Schnüerliweg mit Fortsetzung nach E ( Churfirsten )


Publiziert von Lu3418 , 2. September 2011 um 14:34.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:31 August 2011
Wandern Schwierigkeit: T6- - schwieriges Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Churfirsten   CH-SG 
Zeitbedarf: 6:15
Aufstieg: 1400 m
Strecke:Iltios-Sattel-Nideri-"verlängertes Schnüerli"-Valsloch-Chäserugg-Iltios
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Unterwasser
Kartennummer:Buchs(1135) Walensee(1134)

Der Schnüerliweg ist ja im Hikr schon ganz populär geworden. Er bezwichnet bekanntlich den "Weg" entlang dem Fuss der Südwände von Hinterrugg und Schibenstoll zwischen Valsloch und Stollenfurgge. 2009 ist Adrian mit mir diesen Weg gegangen, wobei wir das Schnüerli nach W verlängert hatten ( http://www.hikr.org/tour/post28849.html ).Seither hatte ich im Kopf, einmal zu versuchen, das Schnüerli nach Osten zu verlängern unter dem Tristencholben durch bis in die Nideri. Im Hikr habe ich nichts darüber gefunden.Diese Strecke ist deutlich schwieriger als das eigentliche Schnüerli: unüberichtlicher und nicht so klar vorgegebene Linienführung. Im Grossen Ganzen T5, einige Stellen eindeutig T6, sodass ich es als T6 einstufen würde.

Nideri ( 1839 )

Von Iltios (mit Bahn, leider fährt die erste erst um 08.30) über Plisen zum Sattel (1946) und mit einer Gegensteigung von ca 200 m über ein paar Stufen (mit Drahtseil) in den Uebergang der Nideri. Herrlicher Blick gegen Sichelkamm.

Wie gehts nun weiter?

Der Weiterweg ist nur bis zum ersten Chamm der "Tscherlerchamm" sichtbar und der Wandfuss des Tristencholben noch sehr zergliedert. Ich bin abgestiegen auf dem steilen Weglein Richtung Lysis bis dort wo er am weitesten nach w ausholt ziemlich genau bei 1700m. Ueber sehr steile Grasflanken mit Geröll, unterbrochen von Runsen, steil aufwärts möglichst hoch an die Felsen. Vom Scheitel des Kammes hat man wieder nur Einblick bis zum nächsten Kamm. Einzelne Partien laufen sich ganz ordentlich, dann wieder äusserst abschüssig oder von schmalen abfallenden Felsbänderrn unterbrochen. Das Fortkommen ist deutlich langsamer als auf dem eigentlichen Schnüerli. Die Schlüsselstelle stellt der letzte ausgeprägte Kamm dar von dem man guten Einblick ins Valsloch und hinunter auf die Alphüttli der Büls hat (unterhalb P. 1995). Hier kommen einzelne verwegene Tannen bis nahe an den Fels. Leider ist hier ein Stück der Grasnarbe abgeruscht. Hier gilt es, in sehr rutschigem Gelände einige Meter abzusteigen, um eine Tanne nach re abzudrehen und über eine senkrechte Stufe hinunter wieder auf die Fortsetzung des Wandfussweges zu gelangen. Achtung: dort wo ich etwas abgestiegen bin verleitet ein schön grünes Band steil nach oben, verliert sich aber dann weiter oben in den Wänden, wie ich später sehen konnte.
Relativ einfach der Wand entlang absteigend zum Bergweg durchs Valsloch (grosses Wegzeichen).

Valsloch-Chäserugg

Da die Zeit schon recht fortgeschritten war stieg ich über den Chäserugg aus ( gut 400 HM ) anstelle dem normalen Schnüerli nochmals zu folgen bis Stollenfurgge. und zurück nach Iltios

Tourengänger: Lu3418

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Kommentare (3)


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Zaza hat gesagt:
Gesendet am 2. September 2011 um 20:05
meines Wissens ist die östliche Fortsetzung des Schnüerliweges auch als "Rau Pfad" bekannt. Ich kenne die Route nicht, aber sie sieht interessant aus auf deinen Fotos!

Gruess, zaza

Alpin_Rise hat gesagt: Nicht rau, aber trotzdem herb
Gesendet am 3. September 2011 um 13:07
Hab einen Tag nach deiner Tour dort hinaufgestiert und mich gefragt, warum noch niemand die Tour dokumentiert hat - et voilà!
Es handelt sich bei deiner Fortsetzung des Schnüerliwegs wohl nicht um den Raupfad, der eine Stufe höher verläuft, sondern um das Band am Wandfuss auf ca. 1750m?
Weiterhin viel Spass beim "Wildern" in den Heuplanggen der Ostschweiz,
G, Rise

Lu3418 hat gesagt: RE:Nicht rau, aber trotzdem herb
Gesendet am 3. September 2011 um 21:09
Danke für die Berichtigung, Es handelt sich nicht um den Raupfad. Es ist wirklich analog dem Schüerli beginnt etwas tiefer bei gut 1700 m , und steigt langsam an bis auif Höhe des Schnüerli.Hab mit Spannung den Bericht gelesen von der Kletterroute mit dem Dach, wo du den Raupfad erwähnst.
Noch einen schönen Abend
Lg Lukas


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