Rotspitz 1787m und Nünalpstock 1900m


Publiziert von Bergamotte Pro , 10. Februar 2019 um 14:24.

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum: 9 Februar 2019
Ski Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: Hagleren und Giswilerstöcke   CH-OW   CH-LU 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 1070 m
Abstieg: 1100 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Sörenberg, Rothornbahn
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Sörenberg, Flühhütten
Kartennummer:245S (R. 382, 381c)

Der morgendliche Regen bis in mittlere Lagen und allgemein viel zu hohe Temperaturen liessen heute beschränkten Abfahrtsgenuss erwarten. Doch weil ab Mittag Sonne prognostiziert war, wollte ich nicht zuhause sitzen und fuhr erneut für eine Halbtagestour ins Entlebuch. Da war ich nicht der einzige, an der Schrattenflue herrschte Grosskampftag. An den Rotspitz hingegen verirrte sich heute niemand und auch am benachbarten Nünalpstock ging's gemütlich zu und her. Gemütlich dann auch die Abfahrt nach Sörenberg runter, die Kraft fürs Bremsen konnte man sich sparen...

Um 11:15 geht's los vom kleinen Tourenparkplatz hinter der Talstation der Rothornbahn. Ich folge einer gut ausgetretenen Schneeschuhspur und bin im schweren Schnee froh drum. Wobei, nachdem ich zwei Gruppen überholt habe, erweist sie sich plötzlich als Skispur... :-) Im Gegensatz zur offiziellen Route erreiche ich so bereits bei Schwendeli den Winterwanderweg und folge ihm bis Totmoos. Der Rotspitz liegt von hier bereits in Griffweite. Zunächst besuche ich aber dessen Nordgipfel, die sichere Variante für heikle Tage, wo ich auf die beiden Spurenden treffe. Auf den Gipfeln zieht es heute stark, während man unten im Frühlingswetter unangenehm ins Schwitzen kommt.

Abfellen und ganz passable Abfahrt zu P. 1584. Bei guten Verhältnissen kann man auch weiter oben direkt in die Rotspitz-Südflanke reinqueren. Ich brauchte aber noch ein paar extra-Höhenmeter. Anschliessend spure ich kräfteraubend ebendiese Südflanke hoch. Unten im Wald ist das recht eng, am besten folgt man dem Wanderweg. Bald aber öffnet sich eine schöne Schneise, die auch für die Abfahrt genug breit ist. Mit Skiern wird der Rotspitz (1787m) eher selten besucht. In der Tat ist die Aufstiegsroute für die Abfahrt wenig lohnend. In Kombination mit dem Nünalpstock ergibt sich aber eine schöne Runde mit toller Schlussabfahrt nach Sörenberg.

Zunächst fahre ich aber wieder die Südflanke am Rotspitz ab, besser als erwartet. Um den unteren ruppigen Teil zu umgehen, fahre ich etwa nach der Hälfte nach Osten aus. Anschliessend muss ich bis zur Heimegg wieder anspuren. Der Schlussaufstieg auf den Nünalpstock (1900m) ist überraschend steil. Die Spur wurde heute vernünftigerweise durch den Wald gelegt, denn in der Südostflanke klaffen grosse Gleitschneerisse. 

Nach kurzer Verpflegungspause fahre und rutsche ich über den gleichen Weg zurück Richtung Heimegg. Natürlich wäre die Abfahrt zur Nünalp lohnender, doch sie bedeutet einen kurzen Wiederaufstieg und ich werde zuhause erwartet. Die Schlussabfahrt von der Heimegg nach Sörenberg runter führt über verschiedene schöne Waldschneisen und kann auch an heiklen Tagen gemacht werden. Die hohen Temperaturen hingegen sind ihr heute nicht gut bekommen. Oben noch rasant wird der Schnee gegen unten immer klebriger. Zu guter letzt hilft nur noch die altbewährte Rücklage.

Tourengänger: Bergamotte


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