Großes Pfuitjöchl (2196 m) - einsame Tour auf kleinen Wegen


Publiziert von ju_wi , 3. August 2008 um 17:35.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Ammergauer Alpen
Tour Datum:20 Juli 2008
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 6:30
Aufstieg: 1160 m
Abstieg: 1160 m
Strecke:12,4 km
Unterkunftmöglichkeiten:Pension Zur Bleispitze , Lähn
Kartennummer:freytag&berndt WK 352

Sonntagstour bei recht schlechtem Wetter auf einen Gratgipfel im Danielkamm (dem südlichen Hauptkamm) der Ammergauer Alpen. Wie seine Nachbarn Plattberg im W und Upsspitze/Daniel im O ist auch das Große Pfuitjöchl ein Berg, der nach S in Grashängen und nach N in einer hohen Schrofenwand abfällt. Bestiegen wird das Große Pfuitjöchl relativ einfach über einen begrünten, oben steileren schrofigen S-Gratrücken. Die letzten paar Meter zum höchsten Punkt sind etwas ausgesetztere Felskraxelei.

Eigentlich hatten wir für den 2. Tag des Ammergau-Wochenendes in Lähn den Daniel mit Upsspitze geplant. Doch nachdem es schon die ganze Nacht durchgeregnet hatte und auch morgens noch regnete nahmen wir von diesem Plan Abstand. Etwas niedergeschlagen saßen wir beim Frühstück in der netten Pension und wollten die tagestour schon ganz sausen lassen, als der Regen dann dünner wurde und auf einmal sogar eine Wolkenlücke den Blick bis zum Grat freigab. OK - dann brechen wir doch auf !!

Wie am Vortag zum Plattberg nehmen wir zunächst den Weg durch Wald zum Gäterlesboden auf 1500 Metern. Dort biegen wir nicht wie am Vortag links ab, sondern folgen dem markierten Pfad weiter, bis wir auf den Alpenrosensteig auf breiterem Querfahrweg stoßen (ca. 1600m). Die Route von der AV-Karte vorab ins GPS übertragen suchen wir hier jedoch dennoch zunächst erfolglos den Weiterweg, der lt offenbar hier etwas ungenauer AV-Karte einfach geradeaus weiterführt. Inzwischen regnet es außerdem recht stark und die Motivation ist etwas gedämpft. Schließlich steigen wir nach ein paar Such-Schleifen rechts und links einfach quer einen Waldhang hinauf, und hoffen auf den lt GPS dort verlaufenden Weg zu stoßen. Dies gelingt schließlich auch und wir sehen eine kaum erkennbare Trittspur und verblasste Wegmarkierung. Wir steigen weiter durch Wald sehr steil den Rücken des Bergegg empor.

Etwas oberhalb 1800 Meter öffnet sich der Wald und es geht weiter steil durch Grasflanken mit Alpenrosen und Strauchwerk. Wir durchstapfen eine sumpfige Viehweide, queren nach rechts einen steilen Grasrücken und steigen dann links hinauf in s Hebertaljoch (2045 m), wo wir den Verbindungsgrat zur Upsspitze erreichen. Von hier würde man dem Grat folgen bis zur Upsspitze und Daniel. Da wir aber wegen der Wegsuche schon viel Zeit verloren haben, wir an diesem Tag noch 5 Stunden heim fahren müssen und außerdem das Wetter sehr ungemütlich ist, beschließen wir unser Ziel zu ändern und das Große Pfuitjöchl ins Visier zu nehmen, das von hier nur ein Katzensprung entfernt ist.

Daher biegen wir am Hebertaljoch nach links Richtung Plattberg. Wir folgen dem Gratweg. Bald biegt der Weg zum Plattberg links in die Flanke ab. Wir folgen hingegen dem steiler werdenden Grasrücken, der bald in einen schrofigen Steilrücken übergeht. Auch dieser Anstieg ist sogar markiert. So gelangen wir etwas mühsam wegen der Nässe, aber technisch einfach bis zum kreuzlosen Gipfel des Großen Pfuitjöchl (2196 m). Durch die interessanten Wolkenfetzen bieten sich Blicke auf Daniel, Mieminger Kette, Zugspitze und die nördlichen Ammergauer.

Hinab geht es bis zum Alpenrosensteig auf gleichem Weg zurück. Dort biegen wir auf dem Querweg nach links und kehren in der kleinen Bichlbacher Alm (1591 m) ein. Von hier mit kurzer wegloser Passage auf den Weg Rochtung Grüner Ups, den wir aber bald links verlassen, um durch den Bachlauf der Roten Riepe nach Lähn abzusteigen. Zunächst können wir dem rutschigen kleinen Pfad auch gut folgen. Auf ca. 1350 Hm verlieren wir nach Querung des Bachlaufs hingegen jede Spur des Pfads. Wir gehen sogar zurück und suchen regelrecht die nächste Markierung. Keine Chance... OK, dann eben mit GPS weiter in den Wald und weglos durch steile Waldhänge hinab, wo wir wieder auf den Weg stoßen sollten. Dies gelint dann auch und wie aus dem Nichts finden wir 100 Meter tiefer auch wieder Markierungen (ein Rätsel, wo diese Führung hergeht ...). Jedenfalls stoßen wir bei Rautängerle an die Straße zu Lermoos und gehen mit dem Panoramaweg zurück ins Örtchen Lähn und zum Auto.

Tourengänger: ju_wi

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Geodaten
 230.gpx Großes Pfuitjöchl

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