Auf dem Industrielehrpfad von Uster nach Bauma


Publiziert von Baeremanni Pro , 25. März 2010 um 16:10.

Region: Welt » Schweiz » Zürich
Tour Datum:14 März 2010
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-ZH   Zürcher Oberland 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 543 m
Abstieg: 366 m
Strecke:Uster - Wetzikon - Bäretswil -Neuthal - Bauma
Zufahrt zum Ausgangspunkt:öV S-Bahn
Zufahrt zum Ankunftspunkt:öV S-Bahn
Kartennummer:226T Rapperswil

So irgendwie hat es mich und mein Wanderfreund Hansruedi schon lange wieder gejuckt eine grössere Wanderung zu unternehmen. Da der Frühling auf sich warten lässt, entschlossen wir uns zur Wanderung über den Industrielehrpfad von Uster nach Bauma. Einmal weniger Schwerpunkt auf "Natur", dafür Industriegeschichte.
Aber es kam dann doch zu einer wunderschönen Wanderung durch einen Teil des Zürcher Oberlandes mit trotz der Industriezeugen schönen erhaltenen Landschaften.
Per öV fuhren wir also beizeiten nach Uster. Schon zu Beginn der Wanderung erwischten wir den falschen Weg. Als wir immer höher stiegen, dünkte es uns dann bald, da stimmt etwas nicht (Typische "Profifehler!" Grins). Also wieder hinunter ins Tal. Leider führte dann erst kurz vor der Spinnerei Aathal eine Brücke über den Bach, so dass wir eine rechte Strecke auf der Landstrasse, immerhin mit Trottoir, hinter uns brachten. Nun aber fanden wir den Wanderweg. Abwechslungsreich, einmal auf Dorfstrassen, dann wieder auf Nebenwegen oder über Land führte der Weg nun immer mehr oder weniger dem Flüsschen Aa entlang. Dieser wurde in unzähligen Stufen zur Energierzeugung, damals noch mechanisch, genutzt. Daher auch die Ansammlung von Fabriken, mehrheitlich der Textilindustrie (Spinnerein, Webereien) und der Uebername "Millionenbach".
An thematisch wichtigen Punkten immer wieder Orientierungstafeln. Leider gibt es auch hier Vandalen, welche diese und andere Einrichtungen beschädigten.
Nach Wetzikon führte der Weg durch die Riedlandschaft um dann wieder der Aa zu folgen. Durch das landschaftlich schöne "Chämtner-Tobel" stiegen wir hinauf nach Bäretswil. Dort eine Mittagspause im Restaurant. Nun nochmals höher bis gegen 800 MüM, kurz vor Rüetschwil. Nun stetig hinunter, mehr oder weniger entlang dem Wyssenbach zum Industriekomplex Neuthal. Alles vorhanden, Fabrik, Fabrikantenvilla, Kosthäuser, Kapelle. Kesselhaus etc. Ist im Sommer als Industriemuseum zu besichtigen. Nun weiter talwärts, vorbei an einer Seiltransmission, welche die Energie einer weiter talabwärts stehenden Turbine mechanisch zur Fabrik leitete. Damals war die Elektrizität noch nicht entwickelt.
Ueber Siliegg - Höckler (Bucher - Guyer Wanderweg) erreichten wir unser Ziel Bauma.

Eine etwas spezielle Wanderung, eben so Zeugen der einstigen Textilindustrie entlang. Aber wir haben es trotzdem genossen, da ja auch die sportliche, wie auch die landschaftliche Seite nicht zu kurz kam.


Tourengänger: Baeremanni

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Geodaten
 2136.kmz

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Kommentare (2)


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Seeger Pro hat gesagt: Kennst Du die beiden...
Gesendet am 26. März 2010 um 07:42
Büchlein, die von einem Fabrikarbeiterbub handeln? Das eine hiess: "Aus einem Büblein werden zwei".
Wenn ich Deinen guten Bericht lese, kommt mir die Ambiente dieser Bücher in den Sinn.
Vor fünfzig Jahren schenkte sie mir meine Mutter. Und ich liebte sie heiss. Ich identifizierte mich mich dem Hauptdarsteller, welcher dannzu mal in meinem Alter war. Eine typische Mischung von Freude und Melancholie.
Schön, Deine Berichte zu lesen. Herrlich ist der "Verhauer" beschrieben!
Kollegialer Gruss
Andreas

Baeremanni Pro hat gesagt: RE:Kennst Du die beiden...
Gesendet am 28. März 2010 um 20:52
Tschou Andreas
Kenne das Büchlein nicht, kann mir aber gut vorstellen, wie Du Dich da identifiziert hast. Ging mit ja mit ähnlichen Sachen ebenso, nicht gerade Tarzan oder Winnetou, schon eher Thor Heyerdahl.
Uebrigens so schlimm mit mir ist doch nicht, dass ich daran denke gänzlich aufzuhören, aber ich muss einfach nicht immer Vorne dran stehen. Ich denke Du verstehst was ich meine.
Was ich Dich schon einmal fragen wollte, wo bist Du eigentlich daheim?
Ich wäre in Utzenstorf, dort wo das Emmental eben ist.

Mit kollegialen Grüssen

Walter Diener

www.walterdiener.ch


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