Pico del Teide (3718 m)


Published by alpinos Pro , 8 November 2009, 18h38.

Region: World » Spanien » Kanarische Inseln » Santa Cruz de Tenerife
Date of the hike: 5 October 2006
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: E 
Time: 10:00
Height gain: 1600 m 5248 ft.
Height loss: 1600 m 5248 ft.

Für die Besteigung des Teide-Gipfels (El Pilon, von der Seilbahn-Bergstation die letzten 45 min hinauf zum höchsten Punkt) benötigt man eine Erlaubnis (permisio) der Nationalparks-Verwaltung. Diese bekommt man im Büro der Parkverwaltung in Santa Cruz (Adresse: c/ Emilio Calzadilla, 5 - 4, 38002 Santa Cruz de Tenerife, Tel. 922 2901 29/83, Öffnungszeiten: Mo bis Fr, 9 - 14 Uhr). Das Büro ist leicht zu finden, die Straße sollte im Stadtplan eines jeden Reiseführers eingezeichnet sein. Vom Parkplatz an der Esplanade sind es rund 5 min in Richtung Innenstadt. Wer eine Besteigung des Teide plant, sollte sich möglichst bald nach der Ankunft eine permisio holen, damit man zum einen den gewünschten Termin bekommt und andererseit evtl. noch eine zweite Chance hat falls es dann nicht klappt. Zeitig dasein lohnt sich, die Schlange kann sehr lange werden und durch die Geschwindigkeit der Abfertigung sollte man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Und: unbedingt eine Kopie des Ausweißes mitbringen!

Wir hatten uns gleich am ersten Tag unseres Aufhaltes eine solche permisio geholt. Wir standen wie immer früh auf, aber die Caldera hüllte sich in dicke graue Wolken. Nachdem wir noch genügend Zeit hatten, beschlossen wir, auf die Tour zu verzichten und uns nochmal eine "permisio" für drei Tage später zu holen. Das war auch gut so, denn der Tag war nicht wirklich klar und der Gipfel des Teide immer wieder in dicken Passat-Wolken. Das Warten zahlte sich aus, der Tag der Besteigung war wunderbar, keine einzige Wolke den ganzen Tag.

Allgemeine Infos zu Teneriffa und eine Sammlung kleinerer Wanderungen finden sich hier .Eine Karte mit den angegebenen Wanderwegen in der Caldera versteckt sich hier.
Noch eine Anmerkung: Fotos zu diesem Touren werden nachgereicht; damals hatten wir noch mit Dia-Filmen fotographiert; wir sind momentan dabei, diese zu digitalisieren. Sobald das geschehen ist, gibt hier die Fotos zu sehen.



Tourenbeschreibung
 
Für den Aufstieg auf den Teide entschieden wir uns für die kurze Variante (Weg Nr. 7). Dieser verläuft vom Fuße des Montana Blanca an dessen Ostflanke entlang zum Fuße des Teide und dann weiter geradewegs zum Gipfel. Der Weg ist unschwierig, erfordert aber Trittsicherheit in den Lavafeldern und Kondition für den langen Aufstieg in der Sonne. Fleecepulli und Windjacke sind am Gipfel recht nützlich, die Temperaturen auf einer Höhe von 3.700 m nicht mehr ganz so hoch wie am Strand. Lange Sachen (Hemd mit hohem Kragen oder Mütze mit Nackenschutz und lange Hose) gegen die Sonne können einen Sonnenbrand oft besser verhindern als Eincremen. Und selbstverständlich sollte man reichlich Wasser dabei haben.

Wir fuhren sehr früh (5.45 Uhr) los, und kamen kurz vor Sonnenaufgang am Fuße des Montana Blanca an. Der kleine Parkplatz von dem ein Fahrweg links abgeht, ist leicht zu verfehlen. Wenn man von Osten kommt und den Aussichtspunkt Minas de San José sieht, ist man schon zu weit gefahren. Wer rechtzeitig da ist, kann noch angenehm parken, viel Platz ist nicht. Auf dem breiten Schotter-Fahrweg ging's hinauf an der Flanke des Montana Blanca entlang durch schier endlose Lavafelder. Die aufgehende Sonne tauchte alles in intensives Licht. Die Lave erglühte in verschiedensten Farben, von tief rot bis hellgelb, sodass wir fast nicht aus dem Fotografieren heraus kamen. Gekrönt wurde das Naturschauspiel durch den noch über dem Gipfel des Teide stehenden Mond. Es zweigen eine Reihe von Wegen ab, die man nicht weiter beachten sollte, einfach immer auf dem Fahrweg bleiben. Abkürzungen sollte man sich auch ersparen, die Lavafelder sollte auch noch anderen in dieser Schönheit erhalten bleiben!

Hat man den Montana Blanca umrundet und den Fuß des Gipfelaufbaus des Teide erreicht, geht es auf staubigem Weg Zig-Zack den Berg hinauf - in praller Morgensonne, die hier auch im Oktober ziemlich Kraft hat. Nach Erreichen der Teide-Schutzhütte, die gerade umgebaut wurde, wird der Weg wieder interessanter und man steigt durch scharfkantige dunkel-braune bis schwarze Lava hinauf. Nach insgesamt 1600 Höhenmetern und 3,5 h erreichten wir den östlichen Aussichtspunkt. Hier trifft man die Touristen, die mit der Seilbahn hochgefahren sind, mit kurzer Hose und Flip-Flops. Wir zogen uns erstmal an, der Wind war recht frisch und die Luft ohnehin schon etwas dünn.

Da wir recht schnell waren und erst eine permisio für 13 Uhr hatten, machten wir noch einen Abstecher zum westlichen Aussichtspunkt. Von hier kann man auf den etwa 400 m tiefer gelegenen Pico Viejo blicken, den wir dann am folgenden Tag ersteigen sollten. Nach kleiner Pause ging es zur Seilbahn zurück und nun durften wir durch die Schranke und auf den Gipfel. Einige Leute hatten ordentliche Probleme mit der Höhe und der dünnen Luft und auch bei uns machten sich langsam Kopfschmerzen bemerkbar. Der Wege ist breit gepflastert und mit Stufen versehen, was aber wegen des Besucheranstrums nicht verwundert. Am Gipfel waren wir dann fast alleine und genossen den herrlichen Rundum-Blick. Ein paar Schwefel-Dämpfe "versüßten" die Brotzeit. Auf dem gleichen Weg ging es dann wieder zum Auto zurück. Und mit der abnehmenden Höhe schwanden auch die Kopfschmerzen und das Schwindelgefühl.



Ein tolle Tour, nicht wirklich anspruchsvoll. Aber die Höhe macht einem schon zu schaffen. in vier Stunden von Null auf über 3.700 m kan recht belastend sein. Von El Portillo kann man eine Komplett-Überschreitung des Teides und des Pico Viejo unternehmen. Das Problem ist aber zum einen die Dauer, wohl um die 12 Stunden, und das Zurückkommen zum Auto, es fährt kein Bus und man müsste trampen oder die ca 20 km zurückwandern.

Hike partners: alpinos

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