Zweifache Laucherenstöckli Überschreitung und finaler Aufstieg auf den Roggenstock


Publiziert von ossi , 23. Februar 2010 um 15:21.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum: 9 Februar 2010
Ski Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Nördliche Muotataler Alpen 
Zeitbedarf: 7:15
Aufstieg: 2260 m
Abstieg: 2260 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Poschti bis Oberiberg
Kartennummer:Skitourenkarten "Lachen" und "Klausenpass"

Wunderbare Welt des Laucherenstöcklis! Der Gipfel steht beispielhaft für alle unbedeutenden Erhebungen, für die sich kaum jemand umdreht und welche höchstens die Aussicht versperren auf irgendwelche propagierten Schönheiten....gähn. Und wenn dieses Land tausend glorreichere Gipfel besitzt, ich werde den Laucherenstöcklis, Hüttchöpfen und den Austöcken weiterhin meine Ehre erweisen. Als Ausgleich dazu kann ich am Abend nach der Tour "Glanz und Gloria" gucken.

Doppelüberschreitung Laucherenstöckli (WS-): Der Aufstieg ab Oberiberg ist bereits unter www.hikr.org/tour/post19903.html beschrieben. Ergänzend lässt sich anfügen, dass der Kamm der Mördergruebi auf dessen Südwestseite umgangen werden kann (Wandli), das Gelände eignet sich hier auch zum Abfahren (L). Die Abfahrt nach Illgau führt haarscharf am Laucherenschappeli vorbei und weiter übers Chruthüttli und Höchsiten nach Zingelberg. Gleich bei der kleinen Kirche sticht man in den Wald, umfährt einige Bäume und gelangt zuletzt auf eine Strasse, die heuer auf ihrem letzten Stück leider keinen Schnee mehr hatte (WS-). Schliesslich wird die Strasse Illgau-Ibergeregg erreicht (851m)

Für den Aufstieg folgt man der Strasse ein ganz kurzes Stück aufwärts, bis man bei der nächsten Haarnadelkurve die Skier wieder montiert und man mehr oder weniger gerade hoch, zuletzt leicht nordwestlich haltend, über Sternenegg und Windegg das Laucherenstöckli erneut gewinnt (L). Ortsunkundige sind dankbar um Spuren, denn das Gelände ist gleichmässig gewellt und bietet nur wenig Anhaltspunkte. Ernsthafte Konsequenzen sind aber keine zu befürchten. Ich habe die Abfahrt gleich westlich des Skilifts über die Birchplangg gewählt. Ziel bei der Haltestelle Tschalun in Oberiberg.

Die südseitig exponierten, steileren Passagen boten eher brachiales Bruchharsch-Vergnügen, ansonsten waren die Schneeverhältnisse wunderbar. Nordseitig lockte weicher, gut manövrierbarer Pulverschnee.

In Oberiberg machte sich dann angesichts des bevorstehenden Aufstiegs auf den Roggenstock nicht so die ganz überschäumende Freude breit, der Berg schien auch mit jedem Augenschein etwas an Höhe zuzulegen. Ich wollte den Roggenstock aber unbedingt noch erreichen, bevor er die 2000er-Grenze geknackt haben würde...

Oberiberg-Roggenstock (WS+): Über den flachen Wiesenrücken gleich bei der Hauptstrasse peilt man Gütsch und anschliessend den Schattenberg an, um über diesen die romantische Einsenkung beim Jäntli zu erreichen. Der steile Gipfelaufschwung des Roggenstocks wird über dessen Westseite umgangen, um den Gipfel über die Westflanke zu ersteigen. Das letzte Stück unter dem höchsten Punkt kann je nach Schneelage mit Ski oder auch zu Fuss besser erreichbar sein. Die Abfahrt über die Aufstiegsroute (zuerst über die Westflanke, dann über den Schattenberg) ist sehr lohnend. Trotz der Nähe zum ganzen Skirummel ist man am Roggenstock meist alleine unterwegs.

Tour im Alleingang







Tourengänger: ossi


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Kommentare (1)


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MaeNi hat gesagt: Lang lebe..
Gesendet am 24. Februar 2010 um 11:24
...das Laucherenstöckli! Ist halt immer wieder schön und vorallem auch bei zweifelhaften Lawinenverhältnissen eine relativ sichere Adresse ...

Aber eben auch hier nicht kopflos unterwegs sein...Im 2001 zum Beispiel ereignete sich im Gebiet der Mördergruebi ein Lawinenunglück mit einem Todesopfer.

Gruss


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