Grosse Hegau-Runde ...


Publiziert von Linard03 Pro , 10. April 2018 um 08:02.

Region: Welt » Deutschland » Alpenvorland
Tour Datum: 8 April 2018
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Hegau Vulkanschlote   D 
Zeitbedarf: 6:30
Aufstieg: 1381 m
Abstieg: 1496 m
Strecke:Hohenkrähen - Mägdeberg - Hegaukreuz - Philippsberg - Hohenhewen - Hohenstoffeln - Hohenkrähen (30.6 km)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Wanderparkplatz Hohenkrähen

... oder "vom Hohenkrähen zum Hohenhewen - und was sonst noch alles dazwischen liegt ..."

Mit der Vorahnung, dass der Samstag-Abend etwas länger werden könnte, war ein sehr frühes Aufstehen für eine Skitour keine echte Option. Trotzdem wollte ich mich vor dem nächsten Langstreckenflug nochmals ordentlich bewegen und etwas Kondition büffeln.

Deshalb zog ich ein älteres Projekt aus der Schublade, das "Hegau-Vulkane"-Projekt. 
Mich interessieren dabei eben die Vulkankegel, auch wenn es noch eine Vielzahl von weiteren mehr oder weniger bedeutungslosen Höhenzüge gibt, wie z.B. Heilsberg, Rosenegg, Schlossberg, etc.
Die bekannte Festung Hohentwiel hatte ich bereits mehrfach besucht, z.B. hier. Nun wollte ich beim Phonolithberg Hohenkrähen starten. Der Wanderparkplatz direkt unterhalb dieses Vulkankegels ist dafür optimal positioniert.
 
Um ca. 8.10 Uhr ging ich los, durch die Unterführung und danach auf dem Wanderweg gleich mässig steil bergan. Noch war alles ruhig, kein Mensch zu sehen. Die drahtseilversicherten Geländer für den Schlussaufstieg erschienen mir als etwas übertrieben. Kurze Zeit später stand ich jedenfalls bereits auf dem Hohenkrähen (643m), welcher der kleinste dieser Vulkankegel ist. Nachdem ich mich in der Ruine (ehemalige Raubritterburg) umgesehen hatte, stieg ich wieder ab und setzte meinen Weg nach Norden fort.
 
Dem kleinen Aussichtshügel Offerenbühl (611m) stattete ich ebenfalls einen Besuch ab, von wo aus man u.a. einen schönen Blick auf den Mägdeberg (654m) hat, meinem nächsten Ziel. Die Burgruine auf Mägdeberg ist ziemlich gross und man geniesst auch hier eine tolle Rundsicht.
 
Beim Abstieg folgte ich zunächst einem kleinen Pfad, welcher sich jedoch als Sackgasse herausstellte. Also zurück und dem offiziellen Weg folgend. Kurz darauf erschien auch schon das grosse Kreuz des Hegaukreuzes (661m). Den Hohenhewen hatte ich zwar immer nur als Option im Hinterkopf; war doch dieser Abstecher mit erheblichen Zusatz-Kilometern verbunden. Aber dieser imposante Vulkankegel stach mir ins Auge und der Entschluss war schnell gefasst.
 
Über Felder stieg ich ab, wobei ich immer den Traktorspuren folgte, da nicht als offizieller Weg ausgeschildert. Auf der anderen Seite wieder hinauf auf den Philippsberg (622m), welcher nicht vulkanischen Ursprungs ist (und dessen höchster Punkt nicht klar markiert zu sein scheint). Nun abermals hinab nach Welschingen, welches am Fuss des Hohenhewen liegt. Aus unerfindlichen Gründen blieben die ausgedruckten Kartenausschnitte zu Hause liegen, weshalb mir nun nicht ganz klar war, von welcher Seite der Aufstieg normalerweise erfolgen würde.
 
Näher ist sicher (von Welschingen aus gesehen) der Aufstieg von (orografisch) links. Dort glaubte ich auch von weitem einen Wegweiser zu sehen, weshalb ich diesen ansteuerte. Hier war dann auch die Angabe von 1.8 km zu lesen. Wobei der Weg weit vom Ziel wegzuführen schien, weshalb ich den nächsten Abzweiger in die richtige Richtung nahm (ich war da wohl etwas zu ungeduldig, wie ich im Abstieg feststellen konnte …).
 
Der anfangs breite Weg endete jedoch auf einer grossen Wiese. Mir wurde es nun zu bunt und ich stieg weglos und relativ steil den Wald hinauf (die einzige Strecke, welche ich mit T2 bewerten würde). Schliesslich stiess ich auf einen schmalen Pfad, dem ich fortan folgte und mich wieder zum Normalweg zurückführte. Der Aufstieg zog sich ziemlich dahin und ich spürte schon etwas die Beine (ca. 13km bis dahin).
 
Auf dem Aussichtsturm des Hohenhewen (844m) genoss ich dann eine längere Rast. Der anschliessende Abstieg führte mich auf dem Ludwig-Finckh-Weg wieder hinunter nach Welschingen, von dort ging’s nach Weiterdingen. Nun lag das letzte Gipfelziel vor mir, dessen Nordgipfel ich um 13.55 Uhr erreichte: Hohenstoffeln (844m). Ich genoss nochmals eine Rast, bevor ich nach Duchtlingen abstieg. Ich hatte viel zu wenig Flüssigkeit dabei, weshalb ich froh war, im Landgasthof Linde mit einer grossen Cola den Energietank wieder aufzufüllen.
 
Die Müdigkeit war nun spürbar, die letzten Kilometer zogen sich dahin. Um ca. 15.25 Uhr und nach knapp 31 km erreichte ich mit dem Wanderparkplatz Hohenkrähen wieder den Ausgangspunkt.
 
Hat Spass gemacht; vielleicht gibt es bei Gelegenheit noch eine zweite Hegau-Runde, dann höchstwahrscheinlich mit den restlichen Vulkanen bzw. Basaltbergen Wartenberg, Höwenegg & Neuhewen.
 
Fazit:
Eine gute Kondi-Tour, ein dankbarer „Lückenfüller“, schnell erreichbar von meinem Zuhause, schönstes Wetter und gute Sicht.
Von den heute besuchten Vulkankegeln war der Hohenhewen sicher der Imposanteste und auch derjenige, dessen Aussicht man sich verdienen muss.
 
Bemerkungen:
das T2 bezieht sich lediglich auf das steile, weglose Querfeldein beim Aufstieg zum Hohenhewen; ansonsten T1

Tourengänger: Linard03


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