengänger: HBT, Muriel

Galerie


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