Alphubel


Publiziert von D!nu , 13. Mai 2018 um 13:50.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum:12 Mai 2018
Ski Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 10:30
Aufstieg: 1462 m
Abstieg: 2297 m
Strecke:24,3 km

Die Nacht ist sternenklar :-D Ein grandioser Tag bricht an. Wir haben bestens gespiesen in der Täschhütte. Die Bewirtung lies keine Wünsche offen. Auch die Nacht war viel besser als in der Nacht zuvor, beste Voraussetzungen für eine 4000er Besteigung :-) Leider hat eine der Tourenpartnerinnen eine grosse Wunde und Schmerzen am Schienbein vom Skischuh und bleibt in der Hütte zurück, auch ihr hätte ich dieses Gipfelglück von heute gegönnt.
 
In der gestrigen Abfahrt vom P.3441 habe ich das Gelände bestens Rekognoszieren können und entschied, via Arschchumme aufzusteigen. Bei P.3300 treffen wir mit den anderen Tourengängern zusammen, welche direkt aufgestiegen sind. Über den Alphubelgletscher steigen wir auf und nutzen die erste Felslücke um eine Stufe höher zu kommen. Der Ausstieg auf 3650 MüM erweist sich als einfacher als vermutet, der Schnee ist griffig. Über das Alphubeljoch steigen wir aus dem kalten & schattigen Allalingletscheraufstieg. Die Sonne ist ein willkommener Begleiter ab dem Alphubeljoch, wo wir auch gleich unsere erste Pause machen.

Das Feejoch und das Allalinhorn lächeln uns entgegen. Mehrere Seilschaften sind heute auch auf dem  Südostgrat unterwegs. Wir steigen über den Normalweg auf. Ab dem Alphubeljoch geht es querend zum Aufstiegcouloire zwischen den Eisabbrüchen, wo es richtig steil wird. Im zick-zack geht es zwischen den Eisabbrüchen in mehrheitlich sicherem Gelände hinauf, auf das flache Gipfelplateau. Gespannt schreite ich Richtung Täschhorn und hoffe mit jedem Schritt, dass es hervor kommt. Der Dom, die Lenzspitze und das Täschhorn lassen sich aber Zeit und zeigen sich erst auf der Anhöhe des Gipfelkreuzes. Mit grossen Glückgefühlen schreiten wir zum massiven Gipfelkreuz und geniessen bei bestem Wetter die tolle Aussicht.

Die Abfahrt war "mega" und wie immer viel zu kurz :-D Die relativ flache Strecke zurück zum Alphubeljoch konnten wir bestens abfahren, ohne zu stöckeln und machten im Alphubeljoch noch einmal eine Pause. Inzwischen nahm die Bewölkung zu und die Sicht auf dem Allalingletscher nahm ab. Mit wenig Sicht auf den oberen Höhenmeter fuhren wir zufrieden hinunter Richtung P.3441 und von dort wieder querend bis zum Rotgrat, mit dem Wissen, dass wir dem Rotgrat entlang bis zur Terasse der Täschhütte abfahren konnten. Zurück in der Täschhütte genossen wir bei Sonnenschein ein Getränk, bevor es mit aufgebundenen Skiern hinunter zur Täschalp ging. Diverse Murmeltiere begrüssten uns auf dem Weg. In der Täschalp gab es dermassen viele Murmeltiere, dass wir fast keinen Schritt machen konnten ohne ein Murmeltier in Sichtweite zu haben. 

Die Strasse zur Täschalp wurde von diversen Lawinen verschüttet. Um vom Alpentaxi zu profitieren mussten wir bis zur Kinbrücke beim Weiler Eggenstadel absteigen. Die Heimreise wurde uns nicht einfach gemacht. Im Zug relaxed angefahren, blieb dieser kurz nach Randa für ganze zwei Stunden wegen einem Technischen Defekt stecken. Mit dem Postauto wurden wir mit beinahe drei Stunden Verspätung nach Visp gefahren. Die Informationslose Kommunikation der Matterhorn-/Gornergratbahn machte das Warten auch nicht amüsanter und wir waren froh, dass wir unsere Lunchpakete & Getränke noch nicht alle vertilgt hatten :-D

Die Heimreise in die Innerschweiz dauerte somit länger als die Skitour auf den Alphubel :-D In Erinnerung bleiben grandiose Tage im Walliser Hochgebirge.
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Tourengänger: D!nu


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Geodaten
 40063.gpx Alphubel
 40064.gpx Abstieg Täschhütte - Kienbrücke

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