Wild, wilder, Tessin - Riale di Lodrino


Published by Mo6451 Pro , 16 March 2019, 23h09.

Region: World » Switzerland » Tessin » Bellinzonese
Date of the hike:16 March 2019
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Poncione Rosso 
Time: 5:00
Height gain: 656 m 2152 ft.
Height loss: 657 m 2155 ft.
Route:6,64 km
Access to start point:cff logo Basel - Bellinzona; RE Bellinzona - Biasca; Bus 193 Biasca - Lodrino, Paese
Access to end point:Bus 193 Lodrino, Paese - Bellinzona; cff logo Bellinzona - Arth-Goldau - Basel
Maps:map.wanderland.ch, outdooractive

Das war heute die erwartete schwere und wilde Tour rund um den Riale di Lodrino. Um halb elf bin ich in Lodrino Paese gestartet. Zuerst führt mich mein Weg durch das kleine Dorf. Vorbei an der Kiche geht es gleich zügig aufwärts. Wie im Tessin üblich gleich über Stufen. Schweiz mobil hat mir angezeigt, dass die Hänge alle über 30 Grad steil sind. Im Tessin nichts aussergewöhnliches.
 
Bis hinauf nach Legri bin ich auf dem Wanderweg, der aber auch hier schon mehr als T2 ist. Legri, eine Ansammlung von hübschen Häusern. Hier treffe ich einen Einheimischen, mit dem ich mich sogar auf Englisch unterhalten kann. Er preist die Wasserquelle von hervorragender Qualität an, aber ich bin gut versorgt. Trotz allem gibt es hier eine erste Pause, ich verzehre meine Banane, bevor ich mich auf die Abenteuer-Tour auf unmarkierte Pfade begebe. Und es wird ein Abenteuer.
 
In Legri ist das Auffinden des unmarkierten Pfades noch relativ einfach, am Ende des Plateaus gibt es erste Irritationen. Der Pfad weist nach unten Richtung Straße, ich muss aber weiter aufwärts. Auf dem Weg nach unten entdecke ich blaue Markierungen, auch weiter oben habe ich schon blaue Punkte gesehen. Also wieder aufwärts über den Grat und den blauen Punkten gefolgt.
 
Jetzt bin ich richtig. Der Pfad zieht sich an dem steilen Abhang hinein ins Tal. Ein Ausrutscher auf dem schmalen Weg ist absolut verboten, ein Sturz kann hier nur tödlich enden. Ab und an ist auch wieder absteigen angesagt, dann wenn Rinnen gequert werden müssen.
 
Bald kommt die von mir anvisierte Brücke ins Blickfeld. Vorher ist noch ein Schneefeld im Weg. Dieses lässt sich unterhalb gut umgehen, anschließend muss ein Stück hinauf auf die Felsen geklettert werden, um die Brücke zu erreichen. Die halbe Strecke ist geschafft.
 
Laut Karte sollte der nun folgende Abstieg eigentlich leichter sein, weit gefehlt. Nach der Brücke ist nur der erste Pfad eindeutig. Am Felsen sehe ich die blaue Markierung, diesmal zusätzlich mit einem M ergänzt. Da bin ich falsch, denn der Pfad führt weiter ins Tal hinein, ich muss aber in die andere Richtung. Also zurück über diese Schlüsselstelle. Dann lande ich auf einmal auf einen Wildwechsel. Die Vierbeiner haben es besser, die schaffen so etwas, ich muss wieder zurück, sehr unangenehm.

Auf dem Rückweg finde ich dann den weiteren Aufstieg. Weiter oben gibt es wieder mehrere Spuren. Eine führt wieder in das Tal hinein und steigt weiter an. In der Karte ist auch die nicht verzeichnet. Also wieder Rückzug und der anderen Spur talauswärts gefolgt.

Diese führt nun abwärts in die richtige Richtung. Auch hier sind einige Rinnen zu queren. Teilweise fließt Wasser, aber die Querung ist meistens problemlos. Bei La Monda gibt es eine Verzweigung. Zuerst bleibe ich auf der Höhe, wieder falsch. Also zurück und den unteren Pfad genommen.

Jetzt wird es wieder steil, anfangs noch recht angenehm. Später verschwindet die Spur mehr und mehr im Gelände. Was passiert, ich nehme wieder den falschen Weg Richtung A Maitènn. Eigentlich müsste ich an einem Bildstock vorbei kommen. Nachdem dieser nicht auftaucht, steige ich wieder aufwärts zurück.

Der Abzweig ist kaum sichtbar, erst weiter unten wird die Spur wieder deutlicher. Bei Ruderi della Torre Alta di Lodrino und etwas später bei In Bríüra wird es noch einmal steil. Es geht über viele Felsplatten und die Aussicht auf den Wasserfall des Riale di Lodrino ist fantastisch.

Ein letzter Abstieg über viele Stufen und ich habe die Ebene erreicht. Bis zur Haltestelle ist es nicht mehr weit. In ungefähr 20 Minuten kommt mein Bus nach Bellinzona.

Ich habe diese Tour schon einmal versucht aber abgebrochen, weil auf der gegenüberliegenden Seite noch Schnee lag. Heute waren die Bedingungen optimal. Sonne, 20 Grad und wenig Wind.

Tour solo auf überwiegend unmarkierten Pfaden

Hike partners: Mo6451


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 43927.gpx aufgezeichneter Track

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