Schafberg und Grappenhorn


Publiziert von carpintero Pro , 13. August 2012 um 22:34.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:12 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Speerkette   CH-SG   Speer-Mattstock 
Zeitbedarf: 8:30
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Strecke:Mittlerwengi - Hinterwängi - Furggli - Chämi - Schafberg - Chämi - Grappenhorn - Furggli - Hinterwängi - Mittlerwengi
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW bis Mittlerwengi (Parkplatz beim Skilift)
Kartennummer:1134 (Walensee)

Wir kommen auf dem Parkplatz bei Mittlerwengi gegen halb neun Uhr an und sind froh nicht zu spät losgegangen zu sein. Das Wetter soll tagsüber sonnig sein, erst gegen Abend sind Gewitter in den östlichen Voralpen zu erwarten. Unsere Ziele sind der Schafberg und das Grappenhorn. Um Kräfte zu sparen, beschliessen wir den Chüemettler auszulassen und den direkten Aufstieg zum Furggli über Hinterwängi zu nehmen. Beim Furggli queren wir ohne Höhenverlust oberhalb von Trüebsiten und Unterbetruns hinüber zur Südwestrippe. Wieder ohne Höhenverlust gehen wir in Richtung Chämi, das ist die Rinne, die zum Schafberg führt.
 
Der Aufstieg durch die Rinne (u. a. *hier von Ivo66 beschrieben) fällt uns nicht schwer. Allerdings ist es fast nicht möglich, die Rinne zu durchsteigen, ohne kleinere Steine zu lösen (Steinschlag!). Jeder Griff muss gut geprüft werden, da sich die Steine leicht aus dem Nagelfluhgefüge lösen. Nach erfolgreichem Aufstieg durch die Rinne steigen wir auf dem z. T. etwas ausgesetzten Grat zum Gipfel auf.
 
Auf dem Gipfel angekommen, erkunden wir die Nordseite, wo uns plötzlich ein Berggänger entgegen kommt. Wir tauschen uns über den Aufstieg von Norden her auf den Schafberg und dem westseitigen Aufstieg zum Grappenhorn aus. Danach geht der unbekannte Berggänger weiter Richtung Chämi und bald darauf sehen wir ihn durch den Feldstecher auf dem Gipfel des Chüemettlers. Trotz Attacken durch Insekten geniessen wir die Aussicht und halten Mittagsrast.
 
Der Abstieg über den Grat bis zum Einstieg der Rinne bereitet keine Probleme und die Schlüsselstelle in der Rinne ist von oben viel einfacher zu meistern als gedacht. Danach queren wir entlang der Höhenlinie in Richtung Furggen, welche wir unterhalb passieren und direkt zum Punkt 1743 aufsteigen. Wir geniessen die Gratwanderung und probieren von den reifen Heidelbeeren, welche hervorragend schmecken.
 
Wir umgehen den Gipfel des Grappenhorns nordseitig auf Wildpfaden. Die Spuren sind ziemlich schlecht zu erkennen, da das Gras und Kraut relativ hoch gewachsen ist, seit ich im Frühsommer hier war. Wir gehen weiter auf der Nordseite, bis wir wieder auf den Grat steigen können und steigen diesem entlang zum eigentlichen Gipfel mit Kreuz und Buch auf. Die Aussicht ist grandios. Wir sind ganz allein, während sich die Besucher auf dem Speer auf die Gipfelplattform drängen. Wir studieren mögliche Routen auf dem Grat zum Speer.
 
Wegen der aufziehenden Wolken und den vorausgesagten Gewittern verlassen wir den Gipfel und beginnen mit dem Abstieg. Dabei gehen wir dem Grat entlang, bis wir schliesslich wieder auf den Durchstieg in die Südwestflanke der am Anfang erwähnten Rippe treffen. Wir gehen den gleichen Weg zurück, den wir gekommen, sind und kehren bei Hinterwängi im Bergrestaurant ein und begutachten nochmals das wunderbare Bergpanorama.

Tourengänger: carpintero

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