Kopfkraxen, 2.178 m (Kraxengrat)


Publiziert von mali , 27. August 2010 um 16:32. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Kaiser-Gebirge
Tour Datum:22 August 2010
Wandern Schwierigkeit: T6- - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: IV (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Aufstieg: 1420 m
Abstieg: 1420 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:In Scheffau an der Kirche rechts abbiegen und dann den Schildern zum Gasthof Jägerwirt folgen und dort parken.

 
Zustieg:
Vom Parkplatz am Jägerwirt zunächst über Fahrweg zur Wegscheid-Niederalm. Dann über Karrenwege zur Hochalm. Ab hier über Steig erst zum Wasserfall und dann recht steil weiter ins Schneekar.

Im Schneekar dem Steig unbedingt folgen bis man aus dem Latschengelände wirklich raus ist. Irgendwann zweigt rechterhand der bezeichnete Steig auf den Treffauer ab. An diesem Abzweig noch vorbei. Auf den Steigspuren umgeht man noch eine Senke mit Schneeresten auf ihrer rechten Seite. Dann hält man sich langsam links (die Steigspuren verlieren sich hier in Serpentinen sowieso Geröll) und durchquert das ganze Geröllkar bis zu den Wänden von Kopfkraxen und Sonneck auf der gegenüberliegenden Seite. Der Einstieg befindet sich ziemlich mittig zwischen Sonneck und Kopfkraxen. Es handelt sich dabei um eine deutlich erkennbare Schlucht/Rinne/Kamin rechts neben einem Schneefeld, dass sich auch im Sommer hartnäckig hält. Man erkennt, ob man richtig ist, wenn rechts neben dem Einstieg auf einem vorgelagerten Block recht weit oben eine kleine gelbe Sonne aufgemalt ist (Sonnenpfeiler). Diese kann aber nur zur Bestätigung dienen, wenn man den Einstieg eh schon gefunden hat. Gezielt nach Ihr zu suchen, ist sinnlos, weil sie so klein und so weit oben ist, wie wir am Vortag leidvoll feststellen mussten. Also auf jeden Fall die Zustiegsbeschreibung vorab richtig studieren. Die von Bergsteigen.at ist total beschiss... und bringt gar nix. Die Beschreibung im Panico ist besser, aber leider nicht auf der herausnehmbaren Topokarte vermerkt und mehr hatten wir nicht dabei ...
 
Route (Kraxengrat):
Schwierigkeit: IV- (eine Passage), sonst viel II und III
Wandhöhe: 400 hm
Klettermeter: 680 m
Seillängen: zwischen 14 und 20 (je nachdem, wie man es ausgeht und wo man überall sichert)
Fels: recht brüchig, aber in den entscheidenden Passagen fest
Absicherung: streckenweise wenige bis gar keine Bohr- und/oder Schlaghaken, oft auch keine eingerichteten Standplätze; meist findet sich dann ein geeignetes Felsköpfl. Wir haben viele der im Topo eingezeichneten Haken nicht gefunden, was aber daran liegen kann, dass wir uns unterhalb der großen Terasse mal ganz ordentlich verstiegen hatten. Möglicherweise ist das auf dem Weg von der großen Terasse zum eigentlich Grat dann auch nochmal passiert. Die letzten Seillängen (felsdurchsetztes Steilgras bis III) müssen frei gegangen werden, weil man in den brüchigen Schrofen nicht sichern kann.
Orientierung: auf dem Grat eindeutig, in den unterern Seillängen und dem Ausstieg nicht ganz so leicht
Topo: s. Bergsteigen.at

Fazit:
Klettern im Wilden Kaiser ist dann doch ne andere Kiste als Klettern im Dammkar. Wunderschöne Kletterei vor traumhafter Kulisse, aber nen Tack ernster. Die Schwierigkeitsbewertungen beim Klettern passen. Allerdings spreche ich allen Kletteranfängern, für die die Tour laut Bergsteigen.at wohl gedacht ist, meinen vollen Respekt aus, wenn sie das als erste Klettertour selbstständig hinbekommen. Ich war ganz froh, dass mit hawkeye jemand dabei war, der mit eigenständiger Absicherung deutlich mehr Erfahrung hat als ich.

Abstieg:
Vom Gipfel dem bezeichneten Steig über die Kaiseralm zum Parkplatz Richtung Scheffau folgen.

Tourengänger: hawkeye, mali

Galerie


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Kommentare (1)


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ADI hat gesagt:
Gesendet am 6. September 2010 um 16:56
Lässige Tour!
Muß ich mir auch mal anschauen.

LG, ADI


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