Crappa da Tocf (2860m) - Umrundung Piz Neir


Publiziert von Schneemann , 7. Oktober 2018 um 17:47.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberhalbstein
Tour Datum: 7 Oktober 2018
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 1250 m
Abstieg: 1250 m
Strecke:21 km

Die Umrundung des Piz Neir von Bivio aus bietet sich durchaus an, weil es einen markierten Wanderweg gibt und man bei der Tour so ziemlich maximale Abwechslung hat: ein Waldanstieg von Bivio zur Alp Natons, dann der herrliche grüne und heute schneebedeckte Anstieg durchs Val Natons. Dann die Mondlandschaft  rund um die Fuorcla digl Leget und schliesslich die fast steppenartige Landschaft im Val D'Agnel.

Es hat mehrere Gipfeloptionen bei dieser langen Rundtour. Wem - wie mir - der Piz Neir (vor allem bei den leicht verschneiten Bedingungen) zu haarig ist, der steigt stattdessen auf den einfachen Crappa da Tocf, der nur wenig niedriger ist. Alternativ könnte man sich wohl auch am Piz Campagnung versuchen.

Heute war auch mal wieder so ein Tag wo alles schieflief: erst werd ich bei der Anfahrt geblitzt, dann vergess ich meine nagelneue Daunenjacke irgendwo unterwegs (Gipfel Crappa da Tocf?) und schliesslich gibt wohl auch noch das Handy den Geist auf?...eine typische Schneemann-Tour ;)


Tour:
Start von Bivio (1769m)  bei noch gutem Temp durch den herrlichen Arvenwald zur Alp Natons (1963m). Dann der landschaftlich sehr reizvolle Aufstieg durchs Val Natons bei allerdings schon erstaunlich viel Schnee. Das letzte Stück kurz vor der Fuorcla digl Leget (2715m) ist ordentlich steil, aber dann hat man's auch schon geschafft.

Von der Fuorcla digl Leget entschied ich mich den Crappa da Tocf (2860m) anzuhängen. Es hat zwar keinen ausgeschilderten Weg, aber der Berg ist wohl doch einigermassen besucht, wie die Pfadspuren vermuten lassen. Man folgt einfach dem recht langgezogenen Rücken bis zum höchsten Punkt. Der Gipfel ist vor allem auch im Winter beliebt, weil er lawinentechnisch praktisch sicher ist.

Abstieg durchs ebenfalls schöne Val d'Agnel, dass aber stärker südexponiert und somit auch deutlich trockener wirkt, Kurz vor dem Parkplatz (2195m) an der Julierpass-Strasse zweigt schliesslich der Wanderweg zurück nach Bivio ab.

Schliesslich also parallel zur Passstrasse zurück nach Bivio. Der Wegabschnitt war aber trotz des Autolärms und der geringen Steigung gar nicht so langweilig wie befürchtet. Allerdings ist der Pfad (der wenig begangen wird und immer wieder verschwindet) technisch gar nicht so ganz einfach - ein gemütliches Trailrunning war mir kaum möglich.

Fazit:
Eine schöne Rundtour um den düsteren Piz Neir. Alles in allem sehr abwechslungsreich und mit tollen und sehr verschiedenen Blicken in alle Himmelsrichtungen. Die ganze Tour ist allerdings durchaus lang und fordernd. Zumindest den Rückweg entlang der Julierpass-Strasse könnte man wohl auch mit dem Bus einsparen.


PS: Die Zeit von 4:30h ist überwiegend Lauftempo und kein Wandertempo - bei letzterem dürfte man eher von der doppelten Zeit ausgehen.

Tourengänger: Schneemann


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