...unten Blau und oben Grau!


Publiziert von Henrik Pro , 14. Januar 2012 um 15:05.

Region: Welt » Schweiz » Freiburg
Tour Datum:11 Januar 2012
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-FR 
Zeitbedarf: 1:00
Strecke:Um Sâles herum
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV
Kartennummer:SBB GA

 ... was, nicht schon wieder nach Bulle? Das Tessin ist zwar nie zu weit, doch für einen Tagesausflug mit Abfahrtszeit 10 Uhr doch zu spät – fürs Zmittag in Bellinzona würde es reichen: im dortigen SBB-Restaurant, das den Angestellten der SBB offensteht, wäre mein Besuch gewogen (so das ent-sprechende Mail 2010 aus der Feder der SV-Group). Auch der Jura wäre nur einen Steinwurf entfernt, aber Kollege Zaza, dem ich die Notiz verdanke, hinzuweisen auf die gute, schnelle und neue Verbindung ab Freiburg in weniger als einer Stunde am Fusse der Freiburger Alpen stehen zu können, hat ein neues Feuer entfacht. Als GA-Nutzer freut mich das – diese zwei Stunden ab Basel verbringe ich mindestens ab Freiburg nicht mehr damit, in Schlagzeilen zu suhlen oder Leserbriefe zu verfolgen, stattdessen flaches, weites  Land und Hügelzüge, Freiburger Vorland mit Landwirtschaftszonen. Die angetroffene Vielfalt begeistert. Flugs bin ich in Romont. Da ich diesmal den vorgeschlagenen Fahrplanzeiten nicht gehorche, habe ich etwas Zeit mir wieder mal den Bahnhof zuzuführen – eine Leier ist das, nicht schon wieder Abfalleimer der Sorte SBB ... doch, aber auch das Licht, das sein Glühen auf die Regionalbahn lenkt und spielt...
 
 ... diesmal finde ich auf Anhieb den Bus, der mich zum Mittagstisch bringen soll. Obwohl Alltag, bin ich mit zwei Frauen, die volle Einkaufstaschen mit sich führen, alleine im Bus, der mit der roten Schnauze und den roten Punkten, die auf den Bildern dieses Tour ihren Niederschlag gefunden haben. Ich beichte es gleich zu Beginn: ich bin wahrscheinlich keinen zusammenhängenden Kilometer gewandert und habe auch keine Höhenmeter geleistet – dafür habe in einem Restaurant de la Gare zu Mittag gesessen, in dessen Gaststube ich der einzigste Gast war, aber es war ja auch schon halb zwei! Die Fahrt nach Sâles erscheint mir in einem gänzlich andern Licht, auch in Bezug auf meine Wanderung hier vor ein paar Tagen. Jede Erkundung, auch wenn schon Tausende Male zuvor erschlossen, variiert in der Wahr-nehmung. Allein die Namen und Flure, die ich antreffe, fordern meine Neugier heraus: z. B. Vuisternens-devant-Romont, das in seinem Namen einen Bezug zum Winter herstellt...sagt Wikipedia. Hingegen findet sich ein Eintrag über Sâles erst im historischen Lexikon. Wer sich für die Flurnamenerhellungen insbesondere der französischsprechenden Schweiz interessiert, ist mit diesem Link sehr gut bedient!
 
 ... die Bushaltestelle für Sâles befindet sich nicht in der Dorfmitte, sondern am Ortsrand; der Zug hält seit der Neuauflage durch die RER/SBB mit dem  Fahrplanwechsel auch nicht mehr hier. Hingegen imponiert der riesige PP vor dem Restaurant de la Couronne sowie die wuchtige Bauweise dieser Lokalität. Wenn man sich in Erinnerung ruft, wie der Romands am Sonntag im Kreise der ganzen Familie zu Tische sitzt, machen Bankettsäle durchaus Sinn, so auch in hier. Ich halte mich nicht lange auf und entscheide mich für das Tagesmenü: Rippli/Wienerli auf Sauerkraut mit Salzkartoffeln. Eine dünne Gemüsesuppe als Entrée – ich bin zwar satt geworden, aber damit hat es sich. Um mich doch hinterher noch etwas zu bewegen – keine Legföhren oder tiefe Schneekuhlen in der Umgebung - finde ich dann doch eine Sonnenseite, nämlich die in vollem Nachmittagslicht aufragenden Freiburger Alpen sowie die Bastion Moléson in unmittelbarer Nähe von Bulle.


Ich spaziere die Strasse zurück zur Bushaltestelle und entdecke die Shots des Tages! Mit dem Bus fahre ich danach nach Bulle. Erledige Kleinkram wie Post und Fahrpläne generieren, steige ich in den RegioExpress zurück nach Fribourg, wo in der Nähe von Mézières die Sonne sich endgültig verabschiedet – zäher und kaum wenige Meter Sicht zulassender Nebel fällt über die Landschaft her. Um 16.04 besteht Anschluss nach Bern, und unvermeidlicherweise, im Zug nach Basel sitzen die ausgelaugten Berufsleute, die täglich pendeln. Sie kontrastieren erheblich zu meinen Bildern an diesem Nachmittag, wo auch Linien und Symbole eine Landschaft prägen können.
 
 ... ich habe eine neue Destination gefunden, meinte doch auch Tobi, ob ich neuerdings in Bulle zu erreichen wäre? Gestern Freitag (upps! ein Dreizehnter) bin ich nach meinen vier Stunden Spital Laufen IMC nochmals nach Bulle gefahren – eigentlich wollte ich von Le Châtelard aus den Sonnenuntergang beobachten, im Hotel du Lion d’Or kurz einkehren und wieder nach Basel zurückfahren – es blieb beim Besuch von Bulle und via Fribourg – Yverdon-les-Bains  zurück an die Rheinstadt. Denn mit dem tiefen Sonnenstand ist ab 16.30  zurzeit keine Furore zu machen, je nach Blickwinkel. Immerhin haben aber die verschiedenen Exkursionen der vergangenen 14 Tage etwas deutlich gemacht: vielleicht eine Dependance wie im Tessin suchen und aber auch mit andern hikr.n das Freiburger Vorland zum TuT aufsuchen.
 
 ... meteorologisch nicht ganz erklärbar ist mir der Befund der angetroffenen Situation: in Romont schien an diesem Mittwoch nur kurz die Sonne, in Bulle, das auf gleicher Höhe liegt, flutete die Sonne den ganzen Tag. Da zwischen diesen beiden Kleinstädten kein Höhenzug liegt, kann ich mir eine solche Wetterlage nicht erklären ... am Nicht-Käffele liegt es wohl nicht!
 
  

  

Tourengänger: Henrik


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Kommentare (1)


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bidi35 hat gesagt: hoffentlich hast du dann gestern...
Gesendet am 14. Januar 2012 um 18:15
...in Bulle im "take away" im Bahnhof doch noch ein Käfeli genossen...Kafi u Gipfeli 3.50 = 7.-- für bidi35....doppelte Portion!!

LG Heinz


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