Hirschhörnlkopf (1514 m) - bike & hike vom Bahnhof Kochel


Publiziert von 83_Stefan , 9. November 2012 um 21:28.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Bayrische Voralpen
Tour Datum:23 Oktober 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Mountainbike Schwierigkeit: L - Leicht fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Über die B11 oder die A 95 und St2062 nach Kochel. Alternativ mit der Bahn zum Bahnhof Kochel.
Kartennummer:Bayerisches Landesamt für Vermessung und Geoinformation - UK 50-52 Bad Tölz Lenggries und Umgebung.

Eigentlich ist der Hirschhörnlkopf nur ein etwas besserer Hügel zwischen Jochberg und Rabenkopf. Allerdings ermöglicht er erstaunlich schöne Ausblicke, vor allem ins Karwendel; ein Besuch im Rahmen einer "Tour für Zwischendurch" lohnt also in jedem Fall. Meist wird der Hirschhörnlkopf von Süden aus der Jachenau erwandert. Wer sein Radl liebt und wenn's etwas steiler wird zur Not auch mal schiebt, dem empfiehlt sich eine schöne Bike&Hike-Tour vom Kochelsee über die Kotalm; diese Tour eignet sich auch besonders für den, der mit der Bahn anreist und ist daher vom Bahnhof Kochel aus beschrieben.

Vom Bahnhof geht es mit dem Radl auf der Hauptstraße (B11) in den Ort und weiter in Richtung Kesselberg bis zu einem Firmengelände. Nach links durch den Firmenparkplatz bis zum hinteren Ende; dort beginnt eine Schotterstraße (Jochberg und Sonnenspitz ausgeschildert). Auf ihr die ersten Meter recht steil bergan, dann beginnt ein kurzes Erholungsstück, bevor die Piste wieder aufsteilt und in vielen Kehren steil und ohne Verschnaufpausen durch den Wald bergauf leitet. Man bleibt immer auf dem Sträßchen und irgendwann legt sich die Steigung doch kurz (!) zurück, bevor eine Verzweigung erreicht wird. Man möchte es kaum glauben, aber um die Kotalm zu erreichen muss man den rechten Ast wählen, der derart unbarmherzig aufsteilt, dass man fast Genickstarre bekommt. Nach dem Steilstück wird's wieder etwas flacher und bald ist der Waldrand erreicht. Fast eben geht's nun über eine große Lichtung und durch eine Weide, auf den letzten Metern wieder etwas abwärts, bis die Kotalm erreicht ist; hier Radldepot.

Von der Alm zieht nach links ein gut ausgetretener Wanderweg in den den Wald hinein. Er quert in stetem Auf und Ab den Südhang des Hirschhörnlkopfs, bis er an der Pfundalm den breiten Gipfelrücken erreicht. Von dort nach links über freies Gelände am Rücken hinauf zum großen Gipfelkreuz. Die Aussicht vom höchsten Punkt ist erstaunlich umfassend und rechtfertigt die Mühen der anstrengenden Radlauffahrt vollends. 

Der Abstieg bis zum Radldepot verläuft auf der Anstiegsroute. Die anschließende Abfahrt mit dem Fahrrad erfordert dann noch hohe Konzentration, denn der Weg ist steil. Nichts desto Trotz ist man "wie im Flug" wieder unten in Kochel.

Schwierigkeiten:
Mit dem Radl zur Kotalm: L (fahrtechnisch leicht, aber teilweise enorm steil; alternativ zu Fuß T1).
Weiter über die Pfundalm zum Hirschhörnlkopf: T2 (steilere Waldhänge, keine technischen Schwierigkeiten).

Fazit:
Eine nette, kleine 3*-Bike&Hike-Tour. Für Fahrradliebhaber ist die Tour gerade recht, die sehr steile Auffahrt verlangt aber Schmalz in den Waden. Die Krönung der Unternehmung ist der Anstieg zum schönen, aussichtsreichen Gipfel. Die beschriebene Tour eignet sich hervorragend für Bergfreunde, die mit Öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. 

Tourengänger: 83_Stefan

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Kommentare (2)


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bergclaus hat gesagt: Die von Dir beschriebene
Gesendet am 11. November 2012 um 08:28
Auffahrt von Kochel zählt zu meinen Lieblingsstrecken. Im unteren Teil finde ich die Forststraße nicht ganz so dramatisch. Weiter oben hast Du natürlich recht.
Wenn man mal oben ist, hat man ja wahnsinnig viele Ziele zur Auswahl.
Für den Hirschhörnlkopf nehme ich immer den Westrücken (ist kürzer).
Viele Grüße

83_Stefan hat gesagt: RE:Die von Dir beschriebene
Gesendet am 11. November 2012 um 10:18
Na für mich mit meinem 199-€-Radl mit kaputter Gangschaltung und ausgebrochener Federung würde auch die Steigung des unteren Teils völlig ausreichen, das Steilstück ist dann mit diesen Möglichkeiten echt "kriminell".
Den Steig durch die Südflanke habe ich der Sonne wegen genommen. Nach einem halben Tag im Nebel ist das einfach herrlich!

Grüße vom verregneten Kochelsee!
Stefan


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