Namensloser Gipfel 3040 m am Pass da Casnil Sud


Publiziert von basodino Pro , 5. September 2012 um 22:23.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Bregaglia
Tour Datum:29 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 4:15
Aufstieg: 710 m
Abstieg: 710 m
Unterkunftmöglichkeiten:Capanna Albignia SAC (2336 m), 96 Plätze, bewirtschaftet
Kartennummer:1296 Sciora

Der letzte schöne Tag des Urlaub sollte eigentlich auf die Cima di Castello führen. Leider hatte sich bei mir bereits am Abend zuvor ein Problem eingeschlichen, welches mich in meiner Entfernung zu einer Toilette einschränken sollte. Daher entschieden wir uns für eine weniger lange Tour in Richtung des Pass da Casnil. Zwischen Südpass (2941 m) und Nordpass (2972 m) liegt eine Kette kleiner namenloser Erhebungen, die einem einerseits eine schöne Aussicht bieten, andererseits mit ein klein wenig Kletterei verbunden sind.

Von der Albigniahütte (2336 m) führt der blau markierte Weg zunächst leicht und nicht zu verfehlen gegen Osten hinauf. Dabei ist der Weg eher mühsam (steinig) als schwierig. Auf ca. 2530 m quert man ein Tälchen, wo ein gurgelnder Bach unter Blöcken verborgen liegt. Um ans Wasser zu kommen, muss man ca. 20 m entlang der Blöcke absteigen. Dies war an diesem Tag die einzige Stelle, um unsere Flaschen aufzufüllen.
Wenig später erreicht man drei kleinere Seen (ca. 2570 m), wo der Weg in eine sanft ansteigende Traverse übergeht. T2
Bald traversiert man in eine Rinne hinein, in der sich eine erste kleine Kletterstelle (Bügel) findet (I).
Dahinter quert man am oberen Rand von Blockfeldern solange, bis man nach links in eine weitere steile, kürzere Rinne steigen kann, die ebenfalls die Hände kurz beansprucht (I). So gelangt man auf einen Rücken, über den man weiter ansteigt (flache plattige Felsen). Schließlich wenden sich die Markierungen beinahe horizontal nach rechts über Blockfelder bis zu einer schwachen Schulter (ca. 2960 m), von der aus man leicht absteigend in den breiten Pass läuft. T4-, 2 h 15 min.

Vom Pass da Casnil Sud (2941 m) oder von der Schulter davor aus gelangt man leicht über Blöcke auf den Südgrat eines ersten Gratköpfchens, welches man leicht links umgeht (I). Weiter auf oder knapp links der Schneide gelangt man zu einem zweiten Köpfchen, welches man über sehr schöne Risse linkerhand erklettert und überschreitet (II). Nun weiter links des Grates zum dritten Kopf, den man von rechts ersteigt. Der 4. Kopf (P. 3040) wird erreicht, nachdem man einen leichten Sattel durchschreitet und über den leichten Grat hinaufsteigt. Vom Sattel kann man später auch direkt zur Casnilpassroute absteigen. Für die Kletterei, T5-, II, 20-25 min.

Auf den einzelnen Köpfchen und in deren Flanken gibt es schöne Pausen- und Aussichtspunkte, allerdings sind die Blöcke nicht immer fest, so dass man diesen Teil mit einer gewissen Vorsicht begehen sollte.

Am Tag darauf verließen wir das Gebiet gerade noch früh genug, um dem folgenden anhaltenden Regen und später Schneefall zu entgehen, der uns leider keine weiteren Touren im Engadin während dieses Urlaubes mehr erlaubte.

Tourengänger: basodino


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