Traversierung Erosionstrichter "Fallätsche"


Publiziert von Taka , 19. September 2007 um 18:44.

Region: Welt » Schweiz » Zürich
Tour Datum:19 September 2007
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Albiskette - Höhronen   CH-ZH 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 400 m
Abstieg: 400 m
Strecke:Adliswil-Felsenegg-Glecksteinhütte-Fallätsche-Teehütte- Üetliberg-Friesenburg-Oggenfuess-Kolbenhof-Leimbach-Wollishofen

Spontane Nachmittagstour auf meinem Hausberg. Unterwegs abseits des Touristenstroms. Der Üetliberg war schon mein Kinderspielplatz und dennoch entdecke ich auch heute noch versteckte Routen, welche anspruchsvolles Begehen garantieren. Jedesmal wieder ein Hochgenuss:-)

Von Adliswil auf die Felsenegg und dort dem "Grat" (T1) entlang bis an die Südkrete des Erosionstrichters namens Fallätsche. Es gibt einen Einstieg, welcher weiss-blau markiert ist und zur Glecksteinhütte (T4) führt. Von der Glecksteinhütte dieses Mal auf dem direkten Pfad quer durch den Trichter Richtung Teehütte (T4). Immer wieder Abstecher zum höher liegenden Felsband (T5). Der Hang unterhalb der Teehütte erlitt anscheinend einen Erdrutsch. Das letzte Stück des Pfades war nicht begehbar und ich wählte den Direktaufstieg (T5). Kurze Rast und die Aussicht geniessen.

Auf der Nordkrete wieder hinauf auf den Gratweg und dort auf den Üetliberg mit kleinem Abstecher auf den Aussichtsturm (T1). Die Nagelfluehfelsen beim Leiterliweg lassen sich übrigens bestens erklettern (I-II), eine willkommene Abwechslung nach dem Aspalttreten!

Kurz unter dem Fernsehturm bei einer Feuerstelle auf einer kleinen Anhöhung geht der "Wurzelweg" steil hinunter (T4). Auf den ersten Blick würde man dort keinen Weg vermuten und die Leute schauen einem schon etwas blöd an wenn man dann durchs Dickicht einfach "s'Loch ab verreist" . Man erreicht schon bald eine Hütte worauf man kurz danach einen Felsen absteigen muss (Drahtseil). Man  nimmt dann die erste Möglichkeit (vor dem Höhlenweg) nach links und überquert eine moorige Wiese. Weiter wieder steil über Wurzeln auf einem Grätchen (T3) bis man die zweite Wiese erreicht, welche man bis zum unteren Ende absteigt. Dort weglos durch den Wald bis man auf den "inoffiziellen" Friesenburgweg kommt. Diesem 10  Minuten nach Norden folgen und man steht vor dem unscheinbaren Hügel wo die Ruine der Friesenburg darauf thront. Hinauf und in Kindheitserinnerungen schwelgen. Wieviele Stunden haben wir damals auf dieser Burg verbracht, teils die Nächte mit Lagerfeuer um die Ohren gehauen!? Leider ist die Burg seit meinem letzten Besuch (3 Monate) von Vandalen versprayt worden...was für eine Schande und Respektlosigkeit!!

Jetzt wirds lustig! Man steigt zum Burgbrunnen nach Norden ab und sucht sich einen direkten Weg nach unten (T4). Nach ca. 20 HM findet man etwas versteckt eine hammergeile Naturrutschbahn. Der Einstieg ist unter einem Dach aus Wurzeln. Danach rauscht man in einem Höllentempo 40-45 Grad steil auf rutschigem Lehmboden durchs Gestrüpp und Schanzen auf einer Länge von ca. 60 Metern bis zum offiziellem Friesenburgweg. Achtung beim Bremsen!!

Weiter gings unspektakulär auf dem Wanderweg (T1) via Oggenfuess und Kolbenhof/Albisgüetli auf den Laternenweg und von da via Gänzilohweg über Leimbach nach Wollishofen, wo ich bei meiner Freundin das wohlverdiente Bier genehmigte...CHEERS!

Anhang zur Schwierigkeit: Die Trampelpfade durch die Fallätsche (Traversierung) werden mit BG bewertet, was gemäss der neuen Skala T5+ bis T6- entspricht. Meiner Meinung nach ist die Schwierigkeit für eine Traversierung klares T4, sofern man den Pfad nicht verlässt und bei trockenem Untergrund. Eine vertikale Durchsteigung der Fallätsche liegt jedoch definitiv im T6-Bereich.

Weitere Infos zur Fallätsche: http://www.romankoch.ch/teehuus/umgeb.htm


Tourengänger: Taka, sandra1

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Kommentare (2)


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ossi hat gesagt: Waldmensch
Gesendet am 19. September 2007 um 19:08
Grins... Das sieht sicher lustig aus: Taka verschwindet vor staunender Menge Im Wurzelreich und begegnet ihnen weiter unten wieder, indem er wie ein Freestyler die Erde runterrutscht und mit einem seven-twenty über den Wanderweg schwebt ins nächste Erdloch....

Gruss
ossi

Taka hat gesagt: RE:Waldmensch
Gesendet am 19. September 2007 um 19:19
Genauso :-))) Immer wieder köstlich! Letztes Mal sassen da beim Ausgang der Rutsche Leute am Picknicken. Sandra und ich kamen in einem Höllentempo und dreckig von Kopf bis Fuss aus dem Wald geschossen und nach zwei Überschlägen und einem "Grüezi" im Vorbeifliegen verschwanden wir wieder im Himbeerstrauchdickicht gefolgt von "Aua Aua Aua" "Verdammt" "Scheisse"

:-))


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