Pizol vom Gigerwald


Publiziert von Frangge , 4. Oktober 2012 um 21:17.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:30 September 2012
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1600 m
Abstieg: 1600 m

Am Pizol eine einsame Wanderung suchen? Klar, gegen Ende September wird man auch fündig, wenn man die anstrengendere Variante vom Süden her wählt. Heute zu zweit unterwegs soll es aus dem Nebel rausgehen, der das Unterland fest im Griff hat.

Wir starten vom Parkplatz am Gasthaus Gigerwald. Zunächst die geteerte Strasse entlang, zweigt schon bald der blau-weiss markierte Wanderweg ab. Der Weg ist gut ausgebaut und führt die Tersolschlucht aufwärts. Leider sehen wir davon nicht viel, da wir uns noch im Nebel befinden. Kurz vor dem Ausgang der Schlucht und ein paar hundert Meter höher begrüsst uns die Sonne. Der Weg wird flacher, warum blau-weiss markiert ist, wird immer noch nicht klar. Vorbei an der Alp Tersol würde ich das ganze immer noch als T2 bewerten...

Aber das T4 sollte noch kommen, schliesslich gibt es ausser diesem Weg, der auf den Pizolsattel führt keinen anderen. Da er auch noch grosszügig markiert ist, ist verlaufen selbst bei schlechter Sicht bis in den hinteren Teil des Talsässli kaum möglich. Dort wechselt dann das Geläuf von Wiese auf Geröll und wird deutlich steiler. Anfangs nur etwas unangenehm, hat es weiter oben deutlich mehr lose Steine. Östlich vom P. 2712 geht es schliesslich ein Couloir hinauf, in dem der Untergrund lose und rutschig ist, zudem bläst der Wind sehr stark in diesen Trichter. Definitv die unangenehmste Stelle der Wanderung. Auf dem Sattel angekommen hat man es auch schon fast geschafft, der Pizolsattel ist fast erreicht und die letzten paar Höhenmeter auf den Gipfel sind wieder einfacher, es hat auch ein Drahtseil.

Nach vier Stunden stehen wir auf dem Gipfel, nachdem die Wanderung bis zum Pizolsattel einsam war, hat es hier einige Leute, die sich für die kürzere Variante entschieden haben. Für uns gilt aber: Der Weg ist das Ziel. Nichtsdestotrotz geniessen wir auch den Gipfel bei einer Brotzeit und die Aussicht über dem Nebel.

Wir kehren auf dem gleichen Weg wieder zum Gasthaus Gigerwald zurück (logisch, gibt ja keinen anderen...). Der Abstieg durch das Couloir und die Geröllhalde ist deutlich weniger unangenehm als der Aufstieg. Von der Tersolschlucht bekommen wir im Abstieg auch etwas mehr mit, da der Nebel am Nachmittag doch etwas zurückgewichen ist. Am Gasthaus hat er uns allerdings wieder und man mag kaum glauben, dass wir nur eine Stunde zuvor die Sonne geniessen konnten.

Insgesamt war es eine gerade wegen des speziellen Wetters und der Einsamkeit unterwegs eine schöne Tour, wunderbar an einem im Unterland vernebelten Tag, der Suppe entkommen zu sein. Weniger angenehm war der Aufstieg durch das Geröll.

Tourengänger: Frangge

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