Haut de Cry, Ostgrat


Publiziert von Zaza , 2. Juni 2012 um 21:06. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Unterwallis
Tour Datum: 2 Juni 2012
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 2500 m
Abstieg: 2500 m
Kartennummer:1305

Der wilde Haut de Cry gehört für Christophe und mich zu den absoluten Lieblingsbergen. Bisher waren wir je vier mal oben, jeweils zu unterschiedlichen Jahreszeiten und auf diversen Routen. Nun soll es erstmals gemeinsam klappen und dazu noch über den Ostgrat, den wir seit bald drei Jahren auf der Liste der begehrten Ziele haben.

Wir treffen uns in Chamoson und folgen zunächst dem Wanderweg bis Neimia. Dort schliesst sich uns ein Hund an, der uns nun auf dem steilen Aufstieg Richtung P. 1256 begleitet. Zum Glück hat es kurz vor diesem schönen Aussichtspunkt eine Kraxelstelle mit Fixseil - hier muss das Tier umdrehen. Wir steigen weiter steil auf bis Les Ancillons, bleiben dann auf dem Grat bis auf etwa 1800 m und queren nun ansteigend zum Refuge du Gurrit. Dieses Hüttchen ist für einmal offen (normalerweise muss man sich die Schlüssel in Chamoson beschaffen) und sieht recht angenehm aus für eine Übernachtung.

Anschliessend queren wir La Tine und steigen nun weglos auf zu P. 2312. Von dort folgt eine Querung über einige steile Felshalden und Schneefelder und schliesslich ein steiler Direktaufstieg zum Col du Petit Renard. Hier beginnt, nach rund 2000 hm Aufstieg, der eigentliche Ostgrat. Wir steigen zunächst ohne besondere Probleme (Schutt/Platten gemischt) zu P. 2754 auf. Danach stellen sich einige Felsgebilde in den Weg, die wir überkraxeln oder auch links umgehen. Der Grat wird nun schmal, exponiert und eher plattig, doch der Fels ist leider nicht besonders solid. Mit grosser Vorsicht übersteigen wir diverse Zähne und erklimmen schliesslich etwas rechts haltend den Ostgipfel (P. 2951) mit grossem Steinmann und Gipfelkreuz.

Der direkte Abstieg in den nächsten Sattel ist wenig einladend. So steigen wir in extrem losem Gestein vorsichtig in der Nordflanke ab, bis wir über Schnee in den Sattel queren können. Von hier ist der Aufstieg zum Mittelgipfel recht simpel. Der Abstieg ist wieder etwas anspruchsvoller, entweder über den Grat (brüchig) oder in der Flanke rechts (Schnee). Wir erreichen den Sattel vor dem Hauptgipfel und steigen über den Grat auf, wobei zuletzt wie üblich eine kleine Scharte zu überwinden ist (II). Was für eine Freude, diese lang ersehnte Tour endlich zu einem guten Ende gebracht zu haben, und das bei derartigem Prachtswetter!

Der Abstieg nach L'Itre du Bouis durch die schneebedeckte Ostflanke weist leider nicht ganz optimale Verhältnisse auf, sprich der Schnee ist etwas zu weich, vor allem im oberen Teil. So erreichen wir nur Abstiegsgeschwindigkeiten von knapp 50 m/Min und brauchen eine geschlagene halbe Stunde für die 1000 hm bis L'Itre du Bouis (die Müllsäcke kamen dabei nicht zum Einsatz). Von dort auf dem gebräuchlichen Weg nach Einzon, L'Airette und Ardon (wenn das Derborence-Postauto schon gefahren wäre, wäre es interessant gewesen, in Motélon zuzusteigen).

Hinweise:
  • Man kann den Ostgrat auch von L'Itre du Bouis aus erreichen, dies entweder beim Petit Renard oder bereits weiter unten, indem man Le Cheval überschreitet (nicht trivial)
  • Denkbar ist auch eine Gesamtüberschreitung, indem man vom Col de la Forcla her zuerst die Ponites de Tsérié überquert und dann auf dem Westgrat aufsteigt. Dabei wird der letzte Aufschwung vor dem Gipfel mit Vorteil nördlich umgangen.
  • Der Besuch des Haut de Cry erfolgt mit Vorteil im Frühling oder Frühsommer, weil man sonst mit endlosen Geröllhalden zu kämpfen hat.

Tourengänger: Zaza, Hurluberlu


Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen

T6+ III
17 Sep 08
Passage interdit · lorenzo
T6+
12 Aug 15
Haut de Cry face sud · Bru57
T6 L II
4 Jul 15
Haut de Cry face sud · Bru57
T6 WS II
6 Jun 15
Haut de Cry ESE · Bru57
T5 II

Kommentare (7)


Kommentar hinzufügen

Hurluberlu hat gesagt: L'Arlésienne
Gesendet am 2. Juni 2012 um 21:13
Une toute belle jeurn' en montagne qui aurait aussi bien pu s'intituler l'Arlésienne.
Récompense pour moi d'une fréquentation assidue d'un alpiniste modeste et aguerri.
Le RDV est donné pour le versant sud et l'arête Ouest.

lorenzo Pro hat gesagt: Rondeau fantastique
Gesendet am 3. Juni 2012 um 20:59
Gratuliere! Da lassen sich die knapp 50m/m leicht verschmerzen...

lorenzo

CarpeDiem hat gesagt: Joli...
Gesendet am 4. Juni 2012 um 09:05
...joli. Mon autre moitié s'est jeté directement sur les cartes quand il a vu ce tour! Chapeau bas!

Hurluberlu hat gesagt: Merci Lorenzo, Anne-Catherine
Gesendet am 4. Juni 2012 um 21:54
Merci pour les compliments. A voir le sourire de Manu au sommet, je crois que l'on a pris tous les deux beaucoup de plaisir, même si sa modestie l'interdit de le cryer sur tous les toits du monde.

adrimiglio hat gesagt:
Gesendet am 9. Juni 2012 um 17:10
Ciao ragazzi
complimenti per l'escursione, 2500 m con quelle difficoltà non è da tutti anzi...solamente per pochi.
Ma sbaglio o Christophe giocava in casa...

Adry

vset74 hat gesagt: amusant
Gesendet am 27. Juli 2012 um 14:12
Je viens de tomber sur votre rapport et je me souviens parfaitement de l'épisode du chien. Vous nous avez doublé à la Routia et lègué le chien errant quelques instants avant qu'il renonce aux cables. Nous avons pris le même chemin que vous jusqu'au dessus de Gurrit avant de bifurquer en direction de la tête de Vertsan. Mais vous montiez si vite qu'on ne vous à plus aperçu une fois les cables passés. Bel endroit sauvage. On tentera le sommet principal avant l'automne depuis La Forclaz et une arete secondaire NW avant l'arete finale par curiosité.

Zaza hat gesagt: RE:amusant
Gesendet am 27. Juli 2012 um 20:42
Tiens, c'est sympa de se retrouver dans le WWW! En effet, on est monté assez vite, parce que nous ne savions pas encore quelles surprises l'arête pourrait présenter.

Ce versant nord depuis le col de la Forclaz est très pierreux, mais il y a des sentes des animaux qui rendent le parcours un peu plus agréable. Le passage le plus difficile est le petit couloir qui mêne à l'arête NE, près du P. 2732.

A+ zaza


Kommentar hinzufügen»