Gantrisch Panoramaweg


Publiziert von Linard03 Pro , 7. September 2011 um 13:16.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Berner Voralpen
Tour Datum: 3 September 2011
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1318 m
Strecke:Guggisberg - Guggershörnli - Schwendelberg - Riffenmatt / Ottenleuebad - Cheeserehöhle - Ottenleuebad / Ottenleuebad - Pfyffe - Gägger - Süfternen - Schüpfenfluh - Selibühl - Gurnigel-Bad
Zufahrt zum Ausgangspunkt:per Postauto bis Guggisberg bzw. Rufbus nach Otteleuebad
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Postauto nach Gurnigel-Bad

Unsere diesjährige Vereinsreise führte 13 wohlgelaunte Männer ins Gantrisch-Gebiet. Die Region ist mir relativ unbekannt; mal abgesehen davon, dass ich in jüngeren Jahren mal im Militär mit schwerem Gepäck auf den Gantrisch steigen durfte - inkl. Rückmarsch nach Thun ...

So fuhren wir also heute per Bahn bis Schwarzenburg, um dann per Postauto nach Guggisberg zu gelangen. Hier musste erst mal der Durst gelöscht werden, schliesslich hatten wir eine lange Anfahrt ... Das Vreneli haben wir jedoch nicht gesehen, so brachen wir denn bei schönstem Wetter zum Guggershörnli auf. Da die Temperaturen bereits ziemlich hoch waren, flossen beim Treppenaufstieg die ersten Schweisstropfen.

Nach kurzer Zeit erreichten wir dann also bereits das Guggershörnli (1283m), ein schöner Aussichtspunkt. Obwohl es dunstig war und so die maximale Fernsicht nicht möglich, sah man bis zum Wetterhorn, Schreckhorn und Eiger. Ein kurzer Abstieg und nochmals ein leichter Anstieg - schon standen wir auf dem 2. Gipfel des Tages; Schwendelberg (1296m). Dort machten wir eine ausgiebige Mittagsrast.
Der Abstieg folgt danach nach Riffenmatt, wo uns ein Rufbus erwartete. Dieser brachte uns nach Otteleuebad, wo wir übernachten werden.

Nach kurzer Stärkung wollten wir aber noch einen kleinen Rundspaziergang machen; das Ziel war die Cheeserehöhle. Bisher fanden nur Ortskundige das Cheesereloch, der Sage nach das Schloss der Zwerge und ihrer Feenkönigin Helva. Seit Anfang August 2009 weisen nun hölzerne Zwerge den Besuchern den Weg. Viel gibt es allerdings nicht zu sehen (Taschenlampe mitbringen!); nach ca. 30 - 40m mündet das Ganze in einer Sackgasse.

Zurück in Otteleuebad gab's dann erst mal einen feinen Coupe. Später folgte ein gemütlicher Abend mit Jass-Einlagen, während sich draussen der Himmel entleerte und es stark regnete.

Tag 2
Am andern Morgen war es wenigstens wieder trocken, auch wenn der Nebel ziemlich tief hing und noch viel Feuchtigkeit in der Luft lag.
Um 9 Uhr brachen wir dann auf, um einen Teil des Gantrisch-Panoramaweg's abzulaufen. Oder anders formuliert: heute war Gipfelchen-Sammeln angesagt ;-)  Zunächst stiegen wir auf den Pfyffe (1666m), welcher einen ersten Eindruck auf den vom Lothar-Sturm verwüsteten Wald gab. Weiter ging's auf den nächsten Gipfel, den Gägger (1635m). Hier startet denn auch der sog. "Gägger-Steg". Durch den Sturm Lothar wurde im Jahr 1999 der Wald am Gägger fast vollständig zerstört. Die Waldfläche von 12 Hektaren wurde als Waldreservat ausgeschieden und vollständig der Natur belassen. Der "Gägger-Steg" führt über das Lothar-Sturmholz und bietet eindrückliche Blicke über die Zerstörung einerseits und das Nachwachsen der Pflanzen / Bäume andererseits.

Nun ging's weiter durch erstaunliche Sumpflandschaft, hinunter Richtung Süftene. Dann folgte ein weiterer Anstieg, zuletzt noch steil, sodass man trotz mässig warmen Temperaturen ins Schwitzen kam. Die Schüpfeflue (1720m) lag jedoch mehrheitlich im Nebel, sodass die Aussicht beschränkt war. Trotzdem war jetzt Mittagsrast angesagt.

Danach ging's hinunter zum Selibüelsattel, um gleich noch den letzten und höchsten Gipfel des Tages zu stürmen, den Selibüel (1750m). Da es leicht aus dem Nebel nieselte, ging's sofort weiter zum Gurnigel Berghaus.
Jetzt folgte noch der Abstieg nach Gurnigelbad, welcher es noch in sich hatte: der Weg scheint wenig begangen und durch den Regen waren selbst die Waldpartien derart aufgeweicht, dass das Ganze zu einer schmierigen Rutschpartie wurde - die Herausforderung kam also noch ganz zum Schluss ;-).

Unüberhörbar fand heute das Gurnigel-Bergrennen statt - jedenfalls waren die entspr. Motorengeräusche während des Abstieges deutlich hörbar ... Kurz nachdem wir unser Tagesziel (Gurnigelbad) erreichten, begann es zu regnen. So hatten wir Gelegenheit, die unterschiedlichen Boliden (frisierte Opel Kadedett's bis Formel 2 ...) zu bestaunen, welche mit Gedröhne und unglaublichen Geschwindigkeiten den Berg hinauf rasten, mit Ziel Gurnigelbad.
In einer Rennpause durfte dann das Postauto die Strecke ebenfalls befahren, allerdings etwas gemächlicher ;-) Via Riggisberg fuhren wir nach Thurnen, von wo aus wir mit dem Zug wieder nach Hause fuhren.

Schön war's! Der Dank gilt Andi, welcher die Reise hervorragend organisiert hat und den Meisten von uns eine bislang unbekannte Region gezeigt hat.

Zahlen:
Tag 1

- Aufstieg: 446m / Abstieg: 484m
- ca. 3 Std.

Tag 2
- Aufstieg: 555m / Abstieg: 834m
- ca. 5 Std.

Tourengänger: Linard03

Galerie


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