Fuya Fuya Este 4263m und Fuya Fuya Oeste 4279m


Publiziert von Sputnik Pro , 11. Dezember 2012 um 21:57.

Region: Welt » Ecuador
Tour Datum:22 November 2012
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: EC 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 650 m
Strecke:Zirka 5km (total)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Quito mit dem Bus nach Otavalo. Von dort mit gemietetem Camioneta (geländegängiges Taxi; ein Weg etwa 12$) zur Laguna da Mojanda.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Analog Zufahrt zum Ausgangspunkt.
Unterkunftmöglichkeiten:Keine am Berg; Hotels in Otavalo.
Kartennummer:IGM Ecuador: Mojanda 1:50000

BESTEIGUNG VOM FUYA FUYA HAUPTGIPFEL UND BESUCH DER SCHÖNEN KLEINSTADT OTAVALO.

An unserem dritten Tag in Ecuador stand das erste Tourenziel über 4000m auf dem Programm. Eigentlich sollte die Tour nur auf den 4205m hohen Ostgratsattel des Ostgipfels gehen. Der Grund für die ungewöhnliche Umkehr beim P.4205m ist wahrscheinlich die Idee des Bergreiseanbieters Diamir dass die Bergtour lediglich zur Akklimatisation im Programm steht, denn bis zum besagten Sattel leitet ein einfacher erdiger Bergweg durch die andine Graslandschaft (Páramo). Wegen dem trüben Wetter und angekündigtem Regen stieg ich ohne lange zu warten gleich weiter zum kleineren Fuya Fuya Ostgipfel. Dort rastete ich ebenfalls nur kurz und liess meinen Rucksack zurück, denn ich wollte auf jeden Fall auf den Haupt- oder Westgipfel. Der Abstieg vom Cerro Este in den Sattel zwischen den beiden Gipfeln war etwas rutschig und nun deutlich steiler. Der Aufstieg auf den anderen Seite zum Cerro Oeste entpuppte sich dann als schönsten Teil der Tour bei der ich unter einem Gendarm sogar eine über eine Platte mit einem schönen Riss klettern musste. Gegen den Gipfel zu wurde das Gelände nach zwei weiteren, aber  einfachen Kletterstelle wieder flacher und schon stand ich auf dem im Gegensatz zum Ostgipfel viel weniger besuchten höchsten Punkt des Fuya Fuya. Wegen dicken Wolken sah man nicht einmal zum kleineren Ostgipfel weshalb ich gleich wieder abstieg. Bei der Schlüsselstelle kam mir Oli entgegen der ebenfalls noch zum Hautgipfel aufstieg. Alle anderen Mitglieder der Gruppe begnügten sich mit dem touristischen kleineren Cerro Este. Obwohl ich sehr schnell zu unserem Bus abstieg, erwischte mich zum Schluss dann doch noch ein kräftiger Regenguss.

Nach der Tour fuhren wir in die schöne und nahe gelegene Kleinstadt Otavalo wo wir in einem Hotel übernachteten. Die für ecuadorianische Verhältnisse sehr saubere und reiche Stadt hat etwa 50000 Einwohner die grösstenteils von Ureinwohner (Indígenas) abstammen. Am folgenden Morgen erkundeten wir Otavalo wo gerade ein Markt war bevor es zurück nach Quito ging.

Allgemeines zum Fuya Fuya

Der 4279m hohe Fuya Fuya und der benachbarte Cerro Negro (4263m) sind die höchsten Erhebungen auf dem Kraterrand einer stark erodierten Caldera in der sich die Laguna da Mojanda befindet. Der inaktive Vulkankomplex liegt 17km südlich von Otavalo (2573m) und hat an seiner Basis einen Durchmesser von etwa 20km. Der Berg muss ursprünglich eine Höhe von ungefähr 6000m erreicht haben. Vor zirka 200000 Jahren wurde der mächtige Vulkankegel in zwei gewaltigen, plinianischen Explosionen zerstört. Vor 165000 zeigte schliesslich der Gipfel des Fuya Fuya seine letzte vulkanische Aktivität.

Der Fuya Fuya besteht aus zwei Gipfeln, dem 4263m hohen niedrigeren Ostgipfel (Cerro Este) und dem 16m höheren Haupt- oder Westgipfel (Cerro Oeste). Das ganze Gebiet oberhalb der Caldera mit der Laguna da Mojanda (3722m) ist mit hohem Gras bewachsen, der so genannten Páranamo. Der Ostgipfel wird häufig besucht und man kann ihn von der Laguna da Mojanda entweder direkt oder über den Sattel zwischen Ost- und Westgipfel besteigen, die Schwierigkeit ist T3. Der Hauptgipfel ist etwas schwieriger (T4-5) zu erreichen, die Route führt vom Sattel über den Ostgrat. Auf dem Grat muss ein Gendarm südseitig umgangen werden, dahinter klettert man über eine kurze Felsstufe (II) zurück auf den Grat wo vor dem Gipfel nochmals zwei einfachere kurze Kletterstellen (I) folgen.

Tourenbericht von Oli: http://www.hikr.org/tour/post59139.html

Anmerkung: Ein Ausschnitt der Karte Mojanda 1:50000 mit dem Fuya Fuya werde ich Ende Januar 2013 zum Bericht hinzufügen.

Tourengänger: Sputnik, TeamMoomin

Minimap
0Km
Klicke um zu zeichnen. Klicke auf den letzten Punkt um das Zeichnen zu beenden

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentare (2)


Kommentar hinzufügen

TJack hat gesagt:
Gesendet am 12. Dezember 2012 um 09:14
Glückwunsch zu der schönen Tour - deinem Bericht ist wohl nichts hinzuzufügen ;-)
Jedenfalls kommt mir mein Bericht dagegen recht mickrig vor ;-)
Was ich ganz witzig fand: schau mal das Bilder der Fischerhütte bei meiner Tour an. Verrückt wie ein Gebäude in 3 Jahren so sehr verfallen kann!

Sputnik Pro hat gesagt: Fischerhäuschen
Gesendet am 12. Dezember 2012 um 11:14
Hej danke Thomas. Die Hütte sah bei dir ja schon übel aus! In einigen Jahren wird sicher gar nichts mehr davon zu sehen sein!


Kommentar hinzufügen»