Barthgrat - ein Markstein der Alpingeschichte -
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Der von Hermann von Barth im Juli 1870 erstbegangene und nach ihm zu Ehren benannte "Barthgrat" wird vom Karwendelführer als ein "Markstein der Alpingeschichte" bezeichnet.
Zu Recht, denn jedem muß der Atem stocken, der auf im geht und dann bedenkt, das der liebe Hermann damals keinen AV-Führer zu Hand hatte, kein GPS/Handy/25000 -er Karte hatte, er mit schwerer Lodenjacke, Champagnerflasche(als Trinkgefäß), Kaffeemaschine(!) und langer Alpenstange bewaffnet unterwegs war um diesen wirklich mehr als luftigen Grat zu stürmen.....noch dazu seilfrei! Ein wahnsinniger Pionier seiner Zeit.
Es ist wirklich UNGLAUBLICH wie alpinistisch stark der Mann drauf war, wenn man den Grat selber absolviert hat.
Los geht's wie immer bei solchen Touren mit dem Bike in Scharnitz.
Auf ins schöne Gleirschtal und hoch über die alte, grobe Schotterstrecke zum Bikedepot am Beginn des schönen Jagdsteiges, der hoch ins Jägerkar führt.
Einsam geht's hoch durch's Felsportal zum Kar in den Flecken.
Via SO- Flanke in leichtem Gelände zum Katzenkopf(I+ und brüchige Schrofen).
Hier hat's seit neuem ein schönes GB(Dank dem Spender!), wir sind die 2. Partie die hochgeht heuer.....soviel zur Frequenz auf diesem Berg.
Dann geht die "Wanderung" los:
Zuerst leicht über den Ostgrat lange über brüchige Felssufen runter(I-II) und dann waagrecht dahin.
Weiter südlich vom Grat auf luftigen, ausgesetzen Bändern bis zum Abbruch.
Hier ist dann Ende der Wanderung.
Es geht runter in eine Scharte(Stellen III, brüchig und steinschlaggefährlich).
Oben kann man mittels Klemmkeilen die Sache aber recht gut absichern.
Nicht absteigen in den dunklen Felskamin, der nach SO abbricht!
Man hält sich hier immer am abbrechenden Grat, auch wenn's am Anfang etwas unüberschaulich ist.
Runter in eine Scharte und auf der anderen Seite wieder hoch(II/III).
Weiter waagerecht am luftigen Grat bis zum gelben Abbruch.
Hier geht's rechts brüchig runter und weiter nach NO in eine sehr enge, brüchige, gelbe Scharte.
Nun nach rechts zu dem fragilen Grattürmchen und zur "messerscharfen Schneide".
Diese erreicht man, die schärfste, senkrechte Gratkante rechts(südlich) umgehend über luftige Felsen.
Es ist schon eine etwas bizarre Szenerie und Vorstellung, wenn man jetzt bedenkt, daß der 25-jährige H. v. Barth damals 1870 über die nun folgende echt messerscharfe Schneide(III, extrem luftig!) mit seinem über 2 Meter langen Alpenstock drübergegangen ist!
Nach dieser Gruselstelle geht's nochmal runter in eine sehr enge Scharte(II/III, Steinschlag!) und über die folgende Wand(II/III, halbwegs fester Fels, Steinschlag!) wieder hoch zum Grat.
Jetzt hat man es fast geschafft, der weitere Grat ist nur noch I-II und teilweise recht luftig, aber sonst nicht mehr schwer. Das Seil kann in den Rucksack.
Über brüchige Schrofen(I) erreicht man die Mittlere Jägerkar.
Tja, jetzt kann man sich seine Halbe aufmachen, wenn man eine dabei hat.
Der Abstieg zur Südlichen Jägerkar(I+) ist rel. leicht, wenn auch nicht trivial.
Aufpassen muß man in den steilen Schrofen schon, unten im Kar "in den Flecken" hat man es dann endgültig geschafft.
Der Rest ist Formsache....mit dem Bike geht's in Windeseile zurück zum P.
***** Tour für T6-Freaks und etwas darüber hinaus belastbare Bergabenteuerer; landschaftlich einzigartig schön, wie der AV-Führer richtig verspricht.
50m Seil sehr empfehlenswert, dazu einige Klemmkeile und Bandschlingen.
Die AV- Führer Beschreibung stimmt, auch wenn's knapp beschrieben ist.
EIN UNVERGESSLICHES KARWENDEL-ABENTEUER!
Wenn man noch länger im Jahr Licht hat, dann kann man ja noch den Katzenkopf SW-Grat(den Kardirk gemacht und toll beschrieben hat) vorher noch dranhängen.....muß aber dann weit zu Fuß zum Bike zurückhatschen.
Wir haben die "Fußfreundliche" Variante gewählt.
SORRY für die vielen Bilder!
