Ohne Schneeberührung auf den Mittlerspitz (1899 m)


Publiziert von PStraub , 9. April 2018 um 17:54.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Prättigau
Tour Datum: 9 April 2018
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   FL 
Aufstieg: 1450 m
Abstieg: 1500 m

Der Mittlerspitz ist eine wenig markante Erhebung im Grat Guschner Gir - Falknishorn. "Bedeutend" ist er nur als nördlichster Punkt des Kt. Graubündens.
Nachdem ich am Freitag den östlichsten Punkt des Kantons und der Schweiz mit Ski bestiegen hatte, wollte ich heute diesen Punkt mit Schneeschuhen besuchen.


Mit Bahn und Bus nach Fläsch (Haltestelle Dorf) und ab hier auf dem markierten Weg via St. Luzisteig nach Guscha. Bis auf das Stück dem Bach entlang zwischen Fläsch und der St.-Luzisteig-Strasse ist das zwischen wenig lohnend (Alpstrasse, ab St. Luzisteig) und völlig beschissen (Landstrasse, bis St. Luzisteig).

In Guscha, wo über die Wochenenden eine Bergwirtschaft betrieben wird, konnte ich sehen, dass der Hang oberhalb Matan völlig aper ist. Darum habe ich die Schneeschuhe hier deponiert - das kurze Stück zum Mittlerspitz würde ich allenfalls auch im Schnee watend gehen können.

Ab Guscha windet sich der Weg durch Wald, Tobel und Heuteile hinauf nach Matan. Das ist schön zu gehen. Der Wald in den Südhängen - wir sind in einem Föhngebiet - könnte in einem Südtal stehen: Föhren, Kiefern und Lärchen.

Ob Matan bin ich nicht dem markierten Weg gefolgt, sondern via Guschner Gir zum Grataufschwung unter dem Gipfel. Das war alles aper und gut zu gehen. Oben habe ich noch den nächsten Aufschwung angehängt. Das bedingte einiges Stapfen, denn hier war die Schneedecke praktisch geschlossen.

Die Sicht in die umliegenden Berge und ins Rheintal hinunter ist wirklich beeindruckend. Allerdings war die Fernsicht mässig, vermutlich hat es immer noch Wüstenstaub in der Luft.
Der Föhn schickte zwar immer wieder ein paar Böen, insgesamt war es aber weit besser auszuhalten, als man hätte befürchten können.

Zurück in Guscha entschloss ich mich zu einem kühnen Schritt: Abstieg nach Balzers. Balzers, das muss man wissen, ist im Ausland!
Der Weg ist teilweise wirklich schön angelegt, zieht sich aber unglaublich. Nach Guscha führt eine Eisenbrücke über das eindrückliche Guschatobel. Immer mal wieder hat es ein paar Gegensteigungen, auf die man gerne verzichten würde.

Kurz vor Balzers sah ich auf dem Wegweiser "St. Katharinenbrunnen". Das muss ja etwas Besonderes sein, wenn es auf der Karte aufgeführt ist und es extra einen Weg dorthin gibt. Also nichts wie hin.
Doch es ist nur eine renaturierte Mülldeponie mit einer Quelle und ein paar Wasserbecken. Und dafür haben sie mich vom hochverdienten Bier weggelockt?

In Balzers-Höfle gab es ebenfalls kein Bier, aber einen Bus nach Sargans.

Übrigens: Im Ausland ist es gar nicht so schlimm. Wenn man gut hinhört, versteht man die Sprache. Und selbst unser Geld akzeptieren sie ..

Tourengänger: PStraub


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