prächtiger Verbindungsgrat zwischen den Entlebucher Flüen und dem Pilatus: Stäfeliflue 1922 m.ü.M.


Publiziert von Felix Pro , 26. Oktober 2009 um 12:35. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum:24 Oktober 2009
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Pilatusgebiet   CH-LU   CH-OW 
Aufstieg: 1050 m
Abstieg: 1050 m
Strecke:Gfelle - Mittlisthütte - Blaue Tosse - Stäfeliflue - Tripolihütte - Wängen - Rickmettlen - Mittlisthütte - Gfelle
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW ab Entlebuch über Finsterwald nach Gfelle
Kartennummer:1169/1170

Endlich der lang ersehnte farbige Herbsttag - mit wunderbarer Fernsicht und angenehmen Temperaturen! Und bis auf einen "Marathonläufer" und ein weiteres "Pärchen" menschenleer ...
Der westliche Ausläufer der Pilatuskette an der Kantonsgrenze Luzern-Obwalden ist ein Schmuckstück unter den voralpinen Gratwanderungen!
Beim grossen Restaurant Gfelle starten wir erst gemütlich (bei der Rückkehr probt eine Guggemusig) Richtung Mittlisthütte über nasses Wiesengelände; auch der Weiterweg ins steile Tal, welches der Eibach geformt hat, bringt erst wenige Höhenmeter - doch anmutige Waldwege.

Bei Punkt 1509 geht es jedoch steiler, immer noch im Wald aufwärts Richtung Alpeli. Kurz vorher, bei einem prächtig eingerichten Bänklein mit Fernsicht begrüsst uns für den weiteren Tag auch die Sonne. Und nun geht es gemütlich über Heidegelände zur herrlichen Hochebene um den Blaue Tosse: Erika- und Heidelbeerstauden wechseln jetzt ab mit Schneeresten. Die Rundschau auf der kleinen Gipfelerhebung ist beträchtlich und genussvoll. Auch können wir längere Zeit drei grössere, äsende Steinböcke beobachten - auch sie geniessen die Ruhe hier oben.

Den weiteren Aufstieg zur Stäfeliflue, recht nahe an diesen drei imposanten Tieren vorbei, wählen wir über die Krete; Erikagewächse wechseln ab mit Schneeresten. An einigen kleinen Vorgipfelchen vorbei gewinnen wir rasch unser heutiges höchstes Ziel: beeindruckend nebst der tollen Sicht ringsum ist der Wechsel der beinahe aperen Südflanke zur steilst abfallenden, schattigen und noch schneebedeckten Nordseite der Kette.

Nach unser obligaten, länger dauernden Mittagsrast - der Wärme sei Dank - erwartet uns das Auf und Ab zur Tripoli-Hütte: einige gut gesicherte steilere Passagen im felsigen Gelände laden uns zu erfreulichem Kraxeln ein; wir geniessen auch diese "Zugaben". Und bei der Tripoli-Hütte angekommen - Pro Pilatus hält sie bei gutem Wetter an Sonntagen offen - geniessen wir ein letztes Mal aus der Höhe die Sicht auf die Alpen.

Der kurze Abstieg zur Alp Wängen ist ebenfalls gut angelegt; der Weitermarsch zum Sattel bei Rickmettlen erfolgt auf einer erstaunlich angelegten kleinen Passstrasse. Beinahe erinnert sie uns an alte Römerwege - doch gar so alt ist sie nicht, doch sehr kunstvoll und gekonnt angelegt. Polnische Internierte haben während des Zweiten Weltkrieges hier ein Meisterwerk der Strassenbaukunst abgeliefert! Zwischen Rickmettlen und der Abzweigung bei Punkt 1509 erwartet uns ein weiteres Kunstwerk: Schüler aus Alpnach und Finsterwald haben eine "Begegnungs-Skulptur" geschaffen, die bestens in die heute so farbenprächtige Landschaft passt. Auf dem Schlussabschnitt unserer tollen Tour werden wir noch einmal Zeugen von Waldsterben verschiedener Arten: einerseits sind die auf der Nebelhöhe abgestorbenen Bäume leider sattsam bekannt, andererseits liegen auf dem Weglein unterhalb der steilen Wiesenflanken Dutzende von Jungtännchen: da wurde "aktive Sterbehilfe" betrieben - wir haben oft festgestellt, wie schnell Wege und Grashänge ohne menschliches Dazutun verbuschen und recht schnell zum Jungwald würden ...

Tourengänger: Ursula, Felix

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