Mit auf Tour: mein unverzichtbarer Karwendel- Abenteuerer UWE.
Zu Recht, denn jedem muß der Atem stocken, der auf im geht und dann bedenkt, das der liebe Hermann damals keinen AV-Führer zu Hand hatte, kein GPS/Handy/25000 -er Karte hatte, er mit schwerer Lodenjacke, Champagnerflasche(als Trinkgefäß), Kaffeemaschine(!) und langer Alpenstange bewaffnet unterwegs war um diesen wirklich mehr als luftigen Grat zu stürmen.....noch dazu seilfrei! Ein wahnsinniger Pionier seiner Zeit.
Es ist wirklich UNGLAUBLICH wie alpinistisch stark der Mann drauf war, wenn man den Grat selber absolviert hat.
Los geht's wie immer bei solchen Touren mit dem Bike in Scharnitz.
Auf ins schöne Gleirschtal und hoch über die alte, grobe Schotterstrecke zum Bikedepot am Beginn des schönen Jagdsteiges, der hoch ins Jägerkar führt.
Einsam geht's hoch durch's Felsportal zum Kar in den Flecken.
Via SO- Flanke in leichtem Gelände zum Katzenkopf(I+ und brüchige Schrofen).
Hier hat's seit neuem ein schönes GB(Dank dem Spender!), wir sind die 2. Partie die hochgeht heuer.....soviel zur Frequenz auf diesem Berg.
Dann geht die "Wanderung" los:
Zuerst leicht über den Ostgrat lange über brüchige Felssufen runter(I-II) und dann waagrecht dahin.
Weiter südlich vom Grat auf luftigen, ausgesetzen Bändern bis zum Abbruch.
Hier ist dann Ende der Wanderung.
Es geht runter in eine Scharte(Stellen III, brüchig und steinschlaggefährlich).
Oben kann man mittels Klemmkeilen die Sache aber recht gut absichern.
Nicht absteigen in den dunklen Felskamin, der nach SO abbricht!
Man hält sich hier immer am abbrechenden Grat, auch wenn's am Anfang etwas unüberschaulich ist.
Runter in eine Scharte und auf der anderen Seite wieder hoch(II/III).
Weiter waagerecht am luftigen Grat bis zum gelben Abbruch.
Hier geht's rechts brüchig runter und weiter nach NO in eine sehr enge, brüchige, gelbe Scharte.
Nun nach rechts zu dem fragilen Grattürmchen und zur "messerscharfen Schneide".
Diese erreicht man, die schärfste, senkrechte Gratkante rechts(südlich) umgehend über luftige Felsen.
Es ist schon eine etwas bizarre Szenerie und Vorstellung, wenn man jetzt bedenkt, daß der 25-jährige H. v. Barth damals 1870 über die nun folgende echt messerscharfe Schneide(III, extrem luftig!) mit seinem über 2 Meter langen Alpenstock drübergegangen ist!
Nach dieser Gruselstelle geht's nochmal runter in eine sehr enge Scharte(II/III, Steinschlag!) und über die folgende Wand(II/III, halbwegs fester Fels, Steinschlag!) wieder hoch zum Grat.
Jetzt hat man es fast geschafft, der weitere Grat ist nur noch I-II und teilweise recht luftig, aber sonst nicht mehr schwer. Das Seil kann in den Rucksack.
Über brüchige Schrofen(I) erreicht man die Mittlere Jägerkar.
Tja, jetzt kann man sich seine Halbe aufmachen, wenn man eine dabei hat.
Der Abstieg zur Südlichen Jägerkar(I+) ist rel. leicht, wenn auch nicht trivial.
Aufpassen muß man in den steilen Schrofen schon, unten im Kar "in den Flecken" hat man es dann endgültig geschafft.
Der Rest ist Formsache....mit dem Bike geht's in Windeseile zurück zum P.
***** Tour für T6-Freaks und etwas darüber hinaus belastbare Bergabenteuerer; landschaftlich einzigartig schön, wie der AV-Führer richtig verspricht.
50m Seil sehr empfehlenswert, dazu einige Klemmkeile und Bandschlingen.
Die AV- Führer Beschreibung stimmt, auch wenn's knapp beschrieben ist.
EIN UNVERGESSLICHES KARWENDEL-ABENTEUER!
Wenn man noch länger im Jahr Licht hat, dann kann man ja noch den Katzenkopf SW-Grat(den Kardirk gemacht und toll beschrieben hat) vorher noch dranhängen.....muß aber dann weit zu Fuß zum Bike zurückhatschen.
Wir haben die "Fußfreundliche" Variante gewählt.
SORRY für die vielen Bilder!
Mit auf Tour: mein unverzichtbarer Karwendel- Abenteuerer UWE.
Tourengänger:
ADI

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Kommentare (10)