Pizzo Ricuca: Ombrì - Rogliei


Publiziert von Zaza , 1. Juni 2014 um 19:46.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum:31 Mai 2014
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Poncione Rosso 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1550 m
Abstieg: 1550 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit PW Fahrt bis Pön di Sopra möglich. Tagesbewilligung muss am Automaten in Lodrino gelöst werden (neben dem Patriziato). Kostet CHF 10.-, der Automat schluckt nur Münzen bis 2 Fr.
Kartennummer:1293

Seit einiger Zeit ist der alte Alpweg nach Ombrì im wilden Val d'Iragna auf unserer Wunschliste und heute ist der richtige Moment dafür. Es handelt sich um einen Weg, der seit Jahrzehnten nicht mehr begangen wird, was die Suche besonders interessant macht. Es empfiehlt sich, eine alte Karte zu beschaffen, um zu erkennen, wie sich der Weg durch das steile Gelände hinauf windet. 

Von Pön di Sopra folgen wir eine Zeitlang dem imposanten Talweg ins Val d'Iragna hinein. Kurz nach der deutlichen Abzweigung des Pfades Richtung Rogliei nehmen wir einen anderen Pfad, der zur Ponte d'Ombrì hinunter führt. Sie hat zum Glück den strengen Winter unbeschadet überstanden, denn der Bach führt derzeit sehr viel Wasser. Nun folgen wir dem einigermassen gut erkennbaren Trassee des alten Pfades über Cassinello (1125 m) bis zu den unteren Hütten von Ombrì auf etwa 1300 m (die Querung hier hinüber führt durch exponierte Felsbänder, man kann aber auch direkt nach Ombrì P. 1433 aufsteigen). Sie wurden offensichtlich einst (wohl im Jahr 1859) mit besonderer Sorgfalt erbaut und sind darum bis heute ausgezeichnet erhalten. Als wir eine Tür öffnen, erschrecken wir zwei junge Füchse, die sich offenbar hier häuslich eingerichtet haben. Der Stall zeigt, dass Ombrì offensichtlich einst auch mit einigen Kühen bestossen wurde - allerdings natürlich nicht die gleiche Art von Kühen, wie wir sie heute kennen. 

Nun gehen wir über den steilen Rücken zur grossen Ruine von Ombrì (1433 m) und queren von dort ansteigend (einige Schnittspuren weisen die Route) zur ersten Ruine von Bergnei. Eine Querung mit Auf- und Abstieg führt zur zweiten Ruine, die auf der Karte eingetragen ist und kurz darauf kommen wir zum schneegefüllten Tobel, das vom Pizzo Ricuca her kommt. Hier kommen wir auf den alten Pfad von Repiano nach Matro Colmo, der recht gut zu erkennen ist (auch mit verblassten blauen Punkten markiert). 

Da wir den Weg problemlos gefunden haben, bleibt uns nach der Mittagspause noch Zeit für eine Bonusrunde. Wir nehmen den eindrücklichen Pfad, der zuerst etwas absteigt und dann durch wildes Gelände zur Alpe Stübiell führt. Von dort mühen wir uns steil hinauf zur Bocchetta della Riva, um dann über den Grat in Kürze den schönen Pizzo Ricuca zu erreichen. Im Gipfelbuch lesen wir, dass Giovanni heute morgen hier war, so können wir bis Pialech seinen Spuren im Schnee folgen, die uns die beste Route weisen. Dann erreichen wir Pianazzora und mühen uns über den Verbindungspfad, der von massenhaft Fallholz übersät ist (hier haben Hunde einen echten Wettbewerbsvorteil) nach Rogliei. Dort ist Giovanni vor Ort, wie an jedem Wochenende in der Sommersaison, und wir machen einen Schwatz mit ihm. Danach geht es auf dem absonderlich steilen, aber gut unterhaltenen Pfad über Ör di Rogliei zurück ins Tal und hinaus nach Pön di Sopra. Die wohl verdiente Gazosa gibt's dann in Biasca.

Ecco la relazione dell'amico Corrado in Italiano!

Tourengänger: Zaza


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