Stelli (3356m)


Publiziert von gero Pro , 5. Juli 2009 um 21:03.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum: 3 Juli 2009
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 7:15
Aufstieg: 1185 m
Abstieg: 1185 m
Strecke:Mattmark - Wysstal - Stellipaß - Stelli
Kartennummer:284 - Mischabel

Das Stelli ist der Vorgipfel des Stellihorns - letzteres zu erreichen, sollte mir auch heute nicht vergönnt sein. Ich startete in aller Früh am Mattmark-Stausee und folgte dem östlichen Teil des Rundweges, um nach ca. 30 Minuten Richtung Ofental hinaufzusteigen. Bei den grünen Matten, die bei etwa 2350m den Beginn des Ofentales markieren, wandte ich mich in nordöstlicher Richtung den steilen Wiesen- und Schrofenhängen zu, die ins Wysstal hinaufleiten. Sie sind problemlos zu ersteigen; ab und an gibt es wenige Steinmandln, später dann auch Pfadspuren, etwas Orientierungsgabe, Blick fürs Gelände sind gefragt. Man folgt im Prinzip den Hängen des Wysstales in Richtung auf den Stellipaß zu - dies ist der (in der LK namenlose) Sattel zwischen Nollenhorn und Stelli.
Ich hatte allerdings gegen nicht unerhebliche Schneemengen anzukämpfen: immer noch ist derzeit ab etwa 2600m eine geschlossene Schneedecke anzutreffen, die teilweise leidlich hartgefroren, teils auch durchweicht ist; hier wird das Weiterkommen dann mühsam.
Der Tag startete heute mit zunächst makellos blauem Himmel; die labile Großwetterlage sorgte allerdings wieder für eine rasche Zunahme von Quellwolken. Nach knapp 3 Std. war der Stellipaß (3038m) erreicht; von hier aus kann man wahlweise dem derzeitig vollständig zugeschneiten Nollengletscher folgen oder den Nordgrat auf das Stelli hinaufsteigen. Über den Nollengletscher führt eine Schispur hinauf; man sollte meines Erachtens nach aber zu zweit sein und angeseilt gehen, denn der Gletscher hat ja bekanntlich erhebliche Spalten!
Ich erklomm den steilen Nordgrat zum Stelli hinauf. Er ist derzeit ebenfalls noch durchgehend schneebedeckt, ich benutzte vorsichtshalber ab Stellipaß Steigeisen, denn gelegentlich kann doch mal eine Hartschneepassage dabei sein. Über einige Felsblöcke erreicht ich schließlich den Gipfel des Stelli (3356m).
Inzwischen war vom Blau des frühen Morgens nicht mehr viel übrig: dunkle Wolkentürme verhüllten nicht nur die Weißmies- und Mischabelgruppe, sondern auch das gegenüberliegende Stellihorn, dem mein eigentliches Werben galt. Was tun? Der Gratübergang sah im Nebel alles andere als einladend ein, und die schwül-warme Luft verbreitete Gewitterstimmung. Als Alleingänger ist man eher vorsichtig - so verzichtete ich auf den Weiterweg zugunsten der Sicherheit und beschloß nach einer kurzen Pause, wieder abzusteigen.
Die steilen Absätze des Nordgrates ist man ganz schnell wieder hinabgesprungen zum Stellipaß - und als ich wieder drunten war, lichteten sich die dunklen Wolken, der blaue Himmel kam wieder durch, und ich kam mir schon etwas dumm vor, so um den Gipfel des Stellihorns gebracht worden zu sein!
Im Abstieg beggneten mir dann noch 2 Schitourengeher im Wysstal. Ob das noch der wahre Spaß ist, muß man doch die Schier recht weit hinaufschleppen!
Die gleiche Route ging es dann zurück zum P am Damm des Mattmark-Stausees; die benannte Zeit von 7 Std. enthält wie immer einige wenige Fotopausen und den Gipfelaufenthalt, die reine Gehzeit dürfte 1 Std. weniger betragen.

Tourengänger: gero

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