ein langer Hüttenanmarsch zur Cabane de Tracuit 3256 m.ü.M. - das Bishorn vor Augen


Publiziert von Felix Pro , 7. August 2009 um 01:36. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum: 4 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 1500 m
Strecke:Zinal, Pralonzet - Combautanna - Cabane de Tracuit
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW (oder ÖV) via Sierre nach Zinal
Unterkunftmöglichkeiten:Cabane de Tracuit SAC
Kartennummer:1327

Wir hatten diese Tour seit längerem geplant - und die Daten festgelegt: das Wetter spielte mit, für diese exzellente "Alpenfahrt" im hinteren Val d'Anniviers. Einer langen Anfahrt ins südliche Mittelwallis stand ein ebensolanger Aufstieg zur hochgelegenen Tracuit-Hütte gegenüber - selten steigt man so lange und so hoch zur Hütte auf, welche letztlich ja erst den Ausgangspunkt zur Besteigung eines Viertausenders bildet. Doch sowohl gero und Erwin (davon später) wie auch ursula und ich hatten auf dem (unterschiedlichen) Hüttenaufstieg faszinierende Ausblicke und erlebten eindrückliche Landschafts-Impressionen. Vom etwas über dem Dorfkern gelegenen Pralonzet mussten wir zwar erst den Einstieg in den rasant aufsteigenden Waldweg finden; das hohe Gras, nicht markierte Wege und im Bau befindliche Bachverbauungen (massive Geschiebesammler sind immer häufiger vonnöten ...) erschwerten den Einstieg. Wenn nur das kniehohe, tropfnasse Gras nicht gewesen wäre, welche uns die Schuhe (und Socken) bis zum nächsten Tag durchnässten - wir hätten von einem lauschigen Aufstiegsweglein gesprochen. Landschaftlich hübsch war es alleweil, vom steilen Bondes- zum Peterey-Tälchen heraufzusteigen und zu wechseln. Nach längeren Waldpassagen erreichten wir offenes Gelände und bald einmal den vom Hotel Weisshorn herkommenden Höhenweg auf ca. 2200 Metern Höhe.
Noch hatten wir kaum die Hälfte der Höhenmeter hinter uns; nach einem kurzen, etwas gemächlicherem Wandern auf dem erwähnten Weg , stieg es wieder steiler (es blieb fortan so) gegen die Hütte, Ruine und dem eindrücklichen aufgeschichteten Steingehege auf Combautanna an. Nach einem Zwischenhalt auf dieser Aussichtsterrasse treffen wir kurz danach auf eine friedlich grasende Herde der Walliser "Kampfrinder"; die Eringer Kühe beeindrucken uns wiederum mit ihrem wohlgeformten, "kächen" Körperbau und den kunstvollen Treicheln.
Anschliessend nahte bald einmal der südwestliche Gratausläufer des Diablon des Dames; an diesem geht es östlich weiter: bereits sind viele Berggänger wieder ins Tal unterwegs - ebensoviele wollen noch hinauf zur Hütte. Aufziehender Nebel verhindert lange den Blick auf die hoch oben, wie ein Adlerhorst, thronende Tracuit-Hütte. Doch nach immer steiler und felsiger werdenden Passagen erwartet uns eine kurze, mit Seilen gesicherte Passage zum gleichnamigen Pass - ab hier ist es noch ein Katzensprung zur Hütte. Und zum fantastischen Panorama Richtung Bishorn und Grand Combin!
Die Hüttencrew bereitet für die Bergängerinnen (120 Plätze bietet die Hütte an) ein gutes Abendessen; die sanitaren und platzmässigen Einrichtungen entsprechen allerdings nicht den heute geltenden Erwartungen und Anforderungen. Doch die Abendstimmung nach dem Nachtessen lockt die Mehrheit der Alpinisten heraus - zu eindrucksvoll ist die 4000er-Runde im langsam untergehenden Sonnenschein! Der morgige Tag mit der beabsichtigten Besteigung des Bishorn scheint sich gut anzulassen ...

Tourengänger: Ursula, Felix, gero

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