Hegau-Vulkane | Burgruinen | föhnige Alpensicht


Published by alpstein Pro , 14 November 2019, 17h57.

Region: World » Germany » Alpenvorland
Date of the hike:14 November 2019
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: Hegau Vulkanschlote   D 
Time: 3:45
Height gain: 465 m 1525 ft.
Height loss: 498 m 1633 ft.
Route:12,8 km
Access to start point:über B33 neu, A81 Ausfahrt Singen, B33, Bahnhof-Welschingen-Neuhausen
Access to end point:über B33 neu, A81 Ausfahrt Singen, B33, Bahnhof in Mühlhausen
Maps:outdooractive.com

Aus der Reihe "Wandern vor der Haustüre" oder moderner "Hike Local" sah ich mich heute wieder einmal im nahen Hegau um. Der Hegau wird durch seine Vulkanschlote, Burgruinen und sanfte Hügelzüge mit landwirtschaftlicher Bodennutzung geprägt.  Jetzt, wo der Winter vor der Tür steht, sind die Felder abgeerntet. Felder und Äcker kann man jetzt kreuz und quer durchschreiten. Etwas Frost ist dabei von Vorteil, bringt man dann nicht kiloweise Erde an den Schuhen mit, was den Zeugwart freut.

Start der Wanderung war am Bahnhof Welschingen-Neuhausen (490 m). Ich folgte dem Wegweiser Welschingen 1,8 km. Hinter dem Ort verließ ich die Straße nach links in die raureifen Felder, um bei nächster Gelegenheit in oder entlang einer Gewässerrinne eine erste Geländestufe zu erklimmen. Sanft ansteigend präsentiert sich das weitere Gelände Richtung Philippsberg. Eine Geländekante, die nach Westen herunterzieht, peilte ich an. Diese erreicht, zeigte sich der erhoffte Blick in die Alpen. Die Terminplanung hätte besser nicht sein können. Das föhnige Alpenpanorama hatte ich nun für längere Zeit vor mir.

Der Aufenthalt auf dem Philippsberg (622 m) war kurz. Kühler war es, da auch noch ein frischer Wind über die Hügel strich. Das Stirnband holte ich aus dem Rucksack und einen warmen Tee dazu. Nach kurzer Pause ging ich weiter in Richtung dem schon sichtbaren Hegaukreuz (661 m). An Feldern mit einem gelben Farbenmeer vorbei führte mich der Weg zunächst in eine Senke hinab. Die Route für den Wiederaufstieg wählte ich nicht optimal. Eine dichte Feldhecke konnte ich schließlich in einem kurzen Waldstück umgehen. Nicht umhin kam ich dann aber, durch einen Acker zu tapsen, was den Zeugwart nicht besonders freute. Ein Feld mit nassem Gras sorgte aber gleich wieder für saubere Verhältnisse.

Am Hegaukreuz standen nun auch wieder Wegweiser. Wieder ein Zwischenabstieg und ich stand unter dem Mägdeberg (664 m). Der Mägdeberg beheimatet auch einen Klettergarten, den ein nicht ganz unbekannter Hikr als "interessant, vielseitig und wintersicher " betitelt hat. Aus Diskretionsgründen verrate ich nur, dass er gewöhnlich mit dem ossimobil unterwegs ist. Diskretion gilt auch für meine Besteigungsvariante. Dass ich auf dem Normalweg beim Abstieg mit schmierigen Sohlen auf felsigem und speckigem Gestein zwei Mal in Straucheln geriet, kann ich aber noch verraten.

Ein Grashügel namens Offerenbühl (611 m), erstiegen im gut gestuften Gras, war das nächste Ziel und schließlich wartete noch der Höhenkrähen (643 m). Mit Glockengeläut wurde ich um 12.00 Uhr am Eingang beim Pfadfinderheim empfangen, wie aufmerksam. Bis zur Gipfelfahne geht es noch mal einige Höhenmeter hinauf. Felsplatten im Weg haben zur Installation von Drahtseilen geführt, die mit wohl über 1 cm Durchmesser reichlich dick ausgefallen sind. Ein Aussichtsplateau auf der Südseite habe ich noch kurz besucht und an der Gipfelfahne gönnte ich mir nochmals einen Schluck Tee. Währenddessen wurde es immer sonniger, aber die Fernsicht dadurch schlechter.

Der Abstieg vom Hohenkrähen auf dem schmierigen Waldboden erforderte etwas Standsicherheit. Der 2 km lange Rückweg durch Mühlhausen zum Bahnhof war dann weniger ein Highlight.

Fazit: Ein schöner Steifzug über den Hegau, wunschgemäß auch mit etwas Alpensicht. Ausser mir war sonst niemand unterwegs. Auch als Winterwanderung geeignet.

Route: Die Wegpunkte sind auch die Durchgangsstationen, wobei ich zwischen Welschingen und dem Hegaukreuz mehr oder weniger weglos querfeldein unterwegs war. Über meine Bergschuhe war ich angesichts der teilweise schmierigen Verhältnisse und Nässe froh. Stöcke hätten auch nicht geschadet.

Geologische Informationen

Der Hegau - Burgen & Schlösser

Hike partners: alpstein


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Comments (2)


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ossi says: Hmmm....
Sent 14 November 2019, 18h58
Wen meinst Du wohl...Wirklich raffiniert, wie Du etwas andeutest, ohne dass man es tiefer ergründen kann.

alpstein Pro says: RE:Hmmm....
Sent 14 November 2019, 19h11
>Wen meinst Du wohl

Das bleibt Dein und mein Geheimnis :-)

>Wirklich raffiniert, wie Du etwas andeutest, ohne dass man es tiefer ergründen kann.

Man sagte schon, ich hätte ein guter Politiker werden können. Die können das nämlich auch ;-)


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