Roccia Nera/Schwarzfluh


Publiziert von frmat , 17. Mai 2013 um 22:13.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:15 Juni 2011
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS   I 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 500 m
Abstieg: 500 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PKW bis Täsch, Bahn nach Zermatt, Bahn aufs Klein Matterhorn
Unterkunftmöglichkeiten:Biwakschachtel Rossi Volante

Kurz nach Pfingsten 2011 ließ es das Wetter zu, einen ersten Ausflug in die Höhe zu machen. Auch die Verhältnisse schienen recht brauchbar.
Wir beschlossen daher recht spontan uns die östlichen Gipfel im Breithornkamm vorzunehmen.

Gesagt getan fuhren wir nach Zermatt und mit der sündhaft teuren Bergbahn aufs Klein Matterhorn. Tipp: Die Tickets bekommt man auf dem Campingplatz in Täsch für 80 SFr statt der üblichen 99!

Da wir das ganze sehr gemütlich angehen wollten entschieden wir uns für eine Nacht in der Biwakschachtel. Einziger Haken: Wer aus dem Flachland direkt auf 3700m "aufsteigt" und dort nächtigt, der wird es wahrscheinlich bereuen. Ich tat es in dem Moment jedenfalls.
Wir erreichten das Biwak nach 2 sehr gemütlichen Stunden Gletscherwanderung und faulenzten den Rest des Tages in der Sonne. Alsbald machten sich jedoch bei mir Kopfschmerzen und Übelkeit breit, sodass ich mich ins Lager verkroch. Überraschenderweise war die Schachtel in ganz gutem Zustand. Ich erinnere mich noch an die auf dem Balmenhorn, die 2005 wirklich ekelhaft dreckig war!

Als wir am nächsten Morgen aufbrachen präsentierten sich die umliegenden Berge einfach nur taumhaft. Zudem waren wir völlig allein am "Berg" und eine Spur gabs ebenfalls nicht. Somit verlief der Aufsteig durchaus mühsam, ehe wir nach einer guten Stunde den Wächtengrat erreichten, der die Schwarzfluh mit den Breithornzwillingen verbindet. Am östlichen Ende befindet sich mit der Schwarzflug/Roccia Nera der Eckpunkt des Breithornmassivs. Vom Ausstieg aus der Flanke sind es nur wenige Minuten, Vorsicht sollte man aber den Wechten zollen.

Da es mir aufgrund des zurückliegenden Tages doch recht mäßig ging, entschieden wir auf die Zwillinge zu verzichten. Wir stiegen zunächst 200m die Flanke hinunter und querten direkt in Richtung Klein Matterhorn. Diese Variante würde ich auch im Aufstieg zum Biwak empfehlen, also nicht erst bis zum Fuß der Roccia Nera absteigen, sondern schon deutlich früher links hinauf.

Fazit: Eine wirklich schöne, kurze Tour, bei der man auch ab und zu ein "Erstbesteigungsfeeling" erleben kann. Akklimatisiert sicher ein Genuss...


Tourengänger: frmat

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